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Hier sammeln sich Kuriositäten aller Art an, über die man lachen kann, die peinlich sind und die aber auch einen denkwürdigen Charakter haben können.
Verspätungen im Bahnverkehr gehören ja schon wie die Butter zum Brot. Gerade im letzten Winter konnte da so mancher ein Lied davon singen, auf kalten Bahnsteigen zu stehen und darauf zu hoffen, dass bald ein Zug kommen möge. So manche Erklärungen der Bahn kann ich nicht ganz nachvollziehen. Unser hochmodernes Bahnsystem steigt bei 7 oder 8 Grad unter Null bereits aus, während die Transsibirische Eisenbahn bei weit drunter immer noch rollt.
Per E-Mail erreichte mich nun dieser Erlebnisbericht:
Im ICE München – Hamburg. Die üblichen Erlebnisse sind hoffnungslose Überfüllung wegen Zugausfällen, reservierte Plätze sind weg, defekte Weiche – eine Stunde Verspätung. Von diesem “Standard” wich meine Fahrt ab, die Toiletten im gesamten Zug waren Mangels Wasser an Bord unbenutzbar, so das Zugpersonal. Was macht man da? Man meldet seine Notdurft beim Zugbegleiter an. An jedem großen Bahnhof legt der ICE eine Pinkelpause ein, in dem er 15 Minuten länger hält als normal.
Man meldet sich beim Zugpersonal ab, rennt auf die Bahnhofstoilette und meldet sich dann wieder zurück. Wenn das 100 andere Fahrgäste auch tun, kann man sich den Toilettenstau vorstellen. Das ganze erinnert irgendwie an Klassenfahrten, ist aber ICE Realität. Bahnfahren kann spannend sein – hoffentlich wurde keiner vergessen.
… wenn man daran glauben mag, seltsam ist die Erscheinung allemal und so richtig erklären konnte es noch keiner. Eine blaue Spirale am Himmel über Norwegen sorgte in den betroffenen Regionen im Norden des Landes sicherlich für Aufregung.
Der Fussweg meiner Frau vom Arbeitsplatz bis zur nächsten U-Bahn-Station beträgt 5 Minuten, also genau eine Zigarettenlänge wie man so schön sagt. Kürzlich passierte ihr etwas vollkommen kurioses…
Als sie in die U-Bahn einstieg und sich setzte gesellte sich eine etwa 50-Jährige zu ihr und fing wie ein Rohrspatz an zu schimpfen:
“Sie haben mich eben auf dem Weg zur U-Bahn überholt und haben dabei geraucht. Der ganze Qualm ist mir ist Gesicht geweht, das ist eine Unverschämtheit! Haben Sie noch nie einen Astmaanfall bekommen? Ich habe 3 Angehörige wegen Zigaretten verloren….. bla bla bla bla! Und außerdem hätten Sie ja auch 5 Meter hinter mir bleiben können”!
Ähm… ja genau. Und wegen des einzuhaltenden Sicherheitsabstandes würde ich dieser Dame dringend empfehlen dieses Verkehrszeichen auf den Rücken zu kleben, damit Raucher vorgewarnt sind.
Schwierig wird es dann allerdings, wenn der Raucher der Überholte ist .Die Forderung lautet eindeutig: Eigene Gehwege für Raucher! Die Tatsache, dass die “Überholte” zugab selbst 30 Jahre geraucht zu haben beweist mir wieder, gewordene Nichtraucher sind die schlimmsten!
Inzwischen haben sich die Wogen in der Puppenkistenstadt wieder geglättet, Michael muss für den “Namensmissbrauch” keine Anwaltskosten mehr bezahlen.
Was war passiert? Michael wollte mit ein paar Freunden unter der Domain augsburgr.de einen privaten Blog aufziehen und registrierte diese. Er schrieb auch die Stadtverwaltung an, wies auf die Domain einerseits hin und bat andererseits um Genehmigung. Als Antwort kam eine Kostenrechung einer Anwaltskanzlei über 1890,91 Euro – die Abmahnkosten für einen Streitwert von 50000 Euro.
50000 Euro als Streitwert bezeichnet man aus Augsburger Sicht als Entgegenkommen, 100000 bis 150000 Euro seien eigentlich normal. *Zynismus an* Was für eine Gnade *Zynismus aus*. Vielleicht wäre es anders herum besser gewesen, erst Stadt anschreiben und dann Domain registrieren, aber so eine Reaktion aus dem Rathaus war völlig unangemessen!
Ich sehe es als kleinkariert an, anstatt Michael schriftlich zur Herausgabe aufzufordern, ihm eine kostenpflichtige Anwaltskeule überzuziehen. Werbung für Augsburg? Sicherlich, aber alles andere als eine gute. Daran ändert auch der nachträglich eingelegte städtische Rückzug nichts.
Eine etwas andere Variante für die Abwesenheitsmeldung von Bloggern, deren Webseite (vorübergehend) nicht erreichbar ist. Die als Error 909 bezeichnete Seite liefert im Ganzen folgenden Text:
Versuchen Sie Folgendes:
Sollten Sie noch eine Beta-Version des Bundestrojaners ohne automatische Updates installiert haben, installieren Sie die aktuellste Software-Version über die Update-Funktion in der Bundestrojaner-Software. (Sie finden diese in der Lautstärkeregelung unter Optionen/Aufnahme über den Eintrag BundesMIC). In Zukunft werden die Updates dann unbemerkt von Ihnen durchgeführt, was einen großen Vorteil in der Bedienbarkeit darstellt.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Computer permanent online ist! Auch Ihre Computer-Software (z. B. Microsoft Office, Notepad, Outlook, …) ist nur bedienbar, wenn eine ausfallsichere Online-Verbindung zum Bundestrojaner-Server garantiert ist. Der Bundestrojaner dient nur zu Ihrer eigenen Sicherheit.
Sollten Sie versucht haben, eine E-Mail zu versenden, überprüfen Sie die Empfänger-Adresse(n). Es sind nur validierte Empfänger-Adressen mit Top-Level-Domains aus dem deutschsprachigen Raum zugelassen, die zusätzlich auf der Bundestrojaner-Homepage als unproblematisch eingestuft wurden. Der Empfang von E-Mails ist zu Ihrer eigenen Sicherheit ebenfalls nur für vom Bundesstaat authentifizierte E-Mail-Adressen möglich.
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