Bürgerarchitekten sind oft glaubwürdiger

Ich sehe mich nicht unbedingt als bedeutenden Blogger, noch ein bisschen weniger als Bürgerarchitekt. Ich blogge weil es mir Spaß macht und weil ich mich einer vielleicht kleinen aber feinen Leserschaft erfreuen darf. Über welche Themen ich blogge schreibt mir einerseits niemand vor und ich lasse es mir andererseits auch nicht vorschreiben. Bei jenen Themen die ich in die Tasten haue wird allerdings nichts geschönt oder geschickt umschrieben – ich nenne “das Kind gerne bei Namen”.

Bei der “Profipresse” bin ich mir da mit wenigen Ausnahmen nicht ganz so sicher. Dort scheint mir politische Steuerung kein Einzelfall zu sein was die Berichterstattung über heikle Themen betrifft. Auf diese Art und Weise kann man prima Brennpunkte nach außen hin klein halten – dass es im Hintergrund trotzdem brodelt ist ja egal – Hauptsache der Schein nach außen bleibt gewahrt.

Und hier vermute ich mal einen Grund für die abwertende Aussage des  Herrn  D ´Inka (Herausgeber der FAZ)

Oder würden Sie sich unter einem Glasdach wohlfühlen, das von Bürgerarchitekten gebaut wurde?

So manches “Glasdach” das nicht von Bürgerarchitekten sondern von den “Profi-Architekten” erbaut wurde macht vielleicht einen solideren Eindruck auf Grund des Namens der “Architekten”, ob der gewöhnliche Bürger deswegen mehr Vertrauen darin sieht lasse ich mal dahingestellt. Wer nämlich seinen Bauplan des “Glasdaches” wie das Fähnchen im Wind ständig ändert und keine klare Aussage trifft – und ggf. auch zu ihr steht – darf sich nicht wundern wenn er nicht mehr als vertrauenswürdig eingestuft wird.

Ich verurteile hier nicht pauschal alle Journalisten – soll sich lieber jeder selbst hinterfragen in wie weit er nicht zensiert “gesteuert” wird.

Wo wäre das Problem, wenn sich beide Seiten der Medienarchitektur zusammen täten und gemeinsam an einem Strick ziehen würden? Aber nicht mal einen Schritt auf die vermeintlich “kleinen Blogger” zu tun ist wohl der bequemere Weg um im einen oder anderen Fall eine Art von Scheinwelt aufrecht zu erhalten.

Grund für diesen Beitrag war ein Twit von Gilly, das möchte ich hier der Vollständigkeit halber noch anmerken.

Autor  ⁄ Thomas Liedl

Meine digitale Vergangenheit reicht fast bis zur Geburtsstunde des Internets zurück. Nach zahlreichen anderen Webseiten bin ich letztlich im März 2007 in die Welt des Bloggens eingestiegen. Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz.

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