[meinung]Ausgestattet mit der Überschrift „Stichprobenerhebung über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt“ kommt der 34-seitige Fragebogen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder daher, den ein Interviewer nach schriftlicher Vorankündigung ausgefüllt wieder mitnehmen möchte.

In 124 Fragen, teils mit Buchstaben unterteilt, findet die nahezu „Komplettdurchleuchtung“ des Bürgers statt. Doch man sollte bei der Auswahl der zu befragenden Bürger schon ein wenig genauer hinsehen, da es Personenkreise (Rentner, Pensionäre) gibt, die 90% des Fragebogens gar nicht beantworten können.

Abgesehen von so geistreichen Fragen wie

Wie viele Personen haben Mittwoch letzter Woche in Ihrem Haushalt gelebt?

gibt es auch eine „Abteilung“, in der eben z.B. ein Rentner gefragt wird

Angenommen, Ihnen wäre in der letzten Woche eine bezahlte Tätigkeit angeboten worden, könnten Sie diese bis Ende nächster Woche aufnehmen?

die er dann wegen seines Rentnerstatus mit NEIN beantwortet und sich deswegen dieser Frage gegenüber sieht

Aus welchem Hauptgrund könnten Sie eine Tätigkeit nicht innerhalb von 2 Wochen aufnehmen?

  1. Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit
  2. Aus- oder Fortbildung
  3. Persönliche oder familiäre Verpflichtungen
  4. Aus sonstigen Gründen

Die  Antwortmöglichkeit „Rentenbezieher“ ist hier gar nicht vorgesehen, schon irgendwie belustigend hinsichtlich der Begründung zum Zweck dieser Befragung. Diese soll nämlich ein zuverlässiges Bild der Lebensverhältnisse in unserem Land wiedergeben und gleichzeitig vergleichbare Ergebnisse innerhalb der EU liefern.

Aha.

Und damit keiner die Chance hat zu sagen, das ganze ist mir zu blöd, ist die Teilnahme an der Befragung gesetzlich vorgeschrieben -> Mikrozensusgesetz.

Es lebe der gläserne Mensch (dort wo es ihn noch nicht vollends gibt). Irgendwann erscheint dann wieder eine Statistik, mit Zahlen in denen sich keiner wiederfinden kann und die so hilfreich ist wie ein Kropf.

[update]06.12.2008: Exakt 1 Jahr nach Erhalt dieses oben näher beschriebenen Dokuments kam heute das gleiche erneut wieder, ausgewählt im Zufallsverfahren. Es scheint zu einer dauerhaften Seuche zu werden.

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51 Kommentare

  1. 8. Dezember 2007 - 16:42 Uhr
    oller Osel   bei Twitter:

    Ich hatte vor Jahren auch an einer Telefonumfrage (von der Stadt) teilgenommen. Davon konnte ich auch rund 90 Prozent nicht beantworten, weil nichts von den Auswahlmöglichkeiten zutraf. Die Herren und Damen Statitiker sind irgendwie weltfremd.

  2. 8. Dezember 2007 - 18:49 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    “Weltfremd” trifft deren Zustand schon ziemlich genau Osel. Ich denke auch, dass die dafür verschwendeten Gelder sinnvoller eingesetzt werden könnten. Aber auf den Otto Normalverbraucher der Bevölkerung hören “die” sowieso nicht!

  3. 11. Dezember 2007 - 13:09 Uhr
    emiob

    Leider schreiben Sie hier einen engagierten Kommentar, obwohl Sie augenscheinlich den Fragebogen nicht richtig gelesen haben. (Wer aufmerksam und unvoreingenommen lesen kann, ist natürlich im Vorteil. :wink: )
    Also: die erwähnte Frage “Wenn ihnen eine Arbeit angeboten würde, könnten Sie diese…” wird ja nur dann gestellt, wenn vorher angekreuzt wurde, dass man eine Arbeit sucht, bzw. dass man zwar keine Arbeit sucht, aber trotzdem gerne arbeiten würde. Trifft dies nicht zu, so stellt sich die von Ihnen beanstandete Frage gar nicht!
    Also: erst mal genauer hinschauen bevor man meckert.
    Natürlich kann man sich diese ganze, allzu anstrengende Denkarbeit an dem Fragebogen auch sparen, wenn man einfach den Erhebungsbeauftragten, der ja vorher gekommen ist, die gestellten Fragen beantwortet. Dann klappt’s auch mit der richtigen Logik.

    Im übrigen: hier geht’s um Statistik und nicht um “Durchleuchtung” des Bürgers.
    Was Herr Schäuble politisch treibt, mag man ja durchaus berechtigt kritisieren, es legitimiert aber keine Paranoia.

  4. 11. Dezember 2007 - 13:28 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    Vielen dank für die Belehrungen. So empfindet eben jeder die Dinge anders, hier wohl auch den Sinn dieser Befragung. Wo hier die Paranoia genau sitzt lassen wir einmal dahin gestellt, denn auch dies ist Auffassungssache!

    Sicherlich gibt es für jede dieser “seltsamen Fragen” eine Entschuldigung.

  5. 11. Dezember 2007 - 20:42 Uhr
    emiob

    Es geht hier nicht um “Empfindungen”, sondern um Fakten, nämlich ob gestellte Fragen sinnvoll und passend sind oder nicht.

    Also nochmals:
    im Falle von Rentnern wird zunächst gefragt, ob man (wenn nicht berufstätig) eine Arbeit sucht (Frage 68 + 69). Wenn diese Frage verneint wird, wird die Frage gestellt, warum man keine Arbeit sucht (# 70). Antwortet man darauf mit der Antwort 08: “Ruhestand” so ist dieses Thema damit beendet. Die von Ihnen beanstandeten, nicht zutreffenden Antworten kommen dann also gar nicht mehr!
    Also was gibt’ daran auszusetzen?

    Das allfällige Gefasel vom “gläsernen Menschen” halte ich beim Mikrozensus allerdings für Progaganda oder Paranoia. Es werden nämlich keine personenbezogenen Daten irgendwo gespeichert.
    Wird die Politik nicht gerade deshalb oft (zu Recht!) kritisiert, dass sie von den Lebensbedingungen der Bevölkerung zu wenig weiss?
    Ja was denn nun?

  6. 12. Dezember 2007 - 08:15 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    :mrgreen: Und damit die Regierung mehr von den Lebensbedingungen der Bevölkerung erfährt muss sie unbedingt wissen, wieviel Personen am Mittwoch letzter Woche im befragten Haushalt gelebt haben? Das leuchtet mir ein, denn das gibt wertvolle Erkenntnisse :cool: .

    Es werden nämlich keine personenbezogenen Daten irgendwo gespeichert.

    In Ordnung! Aber wozu dann die “Namenslasche” am Fragebogen und die “Zuordnungsnummer”? Wären ja sinnlose Abfragen, wenn nichts personenbezogen ist! Was letztlich alles gespeichert wird, lasse ich jetzt mal dahingestellt, soll da jeder glauben was er mag.

    Und was die Bezeichnung Propaganda betrifft, so dürfte dieses Rechtfertigungsgefasel wohl eher in jene Kategorie passen.

  7. 12. Dezember 2007 - 12:43 Uhr
    emiob

    1. Zum Thema “Mittwoch letzter Woche”:
    Ach, das ist nichts besonders Geheimnisvolles:
    jede Statistik muss einen einheitlichen Stichtag für eine Datenerhebung haben.
    Beim Mikrozensus ist immer die letzte Woche vor der Datenerhebung maßgeblich. Das heißt: Es wird einfach nur gefragt, wie viele Personen derzeit (d.h. letzte Woche) zum Haushalt gehör(t)en. Die Anzahl der zum Haushalt zählenden Personen ist natürlich schon wichtig – ob nun “Mittwoch letzter Woche” oder heute ist ja unerheblich. Die Formulierungen im Fragebogen sind zugegeben manchmal etwas geschraubt und umständlich – ich würde so nie fragen sondern übersetze das in normales Deutsch.

