Merkel: Georgien darf zur NATO

Gut gemacht Frau Merkel, herzlichen Dank auch!

Die Bundeskanzlerin hat nichts besseres zu tun und dem georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili den Beitritt zur NATO in Aussicht zu stellen. Nach dem Treffen in Tiflis verkündete Frau Merkel

Georgien wird, wenn es das will, und das will es ja, Mitglied der Nato sein.

Klar will Georgien zur NATO, dann kann es salopp gesagt zukünftig eine “dickere Lippe” Russland gegenüber riskieren und hat das große Bündnis zum Schutz hinter sich! Auch der US-Präsident hat sich für eine Aufnahme Georgiens ausgesprochen damit er, so meine Ansicht, in Georgien auch noch entsprechende Abwehrsysteme auf seinem Kriegsschachbrett platzieren kann.

Wie kann man nur auf derartig “verbohrte” Ideen kommen? Wer garantiert, dass es nach einem Beitritt nicht abermals zu brenzligen Situationen zwischen Georgien und Russland kommt? Nur dann sitzen wir in einem (Nato-)Boot und dürfen die kaukasichen Feinseeligkeiten mit ausfechten!

Deutschland kann sich dann nicht mehr mit geschichtlichen Begründungen an einer Teilnahme herausreden…. das ist den Berliner Schmalspurpolitikern hoffentlich klar. Mit Friedenstruppen alleine ist es dann nicht mehr getan.

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

4 Kommentare zu Merkel: Georgien darf zur NATO

  1. juwi schrieb:

    Wenn die Welt Pech hat, braucht sie gar nicht mehr so lange zu warten, bis Georgien Mitglied der NATO ist. Wenn unsere Freunde aus Washington sich in der Gegend dazu hinreißen lassen sollten, ihren Verbal-Attacken gegen Russland Taten folgen zu lassen, dann ist Deutschland nicht nur durch seine NATO-Mitgliedschaft in Gefahr. Die USA und Russland haben immer noch beide die Möglichkeit das Leben auf unserem Planeten mit einer atomaren Apocalypse mehrfach zu beenden. Selbst wenn es wegen der Lage im Kaukasus oder dem geplanten “Raketenschutzschild” nicht zu direkten militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Weltmächten kommen sollte: Auf einen zweiten kalten Krieg laufen die Wortgefechte und das Säbelrasseln doch jetzt schon hinaus.

  2. Thomas schrieb:

    Genau das isses Juwi! Aber das sag mal Frau Merkel und alle den euphorischen Befürwortern, die sehen das alles komplett anders. Entweder sie sehen blauäugig an den Tatsachen / Folgen vorbei oder nehmen diese bewusst hin. Beides ist unverständlich.

  3. dimido schrieb:

    Ich glaube, viele Machthaber und Politiker wissen nicht was Krieg ist und sehen darin nur ein Schachbrett, worauf man die Figuren nur umstellen muss.

  4. Thomas schrieb:

    @Dimido:
    Das hast Du gut umschrieben! Nur bei dieser Art von Schachspiel gibt es keine Gewinner, nur Verlierer – und das vergessen “die” voll und ganz!

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