Reif für die “linke” Insel

Politische Meinungen sind so unterschiedlich wie Geschmäcker – jedem das seine. Doch ich kann mich einfach nicht mehr einbremsen, wenn ich solche geistigen Ergüsse höre wie „wir brauchen eine Stasi“! 

Dieser Spruch der niedersächsischen Landtagsabgeordneten Christel Wegner ist nicht nur dumm und vollkommen daneben sondern auch noch ein Schlag ins Gesicht jener, die Opfer einer solchen Stasi gewesen sind. 

Ich nehme mir kein Blatt vor den Mund und sage freiweg, dass ich von dem gesamten „Linksgesabbel“ nichts halte und es eher in die Rubrik Kasperletheater einordne. Diese weltfremde Schönwetterpolitik ist das letzte, was Deutschland wirklich gebrauchen kann. 

Am besten Onewayticket auf eine einsame Insel im Pazifik, absetzen, Mauer drum herum und Wegner zur Präsidentin machen. Dann können sie sich gegenseitig ausspionieren, bespitzeln und mit Kokosnüssen bewerfen – niemand müsste sich den Blödsinn letztlich anhören! 

Die Forderung nach dem Rücktritt Wegners ist meines Erachtens nur die Schadensbegrenzung nach außen hin. Mich würde nicht interessieren wie viele Parteigenossen und Genossinnen genauso denken, sich nur nicht so unvorsichtig äußern. 

Es lebe die DDR – armes Deutschland! smilie

 

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

8 Kommentare zu Reif für die “linke” Insel

  1. Sebastian schrieb:

    Anzumerken sei, das die Frau nicht Mitglied der Linke ist, wie es an vielen Stellen angenommen wird, sondern in der Linken Liste antritt.

    Die Frau ist Mitglied der DKP, haben aber ein Bündniss mit der Linke in der Linken Liste.

    Trotzdem haben diese Äusserungen nichts in der Politik zu suchen, aber ich kenne auch nicht den Kontext des ganzen Gespräches.

  2. Thomas schrieb:

    Politische Richtungen sind mit im eigentlichen auch vollkommen egal. Das Konzept muss Hand und Fuss haben bzw. das Parteiprogramm darf nicht träumerisch und weltfremd sein. Wer Bündnisse mit der DKP eingeht, muss sich eigentlich auch mit deren Programm identifizieren können, oder?

    Zum Nachlesen bei Focus oder bei “Die Zeit“.

  3. Querdenker schrieb:

    Die Frau will die Stasi und die Mauer zurück? Die schlummert doch in unserem Innenminister und bricht sporadisch aus…
    Und die Mauer gibt´s auch noch, wenn auch nur in vielen Köpfen smilie

  4. Sebastian schrieb:

    In einem Artikel in der taz steht, das dies von der Spitze der Linke nicht gerne gesehen wird,wenn Bündnisse mit der DKP eingegangen werden.

    Nun gut,wer zusammen ein Bündniss bildet, der hängt auch zusammen wenn solche Äusserungen gemacht werden.
    Wollte nur sagen,das die Äusserung selber nicht von der Linke sondern der DKP gemacht wurde.

    Aber Spinner gibt es in jeder Partei und es ist klar,das sowas bei der Linken direkt angegriffen wird, vor allem vor und in einem Wahlkampf.

    Würde man bei der CDU mal so genau hinsehen,oder der FDP dann würden genauso viele merkwürdigkeiten wahrscheinlich gefunden werden.

  5. Thomas schrieb:

    @Querdenker:
    Da könntest Du gar nicht so unrecht haben. Aus welchen Beweggründen heraus auch immer das so sein mag smilie

    @Sebastian:
    Spinner gibt es überall. Das ist nicht nur bei den Parteien so, klar. Die gesamte Politik besteht aus Merkwürdigkeiten, ob Wahlkampf oder kein Wahlkampf. Das was jetzt alles versprochen wird, daran erinnert sich hinterher sowieso kein Politiker mehr oder man erfindet haarsträubende Gründe, warum es anders als versprochen läuft.

    Ob Links, Rechts, Mitte, Blau, Gelb oder Hellorange, hier sind alle gleich “hinterlistig”!

  6. Sebastian schrieb:

    Da hast du recht, und wirst fast wöchentlich wieder bestätigt.

    Und das Volk lässt sich dadurch nicht mal mehr erschrecken,sondern geht, wie du ja bei mir auf dem Blog lesen konntest (14 % Wahlbeteiligung), einfach garnicht mehr zur Wahl.

  7. Thomas schrieb:

    @Sebastian:
    Ein Recht, das ich eigentlich so betrachtet gar nicht haben wollte. Aber Fakten lassen sich für mich eben nicht wegdiskutieren.

    Die Geschichte mit der Wahlbeteiligung von nur 14 % ist schon heftig, wenn gleich auch sehr merkwürdig. Aber das steht auf einem ganz anderen Blatt. Kommenden Sonntag wird man es bei der Hamburger Bürgerschaftswahl sehen.

    Jedoch nicht mehr zur Wahl zu gehen ist die denkbar schlechteste Variante von “Protest”. Damit gibt man den Schönwetterpolitikern nur noch mehr Chancen auch mitzureden.

  8. Sebastian schrieb:

    Nicht zur Wahl zu gehen ist das schlechteste was man machen kann,dann lieber hingehen und ungültig wählen.

    Die 14% waren auch nur ein Bürgerentscheid und keine richtige Wahl, da hätte es wahrscheinlich doch ein bisschen anders ausgesehen.

    Bei der letzten Bürgermeister/Stadtratswahl waren es in Düsseldorf noch gute 50% Wahlbeteidigung.

    Wenn in Hamburg die DKP Frau nicht alles zerstört hat für die Linke, dann denke ich,das die Wahl sehr interessant werden wird, auch und vor allem vom Ausgang her.

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