    2. Zu der Haushalts-Kennziffer (auf dem Deckblatt) und der Namenslasche (auf der Innenseite).
    Dies sind die sogenannten “Hilfsmerkmale” des Mikrozensus. Siehe § 5 MZG.
    Dies hat im wesentlichen folgende Gründe:
    a)Der MZ wird über einen Zeitraum von 4 Jahren in immer demselben Haushalt erhoben. Es sollen ja die demographischen Veränderungen dieses ausgewählten Haushalts erfasst werden. Daher ist für diesen Zeitraum sicher zu stellen, dass immer der selbe Haushalt befragt wird. (nicht dieselben Personen, denn die könnten ja wegziehen und neue Personen einziehen).
    b) bei den Selbstausfüllern der Fragebogen muss natürlich feststellbar sein, zu welchem Haushalt denn dieser Fragebogen gehört und wer Auskunft gegeben hat und welcher Haushalt noch nicht.
    c) Die Namenslasche dient lediglich dazu, bei der Plausibilitätsprüfung zu sehen, welche Antwortspalte für welche Person des Haushalts ausgefüllt wurde.

    §8 MZG sagt nun, dass diese genannten Hilfsmerkmale unmittelbar nach der Plausibilitätsprüfung von den Daten zu trennen sind, gesondert aufzubewahren und nach Abschluß des Mikrozensus zu vernichten sind. Auf keinen Fall ist es also zulässig, die Hilfsmerkmale zusammen mit den Daten zu speichern.

    Überdies ist gem. § 21 des Bundesstatikgesetzes eine Reidentifizierung außerhalb der in den Statistikgesetzen genannten Zwecke untersagt und wird gem. § 22 mit Strafe belegt.

    Ich sehe das so, dass ich mich auf den Wortlaut eines Gesetzes und die gesetzeskonforme Anwendung einer öffentlichen Institution zunächst mal verlassen muss. (Das ist bei jedem Gesetz so.) Wenn ich im vorliegenden Falle gegenteilige Anhaltspunkte habe, kann ich mich an den Datenschutzbeauftragten des jeweiligen Statistischen Landesamtes, des Statistischen Bundesamtes oder an den Bundesdatenschutzbeauftragten wenden. Und wenn mich das immer noch nicht überzeugt, sollte ich den Weg zum Anwalt und vor Gericht nicht scheuen.

    Wenn ich grundsätzlich nicht von der Recht- und Gesetzmäßigkeit des Verwaltungshandelns ausgehe, habe ich als Mitglied einer Gesellschaft natürlich ein massives Problem: dann kann ich mich nämlich generell nicht mehr auf irgendwelche Gesetze verlassen. Wenn ich z.B. eine gebührenpflichte Verwarnung bei einem Polizisten bezahle, kann ich dies auch nicht verweigern mit der Begründung, er könnte sich ja möglicherweise das Geld in die eigene Tasche stecken (was ja nicht völlig ausgeschlossen werden kann). Wenn ich meine Einkommenssteuererklärung bei Finanzamt abgebe, muss ich schon darauf vertrauen, dass meine Einkommensverhältnisse nicht irgendwann unberechtigten Dritten zugänglich werden.
    Das versteht sich eigentlich und darüber besteht ja meistens Konsens. Nur wenn’s um Bevölkerungs-Statistik geht, wird schnell etwas hineingeheimnist und unterstellt (“Gläserner Bürger” etc.), das einfach nicht zutreffend ist.

  8. 12. Dezember 2007 - 16:51 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    Ich sehe schon, mein Gegenüber ist ein Befürworter. Alleine von der Seite her werden wir keinen “grünen Zweig” erreichen. Aber das passt schon, unterschiedliche Meinungen beleben das Ganze!

    Speziell zu Punkt 1 ist zu sagen: “Verdrehtes Deutsch” ist bei Ämtern und Behörden der Standard, anders können die gar nicht. Was den speziellen Mittwoch betrifft, ein Stichtag muss sein, das ist logisch. Aber es so auszuformulieren am Mittwoch letzter Woche ist nicht nur unnötig sondern gibt dem ganzen auch einen kindischen Charakter, sorry!

    Ich gehe nicht grundsätzlich von fehlender Rechts- und Gesetzmäßigkeit aus. Viele Vorgehensweisen seitens der Politiker, Ämter und Behörden lassen aber immer mehr Zweifel aufkommen, mit der Meinung stehe ich nicht alleine da. Man kann natürlich auch Scheuklappen aufsetzen und an “das Gute im Menschen” glauben. Das tun inzwischen viele nicht mehr, warum wohl?

    Den gläsernen Bürger müssen wir nicht herbeireden, erfinden oder in eine Paranoia hinein interpretieren – den haben wir schon lange.

    Und was Statistiken dieser Art betrifft sieht es nun mal definitiv so aus, dass sie sehr wenig Aussagekraft haben. Jeder von uns kennt auch den immer wieder mal erwähnten angeblichen Durchschnittslohn der Bundesbürger. Nicht mal ansatzweise sind viele in dessen Nähe. Aber die Politik geht einfach davon aus. Viele unserer Probleme liegen darin begraben, dass von Statistiken ausgegangen wird – aber nur zu!

    Nichts für ungut – für mich (alleine bin ich da sicherlich nicht) bleibt es ein Quatsch. Aber trotzdem Danke für die ausführlichen Erklärungen und Sichtweisen :wink:

  9. 13. Dezember 2007 - 11:00 Uhr
    emiob

    1. “Verdrehtes Deutsch”: Die Formulierungen der Fragen müssen in einem aufwendigen Prozess zwischen allen Statist. Landesämtern, dem Stat. Bundesamt, den beteiligten Ministerien (Land + Bund) und den Datenschutzbeauftragten abgestimmt werden. Das dauert häufig Jahre, wenn denn überhaupt eine Einigung zustande kommt.
    2. Ich mache kein Geheimnis draus: ich bin nicht nur “Befürworter” sondern sogar (ehrenamtlicher) Erhebungsbeauftragter f.d. MZ. und zwar immer noch gern!
    3. Wenn es begründete Zweifel daran gibt, dass eine Verwaltung nicht rechtmäßig handelt, steht in jedem Falle dem Bürger die Möglichkeit der Überprüfung (z.B. bei den Datenschutz-Beauftragten bzw. -Behörden) und notfalls der Klageweg offen. Das sollte man auch nicht scheuen und ist jedenfalls effektiver, als im Internet anzuklagen.
    4. Ich setzte auf die Einhaltung und Einklagbarkeit rechtsstaatlicher Spielregeln, auch wenn es natürlich Verstöße dagegen gibt. Das hat aber nichts mit “Scheuklappen” oder den Glauben “An das Gute im Menschen” zu tun.
    Wenn Sie bei grüner Ampel über die Straße gehen, glauben Sie ja auch nicht “an das Gute” bei den Autofahrern, sondern gehen davon aus, dass normalerweise die STVO gilt und auch befolgt wird. Gegenteilige Erfahrungen hebeln diese Rechtsgrundlage nicht aus.
    5. Natürlich ist jede Statistik auch je nach politischem Standort interpretierbar. Gerade deshalb muss der Mikrozensus in methodischer Hinsicht sauber und unangreifbar sein. Daher der Zwang zur Repräsentativität, die nicht auf Freiwilligkeit der Beantwortung beruhen kann. Auch wenn es “nur” Statistik ist, was wäre die Alternative? Und viele Erkenntnisse (nicht nur das “Durchschnittseinkommen”) über die Strukturen und demografischen Entwicklungen der Haushalte (auch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern) verdanken wir nur dem Mikrozensus. Beispielsweise ist es inzwischen unumstritten, dass die “klassische” Familie, von der ja bestimmte konservative Politikerkreise immer noch ausgehen, in Deutschland eben nicht mehr die Norm sondern die Ausnahme ist. So weiss man wenigstens einiges, wie sich die Lebensverhältnisse entwickeln.
    6. Ja, es gibt in vielen Bereichen eine große Ansammlung persönlicher Daten über die Bürger – aber ganz bestimmt nicht bei der Statistik! Der “Gläserne Bürger” ist eher das Produkt von Unternehmen (z.B. die ganze Rabattkartenflut) und Marktforschungsinstitutionen. Nicht zuletzt geben viele ja im Internet gerne und freiweillig erstaunlich viel über sich preis.

  10. 13. Dezember 2007 - 16:44 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    Es war mit bereits mit dem Kommentar Nr. 7 klar, dass es sich um jemanden handeln muss, der entweder der Erfinder solcher Dinge ist oder zumindest jemand, der damit zu tun hat und voll hinter der Sache steht :wink:

    Zu 1:
    Klar, dass dies ein aufwendiger Prozess ist, solche Fragenkataloge auszuarbeiten, vernünftige Sätze so zu verstümmeln und verdrehen braucht Zeit. Zig Gremien zu beschäftigen und dann doch zu keiner Einigung zu gelangen – ja, das hört sich nach Politik an! Ist ja in vielen Bereichen so…. oder etwa nicht?

