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Blogpause mit Folgen?

Einfach mal ne Blog-Pause nehmen oder durchboxen? So lautet die Frage von Webmaster Friday. Das hängt doch sehr stark vom Grund für den Zeitmangel ab und lässt sich pauschal fast gar nicht beantworten. Eine Blog-Pause kann durchaus mal notwendig sein wenn es bspw. an Ideen fehlt oder diese noch nicht ganz so weit gediehen sind, dass man sie gleich umsetzen könnte.

Das reale Leben hat natürlich auch Vorrang vor dem Dasein im Netz. Auch hier kann der Grund für einen notwendigen Timeout liegen. Während man über die o.g. Vorbereitungsphase für eine Idee noch in einem eigenen Beitrag berichtet gibt es auch Situationen, zu denen man nicht Stellung beziehen möchte oder ggf. auch (noch) nicht kann. Die Leserschaft weiß es nicht und rätselt womöglich darüber. Deswegen ist es durchaus ratsam ein sogenanntes „Lebenszeichen“ zu setzen um zu zeigen, „mich gibt es noch, auch wenn es hier ruhiger ist„.

Dumm ist es nur, wenn der Grund für immer wiederkehrende Blog-Pausen der gleiche ist. Die Leser möchten sicherlich nicht zum x-ten Male auf die „Weh-Wehchen“ hingewiesen werden. Schnell gilt man dann als Jammerliese. Während die Pause selbst ein Wegbleiben der Leser bedeuten kann besteht diese Gefahr auch durch stets fast gleichlautende „Entschuldigungen“ für diverse Ruhepausen. Hier die richtige Wahl zu treffen ist alles andere als einfach – für mich zumindest.

Ich selbst bleibe keinem Blog fern, nur weil der eine schöpferische Pause eingelegt hat. In meinem Feedreader gibt es immer wieder derartige Vorkommnisse aus unterschiedlichsten Gründen. Unter dem Strich bleibt es die Entscheidung der Leserschaft, ob sie sich wegen tatenloser Tage zurückzieht und den Blog von ihrer Liste streicht. Hoffen will ich es mal nicht, denn eines ist auch sicher. Es wird der Tag kommen, an dem ich wieder produktiver sein kann und dann natürlich auch werde.

pauseMit aller Gewalt Beiträge schreiben wäre für mein Empfinden nicht der richtige Weg. Nur um die Beitragszahl in die Höhe zu jagen schreibe ich schließlich nicht. So ein bisschen Hand und Fuss muss es schon haben – weil ich auch und vor allem für die Leser schreibe.

Diese Thematik gab es schon vor zwei Wochen beim Webmaster Friday zu lesen. Ich greife es heute mal aus aktuellem Anlass auf, da ich mich derzeit auch in einer Art Blogpause befinde, die genau genommen keine ist sondern vielmehr von den äußeren Umständen her gesteuert wird. Am 31.12.2010 hatte ich noch davon geschrieben, dass das Jahr 2011 rückblickend auf 2010 eigentlich nur besser werden kann. Einige von Euch hatten dazu auch die Daumen gedrückt – leider bisher umsonst. Und der ganze Stress schlägt letztlich auch auf die eigene Gesundheit zurück. Ist ein bisschen wie „alles Sch…, Deine Emma“ :roll:

Das neue Jahr ist bislang genauso wenig brauchbar wie das vergangene, soviel lässt sich heute schon mal feststellen.


Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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7 Kommentare

  1. ich hab auch eine wellenartige beziehung zu meinem blog. manchmal schreibe ich mehrmals täglich, dann wieder 1x wöchentlich und ich hatte auch schon ein mehrmonatiges generelles aus. so what? manchmal hat man einfach keine lust, anderen irgendetwas mitzuteilen. oder es kommt einem unendlich langweilig vor, was man zu berichten hat.

    aber das ändert sich nach einer weile wieder :)

    ansonsten: alles gute!

    • @Tyndra: Willkommen bei Nicht spurlos. Eine „wellenartige Beziehung“…. :lol: . Das hast Du jetzt gelungen umschrieben. Nun, wären es Wellen, dann müsste ich schon längst wieder mal oben schwimmen. Danke für die guten Wünsche.

