Sie kapieren es einfach nicht

Die Linken würden garantiert versuchen Brände mit Kerosin zu löschen. Nicht anders kann man das Verhalten einer Großzahl von Demonstranten aus dem “linken Lager” darstellen wenn man die Vorgänge von letzten Wochenende in Hamburg-Wandsbek betrachtet. Ich drücke es noch härter aus – “die Allgemeinbildung scheint bei gewissen Teilen dieser Szene nicht besonders hoch angesiedelt zu sein”!

Gegen etwas demonstrieren kann Sinn machen, zwangsläufig muss es das nicht. Ob Sinn oder nicht hängt in erster Linie stark davon ab wie sich die Demo-Teilnehmer bei ihrer Meinungsäußerung selbst präsentieren. Gegen Gewalt demonstrieren und dabei selbst massive Zerstörung zu hinterlassen hat mit Freiheit und Toleranz so rein gar nichts zu tun.

Am vergangenen Wochenende war in Hamburg wieder einmal so eine sogenannte “Anti-Nazi-Demo” im Gange. Dabei versammelten sich 10000 Teilnehmer auf dem Rathausmarkt und vertraten ihre Meinung gegen “Rechts”. Auch wenn sich aus meiner Sicht garantiert etliche Kandidaten darunter waren welche die Welt etwas zu verblümt sehen ist gegen so eine Versammlung nichts einzuwenden.

Natürlich gilt gleiches Recht für alle – soviel Fairness muss sein. In Wandsbek war ein eine Demo der Nazis genehmigt worden, an der sich rund 700 Teilnehmer beteiligten. Und einmal mehr kam es deswegen zu schweren Krawallen, zu Brandstiftungen, Verletzten und massiven Sachbeschädigungen. Wandsbek wurde nahezu in einem Kriegsschauplatz verwandelt. Allerdings – und hier unterscheiden sich Linke und Rechte deutlich – ging die Gewalt nicht wie gerne suggeriert von den Nazis aus sondern von linksautonomen Chaoten. Nicht wirklich etwas Neues wenn man in die Vergangenheit blickt.

Jetzt kann man über die Nazi-Szene denken wie man will. Eines fällt dabei immer wieder auf. Die Gewalt und deren Bereitschaft dazu kam diesmal wieder von den Linken, von denen also, die Nazis verurteilen so “grausam” zu sein. Mir geht es generell nicht um politische Ansichten, ob Links oder Rechts ist mir egal. Ich gebe aber zu, dass diese “linke Schönwetter-Politik” so gar nichts für mich ist. Das Fazit des vergangenen Wochenendes ist jedenfalls, dass die Fraktion aus der Ecke “gegen Gewalt und für Frieden und Toleranz” ihren eigenen Ansichten erneut untreu geworden ist.

Vermummt durch die Straßen zu ziehen, Müllcontainer und Fahrzeuge in Brand zu setzen sind kein probates Mittel um “gegen Rechts” vorzugehen. Ebenso wenig nützt es Steine und Böller auf Polizisten zu werfen und dann im Gegenzug zu wettern, wenn sich diese zur Wehr setzen!   Diese kranken Linken gehen mir wirklich gehörig auf den Senkel! Sämtliche politischen Merkmale einmal außer Acht gelassen sind mir Nazi-Demos erheblich lieber als diese Gegendemonstrationen. Warum? Nazi-Aufmärsche verlaufen um einiges friedlicher und verursachen nicht diese Folgekosten in Form von Aufräumungsarbeiten, Instandsetzungen, Löscheinsätzen und Behandlungskosten von Verletzten.

Anscheinend hat man im linken Lager eines noch nicht verstanden. Mit Aktionen wie dieser vom Wochenende wird eine nicht unbeachteliche Menge an Aufmerksamkeit auch an die Rechten gelenkt. Und genau das will man doch mit aller Macht verhindern – eigentlich. So manches Mal könnte man fast denken, dass diese Linken froh darüber sind dass es Nazis gibt! Ohne Nazis keine Aufmärsche – ohne Aufmärsche keine Gegen-Demo – ohne Gegen-Demo keine Straßenschlachten. Und die sind diesen Konsorten doch am wichtigsten wie Schanzenfest & Co. immer wieder aufs Neue beweisen!

Autor  ⁄ Thomas Liedl

Meine digitale Vergangenheit reicht fast bis zur Geburtsstunde des Internets zurück. Nach zahlreichen anderen Webseiten bin ich letztlich im März 2007 in die Welt des Bloggens eingestiegen. Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz.

Ein Kommentar

  • Antworten
    9. Juni 2012

    Als Teilnehmerin der Kundgebung auf dem Rathausmarkt ärgern mich diese Ausschreitungen maßlos, denn das ist das, worüber berichtet wird. Weder das Thema Neonazis noch die 10.000 friedlichen Hamburger, die zeigen wollten, das Nazis in dieser Stadt unerwünscht sind, sind im Vordergrund, sondern ein paar Krawallmacher.
    Genauso geht es mir auch beim Schanzenfest. An sich ein wunderschönes Straßenfest, auf dem wir gerne jedes Jahr sind, aber auch immer zusehen, das wir abends da zeitig wegkommen, wenn die Krawallbürschen aus Pinneberg und Elmshorn anreisen um mal was zu erleben.
    Diese Gewalt ist so sinnlos wie kontraproduktiv. Für mich ist das nix anderes als Linksfaschismus, wobei ich diese Idioten auch nicht als Linke bezeichnen würde.
    Aber es gab auch friedliche Blockierer in Wandsbek, die versucht haben, durch Straßenblockaden die Nazis aufzuhalten und zivilen Ungehorsam in dieser Form halte ich angesichts der wachsenden Gefahr von rechts durchaus für legitim. Ich hätte mich auch daran beteiligt, aber genau wegen dieser sog. Autonomen habe ich dann doch den Rathausmarkt bevorzugt.