    Zu 3:
    Ich klage niemanden an, ich sage nur meine Meinung. Und das ist in Deutschland immer noch erlaubt! Beschwerden einzureichen und klagen ja, wenn man viel Zeit hat um am Ende trotzdem gegen die Wand zu fahren kann man dies tun. Nichts für mich, hab meine Erfahrungen damit, läuft immer auf das Gleiche raus – “wird als unbegründet zurückgewiesen”!

    Zu 5:
    Ich kann jede Statistik “steuern”, in dem ich entsprechende Personengruppen befrage. Ich bleib dabei, es ist Blödsinn. Realität sieht anders aus als eine Statistik. Aber die entsprechenden Ämter und Behörden brauchen ja auch eine Daseinsberechtigung! Außerdem, wer sagt denn, dass alle gemachten Angaben der Richtigkeit entsprechen?

    Wieviele Leute in einem Haushalt wohnen zeigt auch das Melderegister, dazu bedarf es keiner aufgeblasenen Statistik. Und wenn dort Personen leben, die nicht gemeldet sind, wird der Befragte nicht so doof sein und dies in den Bogen zu schreiben. Und den Rest hinsichtlich der Einkommenshöhe etc. sorgt dann ja die kommende Personenkennziffer.

    Alle Begründungen und Belehrungen in dieser Richtung werden mich nicht überzeugen, tut mir leid. Trotzdem aber noch viel Spaß beim interviewen :roll:

  11. 15. Dezember 2007 - 06:36 Uhr
    emiob

    Zu 1: Wenn ich Sie richtig verstehe, gehen Ihnen langwierige und komplizierte Abstimmungsprozesse in Politik und Verwaltung gewaltig gegen den Strich. Mir auch manchmal! Es dauert alles schrecklich lange, bis sich die vielen beteiligten und Verantwortlichen geeinigt haben, es gibt eben viele Meinungen und Positionen und Überlegungen, die auf einen Nenner gebracht werden müssen und dann auch noch unter Berücksichtigung der Rechtslage.
    Aber was ist die Alternative: wollen Sie lieber einen “Starken Mann” oder eine mächtige Partei, der bestimmt wo’s lang geht und alles anderen haben zu gehorchen und auszuführen?
    Im übrigen: lohnt es eigentlich wirklich, sich an solchen Lapalien, wie der Formulierung “Mittwoch letzter Woche” aufzugeilen? Gibt es keine relevanteren Fragestellungen?

    Zu 3: Selbstverständlich kann jeder alles sagen, ist nicht verboten und gerade dazu ist das Internet ja. Ich habe nichts Gegenteiliges behauptet. (Karl Valentin hat dazu mal gesagt: “Alles ist bereits gesagt, aber noch nicht von Jedem.” :smile: )

    Zu 5: Ja, man könnte Statistiken “steuern”, indem schon allein dadurch, dasss man die Auswahl manipuliert.
    Genau deshalb ist die methodisch exakte und allen mathematisch-statistischen Verfahren standhaltende Auswahlmethode so wichtig. Genau deshalb gibt es eine Auskunftspflicht. Und vor allem: wer sollte denn das steuern. Vermuten Sie eine geheime politische Macht hinter den Kulissen, die Statistiken so steuert, wie es gerade politisch genehm ist? (Ja, das gab’s mal in der “sozialistischen” Planwirtschaft) Ach je, das sind doch recht naive Vorstellungen. Ich habe ja gerade versucht darzustellen, wie kompliziert und komplex politisches und Verwaltungshandeln in einem Rechtsstaat abläuft. Einerseits beklagen Sie die Kompliziertheit solcher Abstimmungsprozesse, anderseits vermuten Sie einen “Big Brother”, der alles nach seinem Willen steuert und manipuliert. Ziemlich widersprüchlich und kaum überzeugend.
    Ja, in einzelnen Antworten des MZ könnten durchaus auch falsche Angaben gemacht werden. Das mittelt sich statistisch aber doch weitgehend aus. Außerdem geht es im Mikrozensus ja gar nicht in erster Linie um die ganz exakten Zahlen (also z.B. ob ein Haushalt nun 2000 oder 2200 € Haushaltseinkommen hat) sondern es geht um Entwicklungen und Verläufe in einem bestimmten Zeitrahmen.
    Ganz offensichtlich haben Sie auch keinerlei Vorstellungen vom deutschen Einwohnermeldewesen! Wie viele Personen zu einem Haushalt zählen lässt sich aus den Daten des Einwohnermeldeamtes eben nicht genau ermitteln und schon gar nicht im Zusammehang mit anderen Haushaltsdaten wie Berufstätigkeit, Ausbildung, soziale Sicherung, Einkommensquellen.
    Außerdem: hätten Sie eigentlich kein Problem damit, wenn die statistischen Ämter auf alle Datenbestände anderer Behörden (wie z.B. Standesämter, Finanzämter, Einwohnermeldeämter, Arbeitsagenturen, Krankenkassen, Rentenversicherer etc.) ungehindert zugreifen und die dortigen Daten ganz nach Belieben miteinander verknüpfen könnten? Das wäre doch ein viel bedenklicherer und gravierenderer Eingriff in die Privatsphäre der Bürger, oder?

    Realität sieht anders aus als eine Statistik.” Stimmt! Aber wie bildet man diese Realität ab, um Planungs- und Entscheidungsgrundlagen zu haben. Oder reicht es, wenn Planer, Entscheider, Politiker usw. täglich die Bild-Zeitung lesen und Samstags auf den Wochenmarkt gehen um zu wissen, wie die “Realität” aussieht?

    Aber insgesamt gesehen: ich habe nicht den Eindruck, dass es in Ihren Überlegungen besonders tiefschürfend um eine Analyse und Kritik des modernen bürokratischen Staates sondern man möchte eigentlich nur mal so seinem “Bauchgefühl” Ausdruck verleihen und schließlich müssen ja auch die vielen vielen Internetseiten irgendwie gefüllt werden….

  12. 15. Dezember 2007 - 08:40 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    und schließlich müssen ja auch die vielen vielen Internetseiten irgendwie gefüllt werden….

    Genau, damit Statistikfreunde etwas zu (er-)zählen haben. :mrgreen:

  13. 15. Dezember 2007 - 08:53 Uhr
    emiob

    Na ja, ist schon klar:
    Sie diskutieren lieber mit Leuten, die Ihrer Meinung sind.
    Wie langweilig.

  14. 15. Dezember 2007 - 09:20 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    Das stimmt so überhaupt nicht, da muss ich Sie enttäuschen! Nur ich bin eben nicht der Mensch, der allem was aus Staatskreisen kommt sofort helle Begeisterung entgegen wirft – vielleicht können Sie das auch so nachvollziehen! Andere Meiungen lasse ich durchaus gelten – sonst gäbe es diesen Blog wohl nicht sondern nur statische Seiten ohne Kommentarfunktion.

    Ich sehe deswegen noch lange keine geheime Macht irgendwo sitzen, Blödsinn. Aber ein Grund für so manches Problem in Deutschland sind definitiv die vielen (zum Teil sinnlosen) Verordnungen und Gesetze. Dadurch wird praxis- und realitätsnahes handeln eher verhindert.

  15. 15. Dezember 2007 - 09:41 Uhr
    emiob

    Das stimmt so überhaupt nicht, da muss ich Sie enttäuschen!

    Ach was, warum sollte ich “enttäuscht” sein?

    Nur ich bin eben nicht der Mensch, der allem was aus Staatskreisen kommt sofort helle Begeisterung entgegen wirft

    Geht mir nicht anders. Es stößt aber auch nicht sofort und instinktiv auf Ablehnung. Ich schaue, wenn es mich denn überhaupt tangiert und interessiert, erst mal genauer hin.

    Aber ein Grund für so manches Problem in Deutschland sind definitiv die vielen (zum Teil sinnlosen) Verordnungen und Gesetze. Dadurch wird praxis- und realitätsnahes handeln eher verhindert.

    Ja, da ist was dran. Allerdings erschließt sich so manches erst, wenn man etwas genauer hinter die Dinge schaut und nicht alles, was man nicht auf Anhieb versteht, muss deshalb gleich sinnlos sein.

  16. 16. Dezember 2007 - 08:47 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    Hoher Optimismus führt ggf. zu hoher Enttäuschung. Deswegen gehe ich nicht mit zu großen Erwartungen an die Dinge ran und spare mir somit die große Enttäuschung.

