Von einem Ölteppich kann man ja eigentlich schon fast nicht mehr sprechen, so groß wie das mit Öl verschmutzte Gebiet ist. Man sieht zwar Fernsehbilder, kann sich das wirklich Ausmaß nicht so richtig vorstellen. Legt man die Größe der Verschmutzung als Layer über die eigene Heimat bekommt das alles eine ganz andere Dimension. Ifitwasmyhome ermöglicht das individuell für jeden.

Quelle: ifitwasmyhome.com

Schon erschreckend diese Fläche -und mit jeder Stunde mehr wird dieses Gebiet größer!

Seit 20. April sprudelt das Öl nun munter aus dem Meeresboden – und eine wirklich funktionierende Lösung ist niemanden eingefallen. Ich will ja nicht behaupten, dass sich die Fachleute nicht bemühen das Loch zu stopfen. Aber es kann doch nicht angehen, dass man eine Bohrinsel aufstellt und nicht an solche Unfälle denkt bzw. sich erfolgsbringende Möglichkeiten bei Zeiten zurecht legt. Hat man denn wirklich nur immer an den Gewinn gedacht? Offenbar scheint das so zu sein.

Mit Geld kann BP das jedenfalls nicht mehr gut machen, was sie hier an Naturschäden angerichtet haben. Die Folgen dieser Ölverseuchung sind nicht absehbar. Man hat es sich regelrecht zum Hobby gemacht durchs All zu fliegen, baut Häuser deren oberste Etage über den Wolken liegt und stellt Skipisten mitten in die Wüste Arabiens – alles kein Problem. Und an dieser Panne beißen sich alle über Wochen hinweg die Zähne aus um dann festzustellen: Wir sind hilflos. Das kann es wirklich nicht sein.

Der Imageschaden für BP ist sicherlich enorm. Die Zapfsäulen der grün-gelben Tankstellen werde ich garantiert zeitlebens meiden, wie viele andere auch. Doch damit ist diese Umweltkatastrophe weder beseitigt noch wird es BP in den Ruin treiben. Auch der Verbraucher ist hilflos, wenn auch auf eine etwas andere Art und Weise.

So sehen die Folgen aus, wenn der Profit stets an erster Stelle steht. Danke BP, toll gemacht!

via Schmollo

7 Kommentare

  1. 05.06.2010 - 01:25 Uhr
    Fischkopp   bei Twitter:

    Nebenbei bemerkt: Ölteppiche sind als Bodenbelag ungeeignet… :wink:

  2. 05.06.2010 - 02:09 Uhr
    Horst Schulte   bei Twitter:

    Es ist eine Riesensauerei. Es ist noch überhaupt nicht abzusehen, wie groß der Schaden sein wird. Man kann es nicht gar nicht vorstellen, was es bedeutet, dass das Öl bis August weiter ungehindert ins Meer strömen kann. Die Katastrophe sollte uns klargemacht haben, dass man nicht alles machen soll, was technisch machbar ist. Übrigens, so sehe ich das jedenfalls, gilt das auch für die Atomenergie. Zuerst muss eine Katastrophe passieren, damit die Menschen wach werden. Aber die hatten wir in diesem Fall ja auch längst. Abgesehen von der Natur und den gravierenden Auswirkungen auf Tiere werden in den Regionen wahnsinnig viele Menschen ihre Existenz verlieren.

  3. 05.06.2010 - 11:00 Uhr
    Fischkopp   bei Twitter:

    Natürlich erschüttern mich solche Vorfälle ebenso. Bedauerlicherweise müssen derartige Ereignisse manchmal passieren, damit evtl. mal diverse Wirtschaftsinteressen auf den Prüfstand gestellt werden. Nicht nur bei den in dieser Hinsicht etwas rüden Amerikanern, auch vor unseren Türen steht nicht immer Mensch und Natur im Vordergrund. Viele sehen in unserer Erde einfach nur einen Gebrauchsgegenstand.

  4. 05.06.2010 - 15:24 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Horst Schulte: Natürlich hast Du recht damit, dass immer erst etwas passieren muss. Das ist ja nicht nur in diesem Fall so. Ähnliche Pannen bei der Kernenergie möchte ich mir nicht vorstellen müssen. Am meisten verwerflich finde ich, BP steckt zig Millionen in Werbung in den Medien um ihren Markennamen halbwegs aus dem Sumpf zu ziehen. Es geht also wieder nur um Geld und Macht. An die betroffenen Fischer und deren Familien denkt kein Schwein. BP ist für mich skrupellos.

    Noch mindestens bis August wird weiter frisches Rohöl in den Golf von Mexiko strömen, denn frühestens dann ist BP in der Lage, das Bohrloch komplett zu versiegeln.

    Gott verdammte Sauzucht! Wieso um Himmels Willen noch bis August? Das sind noch weitere 7 Wochen – Minimum! Was sitzen dort für vermeintliche Fachleute? Deren Gehalt gehört von heute auf morgen auf Null gesetzt, so wie das der Fischer und all jenen, die ihr Auskommen aus dem Meer beziehen.

    @Fischkopp: Und diesen Gebrauchsgegenstand sind wir dabei langsam aber sicher komplett zu ruinieren. Und die Verantwortung dafür tragen speziell bei solchen Vorkommnissen die gewissenlosen Konzerne.

  5. 05.06.2010 - 23:05 Uhr
    Horst Schulte   bei Twitter:

    @Thomas: Unsere Möglichkeiten der Ausbeutung und Schädigung unseres Planeten werden immer weiter perfektioniert. Wir müssen uns nur klar darüber sein, dass nicht allein BP schuld am aktuellen Desaster ist. Wir alle sind es, weil wir natürlich grundsätzlich nie bereit sind, für unseren Diesel oder fürs Benzin mehr zu bezahlen. Das ist nämlich im Grunde die Konsequenz, wenn man die Methoden wirklich nachhaltig ändern würde.

  6. 05.06.2010 - 23:28 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Horst: Ja und nein.
    Ja, dass BP nicht alleine an allem schuldig ist – an der aktuellen Situation natürlich zweifelsfrei schon. BP ist der Betreiber dieser Anlage. Nein, weil selbst wenn unser Treibstoff morgen das Doppelte kosten würde die Sicherheitsmaßnahmen nicht verbessert würden. Die Mehreinnahmen würden die Fetten nur noch fetter machen – die Mineralölkonzerne und deren Bosse.


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