Eine Ziffernfolge als Überschrift? Sieht vielleicht merkwürdig aus, aber damit passt es um so besser. Eben erhielt ich einen unter dieser Rufnummernkennung einen Anruf einer Frau Katharina Friese aus der Serviceabteilung. Firmenname gab es keinen. Mit unterdrückter Rufnummer dürfen diese Callcenter nicht mehr arbeiten, als nimmt man eben irgendeine Kennung – in dem Fall aus Griechenland. Dass dieser Anruf nicht aus Griechenland stammte und die Kennung manipuliert ist, davon bin ich absolut überzeugt. Denn mein Telefon zeigte die “versteckte” Kennung mit an und das war eine Nürnberger Vorwahl (0911).

Sie nannte mich direkt beim vollständigen Namen und wollte diesen mit einem “Ja” bestätigt wissen. Als Antwort bekam sie allerdings nur ein “vielleicht”. Denn wie man bereits von Millionenexpress weiß, wird bei solchen Cold Calls auf irgendein “Ja” gewartet, das man dann an anderer Stelle verwenden kann. Frau Friese fiel hier also erstmals auf die Nase, wollte aber dennoch wissen, ob ich meine Gewinnspielteilnahme verlängern möchte. Als Antwort bekam Frau Friese von mir diesmal ein heftigeres

… ich verlängere Ihnen gleich was ganz anderes…

worauf Frau Friese das Telefonat ihrerseits umgehend beendete – zweimal binnen kurzer Zeit auf die Nase zu fallen tut eben weh. Immer ungünstig wenn am anderen Ende der Leitung jemand sitzt, der die Maschen der Gewinnspielabzocker kennt und unpassende Antworten gibt.

Wer also von dieser “neuen” Anrufwelle erfasst wird sollte einerseits nicht viele Worte am Telefon verwenden und andererseits auf keinen Fall “Ja” sagen – egal in welchem Zusammenhang. Man erspart sich damit jede Menge unangenehme Arbeit mit Rechnungen, Mahnungen und Inkassobüros, welche diese angeblichen Gewinnspielfirmen gerne einschalten um Druck auf ihre Opfer auszuüben.

13 Kommentare

  1. 18.03.2010 - 19:03 Uhr
    Fulanos Worte

    Danke für den Tipp mit dem “nicht ja sagen”. Erinnert mich an ein Kinderspiel aber wenn man hier verliert, wird es mit Sicherheit teurer.
    Gruß
    Fulano

  2. 18.03.2010 - 20:57 Uhr
    Nadine

    Diese Abzocker werden immer dreister. Ich hatte vor einiger Zeit auch an irgendeinem “Gratis” Gewinnspiel im Internet mitgemacht und nie wieder, seitdem stand auch das Telefon nicht mehr still und Spammails sind unzählbar geworden. Bei mir reden diese Abzocker mit dem AB, ich hasse eh telefonieren, daher fällt es mir nicht schwer, nicht ranzugehen, wenn es eine Nummer ist die ich nicht kenne. Mein Mann unterhält sich allerdings gerne mit denen ;-) “Man(n) muss ja wissen was man diesmal kaufen soll” ;-)

  3. 18.03.2010 - 21:57 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Fulano: Gerne… wenn Du Dich daran hältst ist das schon mehr als die halbe Miete.

    @Nadine: Och, da mach ich schon mit – fleißig sogar. Als Telefon bekommen die Herrschaften das PC-interne Fax und bei der E-Mail habe ich speziell eine für sowas, die von Zeit zu Zeit abgeschaltet und durch eine andere ersetzt wird. Mit Belästigung ist da nichts los :lol: . Telefonieren? Ne nicht wirklich, ich persönlich lebe ohne Telefonie besser.

  4. 19.03.2010 - 18:16 Uhr
    Miki

    Bin grad in Stimmung, bitte, bitte jetzt so einen Anruf zum Frustabbau. Aber bei meinem Glück ruft Mutti an und kriegt ne Packung :shock: (Nein!, keine Bange)
    Du, ich sehe hier gar keinen Twitter-Knopf, hätte den Artikel gern geretweetet…

  5. 19.03.2010 - 20:16 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Miki: Nicht Mutti ärgern… :cool: . Selber bin ich nicht bei Twitter und die “Knöpfe” zu den verschiedenen Social Bookmarks kommen demnächst mit dem Themewechsel dazu. Musst halt solange die URL von Hand klauen :wink: .

  6. 19.03.2010 - 22:43 Uhr
    pegasus083

    00302111164508 Nervt mich auch !! Hast du vielleicht noch die “richtige Nummer” die mit 0911… anfängt ??

  7. 21.03.2010 - 11:01 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Pegasus083: Nein die habe ich leider nicht, da diese nicht abgespeichert wurde. Vielleicht rufen die Kameraden nochmals an, dann werde ich die Nummer notieren und hier veröffentlichen.