    Es gibt zwei Sprüche, an denen sehr viel dran ist:

    Glauben heißt nichts wissen

    und

    Sehe hinter jedem zunächst mal ein Schwein und lass Dir von ihm das Gegenteil beweisen!

    Ich fahre so besser damit, wie die Vergangenheit gezeigt hat.

  17. 21. Dezember 2007 - 09:36 Uhr
    Exipro

    @ emiob Sie sind wohl der Foren Troll des Statistischen Landesamtes :mrgreen:

    Nun zur Sache: Ich bin auch betroffen, rege mich aber nicht grundsätzlich über die Fragen auf, sondern sehe mich bei manchen Antworten auf Fragen dieser Erhebung in meinen Grundrechten gem. Art.5 GG verletzt. Es gibt Fragen nach “Wünschen” und “Annahmen”, so weit ich informiert bin, hat das BVG schon 1983 definiert welche Antworten zu erteilen sind und welche unter Berufung auf Art.5 GG verweigert werden dürfen.
    Zitat——————————–
    Konstitutiv für die Bestimmung dessen, was als Äußerung einer “Meinung” vom Schutz des Grundrechts umfaßt wird, ist das Element der Stellungnahme, des Dafürhaltens, des Meinens im Rahmen einer geistigen Auseinandersetzung; auf den Wert, die Richtigkeit, die Vernünftigkeit der Äußerung kommt es nicht an. Die Mitteilung einer Tatsache ist im strengen Sinne keine Äußerung einer “Meinung”, weil ihr jedes Element fehlt. Durch das Grundrecht der Meinungsäußerungsfreiheit geschützt ist sie nur, soweit sie Voraussetzung der Bildung von Meinungen ist, welche Art 5 Abs. 1 GG in seiner Gesamtheit gewährleistet (BVerfGE 61, 1 [8 f.]). Demgegenüber sind Angaben im Rahmen statistischer Erhebungen wie denen des Volkszählungsgesetzes 1983 reine Tatsachenmitteilungen, die mit Meinungsbildung nichts zu tun haben.
    Zitat Ende——————————————

    Also! Warum geraten solche Fragen in den Fragenkatalog.

    Emiob Sie wissen doch auch sonst auf alles eine Antwort.

    Ich bin gespannt.

    Ein überwachungsresistenter Bürger

  18. 21. Dezember 2007 - 18:25 Uhr
    emiob

    Hm, lassen Sie mich überlegen, was Sie meinen könnten:
    also, da gibt es zunächst die Frage 46, die man vor allem den Teilzeitbeschäftigten stellt:

    “Haben Sie den Wunsch, normalerweise mehr Stunden pro Woche als derzeit zu arbeiten?”

    Wenn ja, folgt Frage 46a:

    “Wie viele Stunden pro Woche möchten Sie arbeiten?”

    Dann gibt es noch die Frage 73 an Nichterwerbstätige:

    “Auch wenn Sie keine Erwerbs- oder Berufstätigkeit suchen, würden Sie denn trotzdem gern arbeiten?”

    Mehr Meinungs- oder Wunschfragen fallen mir nicht ein; alle anderen Fragen sind Fragen nach Tatsachen, nicht nach Meinungen!
    Na gut, nun könnte man die Auffassung vertreten, streng verfassungsjuristisch müssten diese Fragen eigentlich freiwillige sein.
    Aber wo sehen Sie hier das Problem? Ich seh’s eher positiv: durch diese Fragen wird offenbar, dass insbesondere teilzeitarbeitende Menschen eigentlich lieber mehr arbeiten (und verdienen) würden, aus diversen Gründen dies aber nicht können, z.B. wegen Kinderbetreuung (genau dies wird ja jetzt im Zusammenhang mit der Kinderkrippenthematik diskutiert) oder weil der Arbeitsmarkt keine Möglichkeiten für eine Vollzeitbeschäftigung bietet. Und bei Nicht-Erwerbstätigen, die z.B. die aktive Arbeitssuche inzwischen aufgegeben haben, wird transparenter, dass diese eigentlich schon gern arbeiten würden, also durchaus motiviert sind, es aber aus verschiedenen Gründen nicht können.
    Was ist an solchen Erkenntnissen falsch oder gefährlich? Erklären Sie das doch bitte genauer. Im übrigen kann darauf natürlich jeder antworten, was er will. So wird’s dann in die Statistik aufgenommen.

    Vor allem aber ist das ja alles eine rein theoretische, haarspalterische Diskussion: ich habe noch nie erlebt, dass sich jemand darüber aufregt, in diesen Punkten nach seiner Meinung und seinen beruflichen Wünschen gefragt zu werden, eher im Gegenteil!

    Und dann wüsste gern, worin Sie sich denn durch eine Mikrozensus-Statistik “überwacht” sehen. Es wird immer wieder übersehen: es geht beim Mikrozensus nicht um Sie als Person, sondern um die demographische Entwicklung Ihres Haushalts. Wenn Sie nämlich aus der Wohnung / dem Haus ausziehen, sind Sie nicht mehr in der Statistik. Wo ist da die Überwachung Ihrer Person? Und vor allem: zu welchem Zweck denn überhaupt?

  19. 21. Dezember 2007 - 20:00 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    Köstlich! :mrgreen:

  20. 27. Dezember 2007 - 09:48 Uhr
    Exipro

    @emiob
    Es handelt sich umd die Fragen 23,28,45,45a 47-47b,69,74,76,77,78,87.

    Aber unabhängig davon geht es um das Prinzip. Entweder hält sich eine Behörde an die Vorgaben die unser höchstes Gericht erlassen hat oder die Behörde muss damit rechnen, das es Bürger gibt die sich gegen allzuviel Neugier wehren.

    Da es sich um Fragen handelt, die nicht beantwortet werden müssen, wird doch jetzt die ganze schöne Statistik verfälscht! Wie ich jedoch dem Anschreiben zur Mikrozensusbefragung entnehmen, ist es doch “unerläßlich” ALLE Fragen richtig zu beantworten, da sonst die Befragung nicht die geforderte Aussagekraft besitzt. Wenn ich Ihrer Argumentation folgen würde

    Zitat
    Im übrigen kann darauf natürlich jeder antworten, was er will. So wird’s dann in die Statistik aufgenommen.
    Zitat Ende

    kann ich ja auf alle Fragen gemäß Ihrer Maxime antworten.

    Oder habe ich Sie falsch verstanden?

    Ich hab mich jedenfalls an das Landesamt für Datenschutz gewendet und werde auch den Rechtsweg nicht scheuen. Wenn ich als Bürger gegenüber einer Behörde so

    Zitat
    Na gut, nun könnte man die Auffassung vertreten, streng verfassungsjuristisch müssten diese Fragen eigentlich freiwillige sein.
    Aber wo sehen Sie hier das Problem? Ich seh’s eher positiv:
    Zitat Ende

    argumentieren würde, änderte das bestimmt nichts an den Pflichten, die ich gegeüber dieser Behörde hätte.

    Nun Gut…..Allen einen Guten Rutsch und ein frohes Jahr 2008

  21. 27. Dezember 2007 - 18:20 Uhr
    emiob

    Ich verstehe Sie leider nicht!
    Also arbeiten wir das mal ab:
    Frage 23 lautet:

    “Auch wenn man eigentlich nicht erwerbstätig ist, kann man ja Tätigkeiten z.B. als Schüler/in, Hausfrau/Hausmann oder Rentner(in) ausüben, mit denen man Geld hinzuverdient. Wie ist das bei Ihnen: Übten Sie regelmäßig oder gelegentlich eine solche bezahlte Tätigkeit in der vergangenen Woche aus?”

    Wenn Sie das für eine Meinungsbefragung halten, sollten Sie mal definieren, was Sie eigentlich unter einer Meinung verstehen!
    Frage 28 lautet:

    “In welchem Jahr und welchem Monat haben Sie Ihre frühere Erwerbstätigkeit beendet?”

    Wo ist da die Meinung?
    Frage 45 bzw. 45a (gibt’s nicht!). Da meinen Sie wahrscheinlich 46 und 46a. Ja, das ist die Frage nach einer Wunscharbeitszeit, dazu habe ich mich bereits oben geäußert.
    Frage 47: Sie meinen wahrscheinlich 48a-c. Auch das sind keine Meinungen. Da geht’s um die Frage, ob man genau soviel, weniger oder mehr STunden als normal (vertraglich) gearbeitet hat und wenn es zutrifft, warum (z.B. bezahlte oder unbezahlte Überstunden).
    Na ja, so geht das immer weiter, das ist doch ermüdend.
    Zuletzt noch Frage 87:

    “Besuchten Sie in den letzten 4 Wochen eine Schule?”

