Eine passende Diskussion bei Workablogic, ob die Sidebar aus einer, zwei oder drei Spalten bestehen sollte zeigt schon die Problematik der “Überladung” von Sidebars. In großer Anzahl angebotene Plugins verleiten dazu immer mehr Funktionen anzubieten. Ob diese wirklich immer Sinn machen und nicht mehr hinderlich (Thema Ladezeiten) sind liegt wohl weitestgehend in der Sichtweise der jeweiligen Anwender.
In Teil 5 von Konnas Blogseminar geht es diesmal um den Inhalt der Sidebar. Der kritische Blick auf meine Sidebar zeigt mir fast keine verzichtbaren Inhalte. Unter “Dies & Das” lassen die Buttons das eine oder andere Mal den Seitenaufbau etwas verzögert verlaufen, weswegen ich im derzeit in Arbeit befindlichen Theme die Buttons in Footer verlegen und reduzieren werde. Insbesondere bei den Diensten die keinen Backlink erfordern sind hier Einsparungen möglich.
In kleiner Dorn im Auge ist mir auch die Tab-Steuerung über dem Suchfeld. Zwar ist diese Form platzsparend aber erfordert eben wieder ein Javascript mehr. Auch hier sind manchmal gewisse Nachteile bei der Ladezeit zu verzeichnen. Bei meiner Umstellung der Linkstruktur sind auch die Kategorien von 23 auf 12 verringert worden was bedeutet, dass der Platzaufwand bei Themeumstellung nicht mehr so groß sein wird. Ganz auf Kategorien verzichten möchte ich nur ungern, sortieren sie doch den Bloginhalt etwas vor.
Nur der “große Fahndungsdruck” hat die beiden Schlägertypen der Linie 2 dazu bewegt sich im Beisein ihrer Rechtsanwälte selbst der Polizei zu stellen. Und bereits dieser Umstand sorgt strafrechtlich schon wieder für Strafmilderung. Dazu gesellen sich dann noch Jugendstrafrecht (beide Täter sind erst 20 Jahre), womöglich ein gestörtes Verhältnis zum Elternhaus und schwierige Kindheit und dergleichen mehr – ruck zuck kommt ein Strafmaß raus, bei dem man eigentlich nur kotzen kann.
Alleine schon das gnädige Jugendstrafrecht stößt bei mir auf massive Kritik. Zum halbtot prügeln sind sie “erwachsen” genug, wenns um die Strafe geht sind es dann plötzlich wieder Jugendliche. Rauchen, saufen und das Wahlrecht, den Führerschein und sonst alle Vorzüge die ab 18 Jahren möglich sind nimmt man gerne in Anspruch – warum dann nicht die volle Härte des Gesetzes bei Prügelknaben.
Freibrief für 18 bis 21-jährige
Warum wird hier Mitleid bei 18 bis 21-jährigen gezeigt? Wo bleibt deren Respekt vor anderen, vor Kindern und Senioren? Wann gedenkt man hier mit anderen Mitteln als mit “Sozialstunden bei Hagenbeck” vorzugehen? Wer sich einfach das Recht nimmt andere Menschen egal welchen Alters grundlos zu verletzen muss nicht noch belohnt werden in dem ein mildes Urteil über ihn gefällt wird. Hier einen “Ersttäterbonus” zu verteilen ist ein weitere Schlag ins Gesicht der Opfer.
Als vor knapp einem Jahr das Kölner Stadtarchiv eingestürzt ist und historische Schriften enormen Schaden genommen haben dachte ich einfach an einen Unfall. Einen Unfall ausgelöst durch falsche Berechnungen, Baumängel und dergleichen. Das kann überall passieren, sollte es natürlich nicht.
Inzwischen stelle ich mir schon ernsthaft die Frage, ob die Stadt Köln gut daran täte, den gesamten öffentlichen Nahverkehr auf die Oberfläche zu beschränken und den U-Bahnbetrieb komplett einzustellen. Der Einsturz des Stadtarchivs war kein Unfall sondern schlichtweg Pfusch am Bau. Anstelle Stahlträger in den Tunnels zu befestigen wurden diese lieber an Schrotthändler gewinnbringend verhökert – der Tunnel wird es schon verkraften.
Das Stadtarchiv war nicht die einzigste Panne. Am Kölner Heumarkt wurden nur 1/5 der ursprünglich vorgesehenen Stützen verbaut um die Wände ausreichend zu stabilisieren. Jetzt droht bei der kommenden Schneeschmelze der nächste Tunnel unter dem Druck des naheliegenden Rheins einzustürzen. Vorsorglich baut man deswegen ein zusätzliches Schott ein um den Tunnel zu fluten und damit Gegendruck zu erzeugen.
Der Karneval ist vorbei, die Jecken ausgelaugt und die Geldbörsen wahrscheinlich gähnend leer. Schade eigentlich, denn für 99 Euro könntet ihr jetzt mit ein wenig Glück zum Hausbesitzer werden. Voraussetzung neben dem “Kleingeld” dafür ist natürlich der Auswanderungswille nach Österreich, genauer gesagt nach Tirol in die Nähe von Innsbruck.
Spielt die Glücksfee tatsächlich mit bekommt man dafür dann eine Villa mit 321 m² Wohnfläche verteilt auf drei Etagen und 2700 m² Grundstück drum herum. “Selbstverständlich” mit Einliegerwohnung, Fitness- und Wellnessbereich, mehrere Bäder und offener Kamin. Und wer jetzt meint, die monatlichen Fixkosten könne kein Mensch tragen unterliegt einem Irrtum. 200 Euro so der momentane Eigentümer.
Warum das Traumhaus auf diese außergewöhnliche Art und Weise veräußert wird erklären seine Besitzer hier. Auf der Webseite werden auch alle Details zum Haus gelistet samt Bildmaterial.
Wer also zum Glückspilz werden möchte und künftig aus Tirol bloggen will sollte sich sputen, immerhin läuft die Verlosung bereits seit knapp einem Jahr. Das letzte Los wird am 28.02.2010 verkauft, eine Verlängerung der Aktion ist jedoch nicht ausgeschlossen.
Ich schreibe es mal der Karnevalszeit zu, dass unser Herr Vizekanzler derzeit als brandstiftender Keiler durch die Gegend posaunt. Nach seinen Vergleichen Deutschlands mit dem römischen Reich und schlägt er weiter unermüdlich auf die Sozialtrommel und fordert nun sogar eine Generaldebatte im Bundestag.
Dass Hartz IV Empfänger mehr in der Tasche haben als jemand der arbeiten geht zeigt doch nur, dass es genügend Unternehmen gibt die saumäßige Niedriglöhne zahlen. Und keiner unserer Regierung schreitet gegen diese Tatsache ein, unternimmt etwas und verhindert, dass die Großen immer fetter zu Lasten der Kleinen werden. Hier wird auch von Herrn Westerwelle brav zugeschaut.
In einem seiner Interviews plädierte er, dass die Bevölkerung die Wahrheit erfahren muss. Richtig, stimme ich vollkommen zu. Die Wahrheit ist, dass es in Deutschland nie wieder eine Anzahl von Arbeitsplätzen geben wird, dass alle in Lohn und Brot stehen werden. Gründe für den Arbeitsplatzschwund gibt es viele, nicht zuletzt auch der unaufhaltsame technische Fortschritt. Bloß diese Wahrheit gibt keiner dieser Volksvertreterbagage in Berlin zu und der Vize schon gar nicht.