  8. 10.04.2010 - 14:32 Uhr
    Thomas Wolski

    00302111164508 rief hier auch eben an. Wie lächerlich – immer her mit den Mahnungen! Ich warte nur darauf, daß irgendeiner von den Hirnis doch mal vor Gericht zieht.

  9. 23.04.2010 - 21:33 Uhr
    Madlen

    hallo,

    ich hatte heute auch so einen misteriösen anruf wegen der angeblichen teilnahme an gewinnspielen. die ersten 3 monate, die kostenlos sind, wären jetzt abgelaufen. ob die teilnahme gekündigt werden soll, fragte die dame. ich wußte überhaupt nicht was die eigentlich wollte, habe nie bei sowas mitgemacht. auf jeden fall meinte sie wenn ich weiterspielen will mus ich für weitere 3 monate zahlen ca. 150€. ich dachte, ich hör nicht recht. ich sagte ihr, ich werde gar nichts zahlen und habe auch noch nie bei sowas mitgemacht und auserdem bin ich arbeitslos und habe gar kein geld. ihre antwort, ah sie sind arbeitslos, dann geb ich das mal so weiter, und legte auf. telefonnummer war keine auf dem display dort stand nur unbekannt, ich dachte das ist verboten?
    mit freundlichen grüßen madlen

  10. 15.05.2010 - 15:01 Uhr
    Jessika

    ich erhielt auch grad ebend ein anruf von der nummer ich gehe da erst garnicht ran aber irgendwie nervt auch das langsam werde von der nummer jeden tag belästigt
    kann man da nicht irgendwas unternehmen das sowas nicht mehr passiert tag täglich

    mfg jessika

  11. 16.05.2010 - 11:26 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Jessika: Das einzigste was Du unternehmen kannst – sofern technisch möglich – die Rufnummer in Deiner Telefonanlage sperren. So ist das bei mir realisiert worden, weil deren Nerverei überhand genommen hatte. Du kannst Dich natürlich auch noch bei der Bundesnetzagentur beschweren. Manchmal führt sowas ja zum Erfolg.

  12. 24.06.2010 - 08:40 Uhr
    lien

    Endlich ist Schluss :)

    Millionenbetrug mit “Ramsch”-Gewinnspielen aufgeflogen

    Eine bundesweit agierende Betrügerbande soll mit vorgetäuschten Gratis-Gewinnspielen einen Millionenbetrag ergaunert haben. Bei einer Razzia in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern wurden nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen fünf Menschen vollstreckt.
    Ermittlungen in 250.000 Fällen

    [Bildunterschrift: Bundesweit untersuchten 180 Beamte Wohnungen, Firmen und Callcenter. ]
    Gegen sie werde in rund 250.000 Fällen des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges ermittelt. 180 Beamte aus den drei Bundesländern waren im Einsatz. Sie durchsuchten 13 Wohnungen und Einfamilienhäuser, 12 Callcenter und andere Firmen sowie eine Rechtsanwaltskanzlei. Bei den Festgenommenen handelt es sich um Männer im Alter zwischen 25 und 69 Jahren.
    Die Ermittlungen richten sich laut Staatsanwaltschaft gegen Verantwortliche eines Berliner Unternehmens, das als Dienstleister für Gewinnspielanbieter auftritt. Den Angaben zufolge wurden seit Gründung im März 2009 mehr als 100.000 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet um monatliche Beträge zwischen 39 und 59 Euro geprellt. Hierfür wurde ein automatisiertes Lastschriftsystem genutzt.
    Grenze des Betrugs “eindeutig überschritten”

    Die Gewinnspiele hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft überwiegend “Ramsch-Charakter”. Der Schaden soll mindestens eine Million Euro betragen. Die Staatsanwaltschaft geht aber von einer wahrscheinlich mehr als doppelt so hohen Summe aus. Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, sagte der Nachrichtenagentur ddp, bei dem Gewinnspiel sei die Grenze des Betrugs “eindeutig überschritten”.
    Überwiegend Alte und Kranke geschädigt

    Die Firma habe mit Callcentern zusammengearbeitet, deren Mitarbeiter sich als Anbieter von Gewinnspielen ausgegeben hätten. Bei den Geschädigten handele es sich überwiegend um ältere oder auch kranke Menschen. Bei Werbeanrufen seien Adress- und weitere Daten abgefragt worden.
    Diese seien wieder an die Charlottenburger Firma gegangen, die wiederum Post verschickt habe. In den Werbeschreiben sei den Teilnehmern von Gewinnspielen dann etwas versprochen worden, was nicht gehalten wurde, ergänzte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Beträge zwischen 39 und 59 Euro seien dann per Lastschriftverfahren “für nichts” abgebucht worden.
    Wer sich dagegen gewehrt habe, dem seien Inkassobüros “auf den Hals gehetzt worden”. Bislang konnte die Staatsanwaltschaft nur wenige Geschädigte identifizieren.

    Hier noch der Link zum Nachlesen der ganzen Aufdeckaktion! http://www.tagesschau.de/

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  1. Produkttester - Nicht spurlos
  2. am 21. Mai 2010 - 10:05

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