    Kommentar ist ja wohl überflüssig, oder?

    Welche Fragen beantwortet werden müssen und welche freiwillig sind, ist im Fragebogen genau festgelegt, d.h. es steht dabei. Nicht Sie entscheiden das.
    Wenn Sie bemängeln, dass die Qualität der Statistik leidet, wenn jeder antworten kann, was er will, so sage ich Ihnen: stimmt! Also antworten Sie doch bitte wahrheitsgemäß! Was wäre denn die Alternative? Sollen wir einen Lügendetektor anschließen um festzustellen, ob Sie wirklich wahrheitsgemäß antworten? Natürlich müsste man sich bei den absichtlichen Falschantworten schon etwas Mühe geben, denn logisch plausibel muss es schon sein, sonst fällt’s auf.

    “Ich hab mich jedenfalls an das Landesamt für Datenschutz gewendet und werde auch den Rechtsweg nicht scheuen.”

    Das kann ich nur ausdrücklich begrüßen!
    Die Antwort des Landesdatenschutzbeauftragten für NRW können Sie vorab hier schon mal lesen:
    https://www.ldi.nrw.de/mainmenu_Datenschutz/submenu_Datenschutzrecht/Inhalt/Statistik/Inhalt/04_04_25_Mikrozensus/Mikrozensus.php
    Wer sich als Bürger im Recht sieht, sollte das Kostenrisiko und den Zeitaufwand nicht scheuen!
    Ich persönlich wüßte besseres mit meinem Geld und meiner Zeit anzufangen, aber die Geschmäcker sind ja verschieden…
    Allzu viele Hoffnungen auf einen Gerichtserfolg kann ich Ihnen aber nicht machen, jedenfalls gibt’s den Mikrozensus seit 1957 (!!!) und mir ist kein Gerichtsurteil bekannt, das es stoppen oder wesentlich verändern konnte.
    Aber dennoch: Bonne Chance :wink:

  22. 28. Dezember 2007 - 08:25 Uhr
    Exipro

    @emiob

    ich nehme an wir gehen von unterschiedlichen Fragebögen aus:
    http://www.tls.thueringen.de/e.....zensus.pdf

    bei mir lautet zB. die Frage 87: Angenommen, Ihnen wäre vergangene Woche….Frage 78:Aus welchem Hauptgrund suchten Sie eine Tätigkeit…..Frage 77:Angenommen Ihnen wäre eine Tätigkeit…..usw. usw.

    Also alles Fragen die mit “Welchen Grund” oder “Angenommen” oder “Haben Sie Wunsch” anfangen.

    Das sind sehrwohl Fragen nach Meinungen. Welchen Grund etwas hat ist wohl relativ, da ich nicht allwissend bin kann es sich nur um eine Meinungsäußerung handeln, zu den Fragen nach “Angenommen” oder Haben Sie den Wunsch” brauch ich wohl gar nichts zu sagen, ist wohl selbsterklärend.

    Zitat—————–
    Welche Fragen beantwortet werden müssen und welche freiwillig sind, ist im Fragebogen genau festgelegt, d.h. es steht dabei. Nicht Sie entscheiden das.
    Zitat Ende————-

    Da irren Sie, Papier ist geduldig, spätestens wenn der Mikrozensus ausgewertet ist, sind sämtliche Zwangsmaßnahmen hinfällig und nicht mehr durchsetzbar (zumindest in NRW. Eine Antwort hat das Statistikamt dann immer noch nicht.

    Aber dennoch: Danke für das gewünschte Glück :twisted:

  23. 28. Dezember 2007 - 08:54 Uhr
    emiob

    Ja, Sie gehen vom Fragebogen für 2008 aus, mir liegt nur der Fragebogen für 2007 vor. Die Nummerierungen haben sich geändert, aber nicht die Inhalte.
    Ich bin nicht Ihrer Meinung, dass eine Frage nach der Arbeitsbereitschaft bzw. -fähigkeit eine Arbeit aufzunehmen eine Meinungsbefragung ist. Ob ich auf Grund von Krankheit oder noch bestehendem Arbeitsverhältnis oder Betreuung von Kindern nicht in der Lage bin, sofort eine Arbeit aufzunehmen oder nicht, ist keine Meinung sondern eine Tatsache.
    Im übrigen wiederhole ich: das sind doch alles Haarspaltereien, die in der Praxis Null Bedeutung haben.

    Was ich einfach nicht nachvollziehen kann, ist, dass man sich an solchen Lappalien und Haarspaltereien so hochziehen kann.
    Gibt es wirklich keine brennenderen Probleme in unserer Welt? Aber ich vergaß ja: Ihnen geht ja um’s Prinzip - was immer das sein mag.

    Kurt Tucholsky sagte mal:

    “Wenn einer sagt, es geht ihm nicht ums Geld, sondern um das Prinzip, dann geht’s ihm ums Geld.”

  24. 28. Dezember 2007 - 09:22 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Emiob:

    Im übrigen wiederhole ich: das sind doch alles Haarspaltereien, die in der Praxis Null Bedeutung haben.

    Und das trifft meines Erachtens für den ganzen Statistikblödsinn zu! Ich erinnere mich nur an die statistische Aussage, jeder Deutsche habe an Weihnachten 300 € für Geschenke ausgegeben.

    Entweder zähle ich für die Statistiker nicht zu den Deutschen oder es handelt sich abermals um eine schwachsinnige Zahlenspielerei. Denn das trifft auf meine Familie absolut nicht zu.

    Statistiken sind nur für Leute schön und relevant, bei denen das Wunschdenken vor der Logik kommt.

  25. 28. Dezember 2007 - 11:40 Uhr
    Exipro

    @ emiob

    Gibt es wirklich keine brennenderen Probleme in unserer Welt? Aber ich vergaß ja: Ihnen geht ja um’s Prinzip – was immer das sein mag.

    Definition Prinzip
    In der Rechtswissenschaft bedeutet „Prinzip“ ähnlich einem Grundsatz eher eine Leitlinie, ein Ziel, das möglichst weitgehend verwirklicht werden soll. Aus diesem Grund werden Prinzipien-Normen auch vielfach als Optimierungsgebote bezeichnet. Prinzipien können dabei in unterschiedlichen Graden erfüllt werden. Der Grad der Erfüllung kann dabei nach den tatsächlichen und rechtlichen Umständen variieren. Es handelt sich bei Prinzipien gerade nicht um eine Regel. Regeln fordern im Unterschied zum Prinzip nicht nur Berücksichtigung, sondern strikte Beachtung; sie sind entweder erfüllt oder nicht erfüllt. Dementsprechend soll im Fall der Kollision von zwei Regeln der Konflikt entweder durch eine in eine der Regeln aufgenommene Ausnahmebstimmung gelöst werden oder dadurch, dass eine der betroffenen Regeln für ungültig erklärt wird, etwa nach den allgemeinen Regeln über die Konkurrenz von Normen. Im Fall kollidierender Prinzipien muss dagegen ein Prinzip – je nach Gewicht – hinter dem anderen zurücktreten, ohne dass dies die Ungültigkeit des zurückstehenden Prinzips zur Folge hätte. Das gefundene Ergebnis gilt vielmehr nur unter bestimmten Umständen und kann entsprechend unter veränderten Umständen anders ausfallen. Alternativ sollen die Bedingungen, unter denen ein Prinzip einem anderem vorgeht, auch Tatbestand einer Regel sein können, die die Rechtsfolge des vorgehenden Prinzips ausspricht. Insbesondere von Robert Alexy wird die umstrittene These vertreten, die Grundrechte seien als Prinzipien, nicht als Regeln zu verstehen.

    Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Prinzip

  26. 28. Dezember 2007 - 14:15 Uhr
    emiob

    Statistiken sind nur für Leute schön und relevant, bei denen das Wunschdenken vor der Logik kommt

    Ist das so zu verstehen, dass man Ihrer Meinung nach, gar keine Statistiken mehr braucht? Was schlagen Sie statt dessen vor :?:

  27. 28. Dezember 2007 - 14:49 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Emiob:
    Man kann Statistiken führen so viel man möchte, den Durchschnittsverbrauch vom Auto und den Jahresmittelwert der Temperaturen.

