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Es ist Zeit für eine gerechte Mütterrente

Das Thema gerechte Mütterrente beschäftigt Gewerkschaften wie auch Sozialverbände schon seit geraumer Zeit, bisher aber ohne einen wirklichen Durchbruch bei der Umsetzung zu erlangen. Die bisher geführten Gespräche brachten kein Ergebnis zu Tage, die Umsetzung der Gleichstellung aller Mütter wurde immer wieder „vertagt“. Es ist eine Thematik deren sich viele nicht bewusst sind weil deren Auswirkungen für einen Großteil der Betroffenen noch Jahrzehnte weit in der Zukunft liegen. Dieses Unbewusstsein vieler Betroffener spielt den verantwortlichen Politikern bei ihrer Hinhaltetaktik in die Karten. Damit muss nun endlich Schluss sein, Kindererziehungszeiten müssen gerecht für alle gelten.

Kinder sind dem Staat unterschiedliche Anerkennung wert

Die Frage, ob eine Erziehung von älteren Kindern weniger wertgeschätzt wird als jene von jüngeren Kindern ist durchaus gerechtfertigt. Das bisher angewandte Verfahren bei der Zuteilung der sogenannten Entgeltpunkte im Hinbick auf die Mütterrente lässt leider nur ersteres erkennen. Mütter deren Kinder vor dem Jahr 1992 geboren wurden erhalten zwei Entgeltpunkte – also zwei Jahre Anerkennung bei der Rentenberechnung. Kinder deren Geburtstag nach 1992 liegt werden bei den Müttern mit drei Entgeltpunkten bedacht – also ein Jahr mehr anerkannte Rentenberechtigungszeit.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Herkunft der Kinder, Westdeutschland oder Ostdeutschland. Auch hier sind – wen auch zahlenmäßig kleine – Unterschiede beim Rentenbezug gegeben. Bei der letzten Rentenerhöhung erhielt „Ost-Mütter“ rund 2 Euro weniger als „West-Mütter“. Die Herkunft eines Kindes bzw. dessen Geburtsort als Anlass für eine „geringere Mütterrente“ zu nehmen ist an Ungerechtigkeit nur noch dadurch zu überbieten, dass weiterhin zwischen leiblichen und adoptierten Kindern staatlicherseits unterschieden wird.

Der SoVD hat auch ein kurzes Informationvideo zur Mütterrente veröffentlicht.

Gerechte Mütterrente ohne Unterschiede auf Geburtszeiträume und Herkunft

Dies alles ist ein nicht nur groß wirkendes, soziales Ungleichgewicht das dem Staat einerseits hohe Summen an Rentenzahlungen erspart, andererseits die betroffenen Mütter ganz erheblich benachteiligt und auch nach Alter und Herkunft „kategorisiert“. Ein Ungleichgewicht das sich eine sich sozialer Rechtsstaat schimpfende Gesellschaft genau genommen gar nicht leisten kann bzw. darf. SoVD, Volkssolidarität und Deutscher Frauenrat sowie Gewerkschaften rufen deswegen zur Unterschriftenaktion für eine gerechte Mütterrente auf die unter dem Motto „Ihre Unterschrift für eine gerechte Mütterrente“ steht.

Mütterrente
Jetzt für eine gerechte Mütterrente sorgen helfen

Unsere Politik wirft Millionen und Milliarden an Euros für „unnützere Zwecke“ aus dem Fenster anstatt es u.a. hierfür einzusetzen. Entweder ist unserem Staat inzwischen die Wertschätzung von Kinderreichtum vollkommen verloren gegangen oder man nutzt einfach das Schweigen der Betroffenen aus. Beide Varianten sind nicht weiter tragbar. Deswegen beteilige Dich an der Unterschriftenaktion und erhebe dadurch Deine Stimme gegen dieses staatlich abgesegnete Unrecht Müttern gegenüber. Mit Deiner Teilnahme hilfst Du Druck auf die Verantwortlichen aufzubauen dass hier anstelle von leeren Versprechungen endlich auch Taten folgen!

Es ist vorgesehen, die Unterschriftslisten am internationalen Tag des Kindes (1. Juni 2016) der Bundeskanzlerin zu übergeben.

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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