      @John: Interessante Strategie. Sagt mir irgendwie… „immer nach vorne blicken“ :wink: .

      @Hans: Du Nase! Auch wenn ich den Sieg vom FC nicht willkommen heißen kann ist er mir sog. egal. Wenn Du die Krankenhausgeschichte vom letzten Jahr gelesen hast, dann bist Du ja weitestgehend im Bilde. Aber nur weitestgehend eben. Fürs bessere Verständnis kläre ich Dich ein wenig auf. Meine Mutter wurde unter dem Strich zum dauerhaften Pflegefall… eben wegen dieser ganzen Vorkommnisse. Das wirft so manchen Plan komplett über den Haufen. Und wie wenn das nicht reichen würde… auch Frau ist ein Opfer eines sog. Kunstfehlers geworden. Zweimal in einer Familie? Hört sich unglaublich an ich weiß – aber es ist definitiv so. Zu gegebener Zeit berichte ich darüber garantiert, dessen kannst Du sicher sein. Momentan „geht“ es eben nicht.

      Gute Tipps fürs Wochenende :wink: .

  2. Also einfach nur Artikel zu schreiben, um überhaupt etwas online zu haben, finde ich mittlerweile überflüssig. Das sind dann meistens auch die Artikel, die auch langfristig keine Besucher generieren und irgendwo ungelesen im Blogloch verschwinden.
    Auf der anderen Seite ist eine längere Blogpause von zwei Monaten etwa auch eher suboptimal – konnte ich beispielsweise klar nachvollziehen letztes Jahr. Wenn man mal länger eine Blo(g)ckade hat oder im Urlaub ist, bieten sich entweder Gastbeiträge an oder man schreibt ein, zwei Beiträge vor, sodass man wenigstens alle 2-4 Wochen etwas veröffentlicht (das wäre in etwa meine „Strategie“)

  3. du bist aber auch ein mädchen! kaum gewinnt mein fc mal gegen die seppels, da wirst du krank und machst pause.

    im übrigen gibt es bei mir schon mal ein ein- oder zweitägige blogpause, wenn ich mal wieder unterwegs bin und abends keinen bock mehr habe, etwas zu schreiben. meine längste blogpause gab es vor drei jahren, allerdings urlaubsbedingt. kein dsl auf der verkackten italienischen insel, da war ich aber sauer…

    btw… muss ja noch meine buli-tipps abgeben, schliesslich will ich ja keine pause machen… :cool:

  4. …“immer nach vorne blicken“ ist glaube ich ganz passend. Wobei ich auch oftmals eher zurückblicke und schaue, was andere schon zu einem Thema geschrieben haben; man muss ja nicht immer aufs Neue das Rad erfinden. Beim Surfen mache ich mir Notizen zu interessanten Artikeln und News und greife gerne mal auf diese Quellen zurück bzw. verlinke sie

  5. Hallo Thomas,
    oweia da hat Euch das Schicksal aber arg gebeutelt. Ich wünsche Dir viel Kraft in dieser schweren Zeit… bei mir im Blog läuft es auch so, ich krank und als ich wieder etwas Licht sah, folgte einer nach dem anderen in der Familie und das geht ganz klar vor.
    Man verliert keine Leser, die Treuen bleiben einem immer, auch wenn man mal ein paar Wochen nichts schreibt, das sind jedenfalls mal meine eigenen Erfahrungen…
    Gastbeiträge wäre nicht mein Ding…muss man mögen und wollen. Und man sollte auch nicht einfach etwas reinhauen nur damit was Neues da steht… ich schreibe nur noch das was ich will und wann ich will, respektive wann ich die Zeit dafür habe…derzeit leider sehr wenig aber es kommen wieder bessere Zeiten, auch für Dich!
    Liebe Grüsse

    • @Nadine: Nach der langen Wartezeit auf „bessere Zeiten“ sollte es eigentlich mal klappen. Die Hoffnung aufstecken tun wir nicht, auch dann nicht wenn es alles andere als einfach ist daran zu glauben.

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