    Doch eines sollte man nicht vergessen, Menschen und das Leben selbst sind keine Gegenstände oder Maschinen. Das Leben und die Realtität lassen sich nicht in Statistiken bemessen und planen.

    Dies sollten sich alle Statistikgeilen mal vor Augen führen, ehe sie in einem jahrenlangen, geldverschlingenden Prozess wieder Fragebögen aus dem Boden stampfen.

  28. 28. Dezember 2007 - 17:42 Uhr
    emiob

    Menschen und das Leben selbst sind keine Gegenstände oder Maschinen. Das Leben und die Realität lassen sich nicht in Statistiken bemessen und planen.

    OK – wer wollte etwas anderes behaupten und wir werden es im Herzen tragen.
    Oder wie es in der “Dreigroschenoper” so schön heißt:

    Ja mach nur einen Plan
    sei nur ein großes Licht
    und mach noch einen zweiten Plan
    gehen tun sie beide nicht
    denn für dieses Leben
    ist der Mensch nicht klug genug…

    Aber dennoch wird der Mikrozensus auch in den kommenden Jahren unverdrossen weiter gemacht.
    Und egal ob man’s nun – aus welchen Gründen auch immer – für sinnvoll erachtet oder nicht: wer erfasst ist, ist dabei. So ist eben das Leben. :smile:

  29. 6. Februar 2008 - 10:21 Uhr
    emiob

    “VG Stuttgart: Teilnahme an Haushaltsbefragung darf per Zwangsgeld erzwungen werden.

    Ein Bürger aus Baden-Württemberg ist mit seiner gegen ein ihm auferlegtes Zwangsgeld gerichteten Klage vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart gescheitert. Das Statistische Landesamt hatte das Zwangsgeld verhängt, weil der Bürger sich geweigert hatte, an der amtlichen Haushaltsbefragung (so genannter Mikrozensus) teilzunehmen (Urteil vom 24.01.2008, Az.: 9 K 5261/07).”

    siehe:

    http://rsw.beck.de/rsw/shop/de.....from=HP.10

    Nur falls es jemanden interessiert.

  30. 6. Februar 2008 - 12:46 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Emiob:
    Sehr schön, vielen Dank. Vielleicht kommt jemand vorbei, der damit etwas anfangen kann. :wink:

  31. 11. September 2008 - 16:52 Uhr
    Abo

    Ich möchte noch einemal anmerken, dass ich diese Art der Datenerhebung für absolut unnütz halte.
    Jeder meiner Bekannten, der zu dieser Zwangsmaßnahme herangezogen wurde, hat die Fragen so unzutreffend wie möglich beantwortet. Zumeist nicht aus grundsätzlicher Abneigung gegenüber der Befragung, sondern aus der freiheitlichen Erziehung herraus, die wir in der BRD genießen.

    Wer etwas möchte soll nett Fragen und ein Nein muss akzeptiert werden.

    Wenn ich einer solchen Nötigung zum Opfer fallen würde, würde ich nicht anders reagieren, als dies meine Bekannten getan haben.
    Also liebes Statistikamt, wenn ihr die korrekten Antworten auf eure Frage haben möchtet, dann investiert bitte ein wenig in die Sympathie eurere Opfer(Eis-Gutscheine wie in Rom oder Aufwandsentschädigungen anderer Art sollten drin sein).
    Ansonsten solltet ihr euch damit begnügen, dass eure Statistiken nicht das Papier wert sind auf dem sie stehen.

    Und noch eine Bemerkung zu den hauptberuflichen Meinungsmachern unter dem schönen Nick emiob:
    Es ist doch offensichtlich, dass es sich bei euch nicht nur, um eine Person handelt, also bitte ich in zukünftigen kommentaren auf Verschleierungstaktiken zu verzichten. Es ist ja nett, dass sich die Ämter mit Meinungsmacher-Task-Forces ausstattet, um aber nicht völlig dem SED Stil zu verfallen, solltet ihr euch aber auch zu erkennen geben.

  32. 11. September 2008 - 19:31 Uhr
    emiob

    Ja, ich finde im Leben auch manches unnütz. Nützt aber nichts, es bleibt mir manchmal doch nicht erspart. Also was soll ich mich ärgern. Den Gefallen tu ich niemanden.
    Sagen Sie doch mal dem Finanzamt, dem Bauamt, dem Gewerbeamt, dem Einwohnermeldeamt “Nein” wenn Sie um Angaben ersucht werden – ich wünsche jedenfalls viel Erfolg.
    “Aufwandsentschädigung”? Für welchen Aufwand denn? Das Leben ist kein Wunschkonzert. Und wären Sie denn mit solchen Steuerverschwendungen einverstanden?
    Und ich kann Ihnen versichern, ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut und von niemanden beauftragt – auch wenn Sie sich das nicht vorstellen können / wollen.
    Aber da Sie ja bereits geschichtlich erheblich vorgeschädigt sind und sich somit als ***editiert*** geoutet haben, will ich auf den weiteren Quatsch gar nicht mehr eingehen.
    Genießen Sie weiterhin die Vorzüge der “BRD”. :lol:

    Ohne persönliche Angriffe und Beleidigungen geht es auch :wink:
  33. 25. September 2008 - 01:37 Uhr
    Oskar

    Ich finde den Mikrozensus gut. :mrgreen:
    Besser gesagt – gut zu … :shock:

    Also im Ernst, der Mikrozensus ist wirklich gut. :???:
    Schaut mal, ihr müßt das so sehen:
    Einer der nichts weiss und den Mikrozensus fragt weiss danach nicht mehr. :idea:
    Wenn es den Mikrozensus nicht gäbe, wer fragt dann wen? :?:
    Schon besser gelle, fragen und Antworten bekommen. So solls sein! :eek:

    Ach ja – Zwangsarbeit nennt man das in der BRD. Also frohes schaffen noch….

    Und wer die Flucht sucht, meldet seinen Briefkasten um – mehr geht nicht. :wink:

  34. 4. Oktober 2008 - 15:08 Uhr
    emiob

    Dunkel und wirr ist der Sinn der Rede….
    Na ja, vielleicht liegt’s daran, dass er nach Mitternacht verfasst wurde. :wink:

  35. 19. November 2008 - 21:56 Uhr
    Ban

    @emjob:
    ist es nicht deprimierend, den ganzen Tag Personnen zu befragen? Vor allem, Personen die Ihnen nicht Antworten möchten? Haben Sie es nicht satt, ständig den gleichen Satz zu wiederholen: “Wenn Sie die Fragen nicht beantworten, dann…..zwangsgeld…helfen statitisitkamt…….beugehaft!” Um an die (verfälschte) Antworten zu kommen? Haben Sie einen Link wo man die Anzahl der (erfolgreichen) verweigerer sowie die Kosten für die Befragung sehen kann? Warum machen Sie diesen Job? Was bekommen SIe genau? Ich hoffe, es ist keine Berufung!! So eine Berufung haben nur Klatschtanten!
    MZ-Ablauf:
    1. (klingeln)
    2. den Interviewer nicht reinlassen
    3. dir die übliche Drohung von Zwangsgeld, Beugehaft, bla, bla… anhören
    4. Erster Brief mit bitte um Rückruf wg. Terminver. (hat Interviewer am gleich nach dem Abwimmeln eingeworfen)
    5. noch ein Brief mit Fragebogen und die typischen MZ-Drohungen
    6. 3. Brief mit Erinnerung
    7. 4. Brief nochmals mit Fragebogen,diesmal Unterschrieben vom Postboten, als Bestätigung das er den Fragebogen eingeworfen hat. Es ist das erste mal wo ein Unterschrift zu sehen ist…
    8. Zwangsgeldanordnung: Voilá! Jemand hat es tatsächlich gewagt ein Brief mit Thema MZ zu unterschrieben!!! Ich kann es nicht glauben, die werden persönnlich… Ach soo, ist vom Gerichtsvollzieher. Na ja, er kassiert dafür mind. 30.-€
    Weiss du wie oft mann kassiert wird? Wann kommt die Beugehaft? Ist es schon mal bis dahin gekommen?
    MZ ist der letzte Dreck, ich mache nur mit wenn ALLE mitmachen. ALLE=Europa.
    Ich hätte gerne ein Formular auf Spanisch.
    Und würde gerne eine Versteckte Kamera in der Wohnung eines Ausländers der ein bisschen Deutsch kann reinstellen um sein Gesicht zu sehen wenn er erstmal den Interviewer seinen Vorhaben verstanden hat…

  36. 20. November 2008 - 17:17 Uhr
    emiob

    ist es nicht deprimierend, den ganzen Tag Personnen zu befragen?

