Hauptsache protestieren

DFL ändert die Anstosszeiten in den Fussball-Bundesligen

Man kann durchaus geteilter Meinung sein, ob die Änderungen der Anstosszeiten gut oder schlecht sind. Ob es sich deswegen gleich um eine Katastrophe neokapitalistischen Ausmaßes für den Fussball handelt wage ich zu bezweifeln.

Fest steht, dass mit solch abenteuerlichen Argumentationsversuchen bei der DFL nicht effektiv gepunktet werden kann, will man diese Zeitenänderung tatsächlich rückgängig machen und die DFL damit in die Knie zwingen.

Petition bestraft Vereine

Fan-Petitionen wie “Sonntags 12.30 Uhr – ohne uns” sind jedenfalls eher eine “Bestrafung” für den jeweiligen Verein als wie für die DFL. Denn selbst wenn das Stadion zur Mittagszeit verwaist bleibt, gespielt werden müsste dennoch, dann eben ohne Publikumsunterstützung. Das kann für den bekennenden Fussballfan auch nicht Ziel der Übung sein. Die 11 Lieblinge würden für etwas bestraft, dass sie selbst nicht zu verantworten haben. Für mich ein etwas blinder Aktionismus.

Sowohl die DFL als auch die UEFA haben schon einige Neuerungen aus dem Boden gestampft, mit denen sich zunächst niemand anfreunden wollte, z.T. bis heute auch nicht angefreundet hat. Umgesetzt wurden sie trotzdem und heute lebt man auch damit mehr oder weniger glücklich. Ob sich hier etwas bewegen lässt und die Anstosszeiten ab der kommenden Saison 2008 / 2009 tatsächlich unverändert bleiben gilt es abzuwarten.

Aber wie schon erwähnt, man kann darüber geteilter Meinung sein! Bildquelle: Wikipedia

Autor  ⁄ Thomas Liedl

Meine digitale Vergangenheit reicht fast bis zur Geburtsstunde des Internets zurück. Nach zahlreichen anderen Webseiten bin ich letztlich im März 2007 in die Welt des Bloggens eingestiegen. Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz.

7 Kommentare

  • Antworten
    24. Mai 2008

    Ich sag mal solange es mehr Geld bringt für die Vereine ist alles vertretbar smilie

  • Antworten
    Thomas Autor
    24. Mai 2008

    Große Proteste hört man nicht aus den Reihen der Vereine. Geld ist nun mal der Faktor, der am allermeisten zählt und beachtet wird. Die Situation jetzt zu dramatisieren ist auf jeden Fall falsch.

  • Antworten
    24. Mai 2008

    Ein Bundesliga Club ist ja auch an sich nichts anderes als ein Wirtschaftsunternehmen wie jedes andere, dazu noch mit sehr großem öffentlichem Interesse.

  • Antworten
    24. Mai 2008

    Ja, es trifft die Vereine; und es ist bitter, dass Fans, vor allem die treusten zu diesem Mittel greifen müssen. Für Auswärts fahrende Fans, die Arbeiten, die, die dann als Gäste in den Stadien Stimmung machen sollen, ist das natürlich eine Katastrophe, auch für den gesamten Amateurfussball.

    Die DFL ist letztlich Handlanger der kumulierten Vereinsinteressen, sowie des Verbandes DFB. Deshalb sind die Vereine auch die richtigen Adressaten.

    Geteilter Meinung kann man nur sein, wenn man Fußball überwiegend im TV schaut, FC Bayern in der CL meinetwegen. Diese Menschen geben dem Fussball aber auch nichts.

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    Thomas Autor
    25. Mai 2008

    @Erik:
    Ich verstehe schon was Du damit sagen möchtest. Du wirst aber doch einsehen, dass sich die Anstosszeiten nun beim besten Willen nicht nach den Arbeitszeiten der Fans gestaltet werden können. Irgendwo hat alles seine Grenzen.

    Geteilter Meinung kann man nur sein, wenn man Fußball überwiegend im TV schaut, FC Bayern in der CL meinetwegen. Diese Menschen geben dem Fussball aber auch nichts.

    Diesen Schuh muss ich mir nicht anziehen. Wenn ich für jeden Kilometer, den ich für Fussball schon gefahren, gelaufen und geflogen bin nur 1 € im Nachhinein bekommen würde, hätte ich massenhaft Geld. Heute ist das aus gesundheitlicher Hinsicht leider nicht mehr möglich. Auch ich habe manchmal passen müssen, was die Anstosszeiten betraf, egal ob die nun 15.30 Uhr, 17.00 Uhr oder 20.45 Uhr geheißen haben.

  • Antworten
    28. Mai 2008

    … moin, ich habe schon befürchtet, dass dieser Satz mißverstanden werden könnte smilie
    Ich meine da auch mich mit, wenn ich auf der Schanze die Spiele des magischen FC auswärts anschaue, anstatt mitzureisen. Ich bin dann *nur* Konsument, gebe dem Verein und der Mannschaft nichts. Das ist schon ein Unterschied. Diese Gruppen tragen ein Vereinsleben, und zu dem gehören Profiabteilungen in Deutschland eben noch. Und das ist gut so. So sind die Vereine in die Region integriert, was man übrigens beim FC Bayern gut sehen kann und was den wesentlichen Unterschied zu 1899 Hoffenheim ausmacht. Das ist Fernsehrechte pur. Schöner Fussball, nur eben nicht für die Galerie.

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    Thomas Autor
    31. Mai 2008

    Jetzt hast Du Klarheit geschaffen smilie . Was den FC Bayern betrifft, so hat dieser ein sehr großes Hinterland als Einzugsgebiet, da geb ich Dir recht. Manch anderer Verein hat es da nicht so einfach. Aber auch hier ist es nicht jedem möglich die Spiele zu besuchen, denn ein CL-Spiel bspw. geht bis mindestens um 22.30 Uhr…. und dann kann der Nachhauseweg ganz schön lange sein, vorallem unter der Woche.

    Mit den TV-Rechten war es immer schon so eine Sache, mit der nicht alle glücklich waren, leider.