Jetzt werden umgangssprachliche Worte abgemahnt

Mit irgendwelchen "geklauten" Brötchen-Fotos hat es mal begonnen, oder mit was auch immer genau. Nun sind es schon Worte, die abgemahnt werden. Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) will mit Verlaub von Akademie.de für jedes verwendete Wort, das die GEZ als verboten betrachtet 5100 Euro kassieren.

Ich glaube echt, dass es langsam hakt im deutschen Rechtssystem. Vor allem es sind Worte aus dem allgemeinen Sprachgebrauch, die von GEZ´lern zu Geld verwandelt werden sollen. Dass die GEZ nicht den besten Ruf besitzt verdankt sie nicht zuletzt so mancher Reportage im TV, die über denkwürdige Vergehensweisen der GEZ berichtet hatten.

Wenn es für eine zu zahlende Summe einen Gebühreneinzug gibt, dann ist es doch nichts verwerfliches, diese Gebühr nach dem einziehenden Unternehmen zu benennen, oder bekomme ich jetzt mit meinem Telefonanbieter auch Probleme, wenn ich von Telefongebühren spreche bzw. schreibe. Man kann umgangssprachliche Worte auch ins Klein-Klein zerhacken, auf die Goldwaage werfen und dann daraus Unterlassungserklärungen basteln.

Ob man sich dann damit aber seinen Ruf wesentlich verbessert, lasse ich mal dahingestellt! Unglaublich was Deutschland doch für Probleme hat.

Autor  ⁄ Thomas Liedl

Meine digitale Vergangenheit reicht fast bis zur Geburtsstunde des Internets zurück. Nach zahlreichen anderen Webseiten bin ich letztlich im März 2007 in die Welt des Bloggens eingestiegen. Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz.

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