    Wieso machen Sie sich einen Kopf darüber, was mich deprimierten könnte? Für meine Seelenlage bin ich allein selbst verantwortlich und ich kann Ihnen sagen, dass Sie keine Ahnung haben, wovon Sie eigentlich reden, der von Ihnen zusammenphantasierte Ablauf ist purer Nonsens und hat nichts mit der Realität zu tun.
    Es lohnt wirklich nicht, darauf noch weiter weiter einzugehen. Die Zeit kann ich besser für Interviews nutzen. :cool:

  37. 20. November 2008 - 20:35 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Ban:
    Solche Jobs werden von “besonderen” Leuten ausgeführt, das liegt nicht jedem! Man muss diesem Zahlenwust wohlgesonnen sein. Und leider spielen sich viele Behörden mit ihren statistischen Zahlen groß auf, labern das Blaue vom Himmel und jeder Ottonormalverbraucher kann sehen, dass die Realität vollkommen anders aussieht. Einfach drüber hinweg sehen und nicht ärgern. Denk an die Arbeitslosen die wir mehr hätten, gäbe es keine zählwütigen Neugierigen mehr :mrgreen: . Das würde z.B. die Statistik der Arbeitslosenquote nur noch lächerlicher erscheinen lassen als sie es jetzt schon ist!

    @Emiob:
    Jeder macht sich eben seinen Kopf, über was auch immer. Die Statistikfritzen machen sich einen Kopf darüber, was Menschen tun, wie und warum sie es tun usw. usw. Auch eine Art Kopfzerbrechen, solche unsinnigen Formulare zu entwerfen. Aber macht ja nichts, Hauptsache die Statistik “stimmt” in unserem Lande, auch wenn alles andere “im Arsch ist”. Sorry anders kann und will ich das nicht zum Ausdruck bringen.

  38. 20. November 2008 - 20:54 Uhr
    emiob

    Kennen Sie Dieter Nuhr?
    Von dem gibt’s das wunderschöne Zitat:

    Wenn man keine Ahnung hat – einfach mal die Klappe halten!

    :grin:

    Und so sollten wir es auch halten!
    (over & out)

  39. 20. November 2008 - 21:53 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    over & out ! Genau so machen wir das Herr Emiob. Das war der letzte Kommentar den Sie hier hinterlassen haben. Ich erteile Ihnen schlichtweg “Hausverbot”.

  40. 20. November 2008 - 23:42 Uhr
    Ban

    Es liegt wahrscheinlich an meine “spanische Art” mich auszudrücken. Vielleicht haben Sie mich nicht richtig verstanden. Der Mikrozensus ist ein Thema das ich ganz gut kenne. Ich weiss ganz genau wofür der MZ ist. Schade das Sie einer von dennen sind die glauben das der Rest der Welt blöd ist und das nur Sie eine Ahnung haben. Betrachten Sie so Ihre Interviewten (wie heisst es eigentlich auf Deutsch???)? Laut Ihre Vorstellung, solten alle ganz brav Antworten und mitmachen. Können Sie nicht verstehen das es Personen (ja, Menschen) gibt das sich die Zeit gar nicht nehmen wollen für den MZ? Es gibt halt Leute die gar keine Interesse haben etwas an der Politik oder Wirtschaft zu ändern. Und glauben Sie mir es gibt viele. Mehr (viel, viel mehr) als 1% der Deutsche Bevölkerung hat den Weg zu den Urnen bei der letzten Wahlen nicht gefunden. Und warum? Weil solche Personnen sich einen Mikrokosmos bilden wo die Grenzen nur bis zur Arbeitstätte reichen. Für solche Personnen ist es wichtiger am Ende des Monats glücklich zu sein. Seine Kinder beim wachsen bewundern und ruhig neben seine Frau schlafen. Ich bin aus Diplomatischen Gründen sehr rumgereist. Glauben Sie mir, ich kenne ganz gut diese Wut die in einen ausbricht wenn man zu etwas gezwungen wird. Die Dictatur von Franco und Tito habe ich sehr nah erlebt. Und der MZ hat bei mir das gleiche verursacht. Wut und Hilflosigkeit. Keine Hand auf dem anderne Ende der Leitung die mich versteht. Die versteht das ich von 6:00 bis zum späten Abends arbeite. Das müde nach Hause kommt. Das nur das Wochenende habe um sich auszuruhen. Und das eine Familie habe das erwartet das ich fit bin um mit dennen auch zu leben. Die Regierung müsste verstehen das mich wahnsinnig viel ärgert die 10 Minuten (es sind etwas mehr) zu nehmen um sie den schrecklichen Fragen zu widmen.
    Übrigens, ich mag Dieter Nuhr nicht. Schicken Sie ihn einen Fragebogen. Bis jetzt hat es immer geklappt. Jeder der mir sagte: Füll es einfach aus bevor du bezahlen muss” habe ich einen Fragebogen geschenkt. Damit er freiwillig so einen zum Statistikamt schickt. Keiner hat’s gemacht… Meins habe ich von einen Schüler ausfüllen lassen.

  41. 20. November 2008 - 23:53 Uhr
    Ban

    lassen Sie ihn wieder rein Herr Thomas. Emjob ist nur jemand der zu eine Partei gehört um sich Vorteile zu verschafen. Schade das der Gruppenzwang ihn so einen Job verpasst hat. Vielleicht gibt es sogar Rankings über der Anzahl der Befragten. An welche stelle stehen Sie Herr emjob?. Wissen was Herr Thomas? Ich würde gerne wissen ob man den ganzen Sche… der Zwangsvollstreckung beiseite lassen könnte und direkt in der Beugehaft gehen kann. Im gefägnis kann ich mir die Bücher von Dieter Nuhr lesen (Ja heut zu tage schreibt jeder Bücher) . Ich bin so blöd, ich dachte es wäre ein Deutscher Schriftsteller das ich nicht kenne. Es hat sich herausgestellt das es ein Komiker ist. Einer der zu der “Comedy”-Welle gehört das seit mitte neunziger durch den Deutschen Fernsehprogramme rasst. Er macht sinnlose Witze über ernste Probleme und gibt nie seine eigen Meinung. Ein bisschen Feige aber genauso lustig wie der MZ. 2% Verweigerern und 98% lügner…
    Gute Nacht an alle! Und stellen Sie sich vor das ich ein Spanier bin das ein bisschen Deutsch kann. Dann werden Sie meine Kommentare verstehen…. :roll:

  42. 20. November 2008 - 23:58 Uhr
    Ban

    Ich habe was vergessen. GEZ finde ich super. Echt! Unabhängiges (?) Fernsehen ist dadurch in Deutschland erreicht. Aber meine Türkische Nachbarn gucken nur TRT und ATV. Die hören kein Radio. Die werden auch gezwungen zu bezahlen. Nur weil Sie ein Fernsehen besitzen…. Komisch, komisch… Auch sowas wie der MZ.
    Ich möchte wählen. Bitte, gib ausländer Wahlrecht in Deutschland!!

  43. 21. November 2008 - 19:26 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Ban:
    Ob Spanier oder nicht spielt hier keine Rolle. Jeder Besucher ist willkommen und kann freiweg seine Meinung zum Thema abgeben. Ein Unverständnis gab es bei keinem Deiner Kommentare. Zumindest nicht dann, wenn andere nicht versuchen dort eines hin zu dichten.

    Emiob wurde deswegen “rausgeworfen”, weil er sich bereits zum zweiten Male eine Entgleisung verbaler Art leistete. So etwas brauche ich hier nicht. Wer sich nur mit herablassenden Reden Gehör verschaffen kann darf dies gerne an anderer Stelle tun.

    Bezüglich Dieter Nuhr gebe ich Dir recht. Zitate eines Komödianten passen zum Mikrozensus am allerbesten! :wink:

  44. 1. Dezember 2008 - 19:14 Uhr
    Der Demokrat

    liebe leute,

    ihr könnt ja hin und her diskutieren aber meiner meinung nach ist der mikrozensus ein verstoß gegen das grundgesetz.

    warum kommt man gleich im anschreiben mit staatsbürgerlicher pflicht und warum bezieht man sich 25 jahre nach der volksbefragung immer noch auf die gesetztesgrundlagen und verfassungsentscheide von 1984.

    ich bin doch sehr erstaunt warum mir das statistische amt keine auskünfte geben konnte über die statistischen grundlagen der angeblich zufälligen auswahl. hier gibt es ja schon gewisse mathematische methodiken!

    weiterhin erstaunt es mich noch mehr, das man 128 fragen zur haushaltbefragung benötigt.
    warum will der staat wissen was man studiert hat und vor allem wenn ein haushaltsmitglied eine andere staatsbürgerschaft besitzt, wo studiert wurde usw..

    ich kann nur zum mikrozensus sagen: wir haben alle gepennt!!!!!!!!!!!!

    als ich dem damaligen mitarbeiter gesagt hatte, dass freiheit, brüderlichkeit und gleichheit die grundfesten der demokratie sind kam als zynischer komentar^. das habe ich aber schön auswendig gelernt und was ich glauben würde auf welchen planeten ich lebe!

    meine dienstaufsichtsbeschwerde gegen den mitarebeiter ist nie bearbeitet worden!

    dann haben wir bei der recherche festgestellt, dass sehr viele haushalte betroffen sind, wo haushaltsmitglieder eine andere staatsbürgerschaft haben, was natürlich ein klarer verstoß gegen das grundgesetzt ist.

    ich habe den eindruck, dass den mitarbeitern der inneneminedsterien der länder, den diesen sind die statischen ämter unterstellt, durchaus bewußt ist, das diese art der befragung verfassungwidrig ist.

    den warum greift man bei der bestrafung bis zur beugehaft wenn man diesen bogen verweigert und warum habe wir dann mit einer derartigen bußgeldhöhe zu tun?

    klar kann man damit vor dem buindesverfassungsgericht gehen, wenn man den wirtschaftlichen schaden und den knast in kauf nimmt!

    natürlich kann man damit auch zur presse gehen aber glaubt den einer von euch, dass irgendeine zeitung einen derartig unruhe verursachenden artikel darüber veröffentlichenm würde.

    na ja, man kann das als angstmacherrei sehen aber soweit ich weiß hat man im dritten reich mit dieser art der befragung nichts gutes bezweckt. ach ja, die nsadap kam in der weimarer republick auch demokratisch über die bildung einer koalition an die macht.

    es gibt dinge die gehen und dinge die nicht gehen und der mikrozensus gehört ganz klar zu den dingen die nicht gehen!

    wasist das für ein land wo moderatoren mit 20000 € bußgeld davon kommen obwohl man massenhaft kokain in deren wohnung sichergestellt hat.

    wo wenn man in den entsprechenden kreisen mit einem entsprechend kleinem bußgeld davon kommt.

    wenn ihr diesen bogen verweigert, werdet ihr sehen wie unruhig euer leben wird und vor allem wie teuer.

    ach ja, nach meiner frage an das entsprechende innenminesterium ob dieser fragebogen auch mit den inneminesterien anderer nationen abgespochen ist (siehe eu verfassung) bekam ich ebenfalls keine antwort.

    seltsam oder?

    wir haben diesen bogen beantwortet aber eben fragen über dritte ausgelassen und ebenfalls fragen über studium im ausland usw. aber seitdem bekommen wir regelmäßig post von den unterschiedlichsten behörden, soviel nur zur datensicherheit.

    ich kann dazu sagen niemals freiheit für sicherheit, den nichts ist sicher.

    euer demokrat

  45. 1. Dezember 2008 - 21:32 Uhr
    Ban

    Es ist echt frustierend wie machtlos wir uns vorkommen. Das allerletzte ist das bevor wir diese ganzen Kosten auf uns zukommen lassen, werden wir lügen und nicht wahrheitsgemäß unser Fragebogen in den Briefkasten werfen. Somit ist die ganze Statistik für nichts. Soviel Steuergelder in den Sand gesetzt…
    Ich wandere im Jahr 2009 aus und habe keine Sorgen mehr über den MZ. Da wo ich hin ziehe dauert alles ein bisschen länger. Ein MZ mit Strafandrohung ist sowieso undenkbar. Warum ist es hier in Deutschland möglich? Ist das Deutsche Volk wie eine Herde Kühe die mit Scheuklappen nur geradeaus guckt und macht was die da oben sagen?
    Grüße an alle,
    Ban.

  46. 11. Januar 2009 - 19:50 Uhr
    kent

    Hallo MZ – Geplagte,

    hier gibts auch interessantes darüber zu lesen! So manch einer dürfte Euch dabei bekannt vor kommen

    http://blawg.blogg.de/eintrag.php?id=10

    Grüße aus Berlin

  47. 12. Januar 2009 - 08:35 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Kent:
    Willkommen bei Nicht-spurlos. Danke für den Link – der “Wiedererkennungswert” ist unbestritten hoch, ja :wink: .

  48. 2. September 2009 - 18:30 Uhr
    Ralf

    Hallo zusammen!

    Ich hab’ grad mal den Fragebogen 2009 ausgefüllt, auch mir wurde die zweifelhafte Ehre zuteil, freiwillig an der Befragung teilnehmen zu müssen…

    Die Fragen wurden zum Teil schon grenzwertig, dennoch habe ich mich (Schisser? Schisser!) dazu entschlossen, sie zu beantworten – zum einen, weil ich kein Geld zu verschenken habe und zum anderen, weil ich keine Zeit habe, Beugehaft abzusitzen.

    Eins wollte ich noch loswerden: ich habe mich jetzt einige Zeit in diversen Foren und Blogs zu dem Themenbereich “Mikrozensus-Verweigerung” herumgetrieben und dort gelesen. Die Diskussionen wurden stets kontrovers geführt, hier in diesem Blog jedoch fällt mir die Härte auf, die offensichtlich vom Blogbetreiber gegen einen Schreiber angewandt wird, der sich ganz offen als Interviewer zu erkennen gibt, also nichts verschleiert und der meiner Ansicht nach sehr fair und sachlich diskutiert hat – “Entgleisungen” oder dergleichen konnte ich leider keine finden.

    Liebe Grüße!

  49. 2. September 2009 - 19:06 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Ralf: Zunächst mal willkommen bei Nicht spurlos. Was die “grenzwertigen” Fragen betrifft… ich sags mal so… wer dumm nach Dingen fragt, die ihn nichts angehen darf er sich nicht großartig wundern wenn er “verkohlt” wird. Nachdem doch alles auf keine Person zurückzuverfolgen ist und anonym ausgewertet wird könnte man Dir nichts tun. Wenn doch, würde der Staat offenlegen, dass er es mit der Anonymität nicht so eng sieht. Und das wiederum würde Fässer aufmachen, die man in Berlin lieber geschlossen halten will :wink: .

    Deine Vermutung, dass dieser “Interviewer” sich keiner Entgleisung hingegeben hat ist nicht richtig, wie Dir der Kommentar 32 zeigt. Nicht umsonst wurde der Kommentar nachträglich von mir editiert.

    Klugscheißerei ok, aber bitte immer oberhalb der Gürtellinie. Wenn nicht dann mach ich eben von meinem “Hausrecht” Gebrauch.

  50. 2. September 2009 - 20:33 Uhr
    Ralf

    Was dir selbstverständlich frei steht! ;-)

    Aber zurück zum Thema: Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich mich verweigern soll. Aber leider ist es, wie ich schrieb: ich kann mir weder Ordnungsgelder noch Prozesskosten leisten und kann’s daher auch nicht auf ‘nen Musterprozess ankommen lassen (der darüber hinaus ja auch schon geführt worden ist mit negativem Ergebnis). Daher beiß’ ich – auch wenn ich weiß, dass das inkonsequent und schisserig ist – halt in den sauren Apfel und lass mich ausquetschen. :sad:

    Natürlich hoffe ich, dass ich jetzt nicht die nächsten Jahre immer wieder Besuch bekomme!

    A propos Besuch: ich hatte einen Hinweiszettel im Briefkasten, darauf war die Nummer des freundlichen Interviewers vermerkt, woraufhin ich ihn gleich angerufen habe und ihm gesagt habe, dass ich mich zwar immer über Besuch freue, aber nur über welchen, den ich mir selbst aussuchen kann… Das hat er dann auch gleich eingeseh’n und mir den Fragebogen nebst Rückumschlag (unfrei natürlich…) in den BK geworfen. Ich werde den Umschlag unfrankiert zurückschicken und hoffe, dass ‘s dann gut ist damit!


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