Beiträge zum Schlagwort "Gesellschaft"

Respekt und Hut ab

Mittwoch, 24.02.2010

Ich hatte heute schon mal kommentiert, dass das Bodenpersonal beider Kirchen nicht mein uneingeschränktes Vertrauen genießt. Aber in einer Sache ziehe ich meinen Hut und sage Respekt Frau Käßmann. Die EKD-Ratsvorsitzende trat nach ihrem Alkoholausrutscher, bei dem sie mit 1,54 Promille das Rotlicht nicht mehr als solches sah, als Konsequenz von ihrem Amt zurück. Das nenne ich Zivilcourage und stehen zu den eigenen Fehlern die man begangen hat.

Glücklicherweise ist nichts passiert, es kam kein Mensch zu Schaden. Trotzdem ergibt es mehr als nur ein schräges Bild, wenn Vertreter der Kirche während der Fastenzeit betrunken durch die Gegend fahren. Einerseits Wasser predigen und dann doch Wein trinken schafft keine solide Grundlage für Vertrauen unter den Gläubigen und der Gesellschaft im allgemeinen. Deshalb und hier wiederhole ich mich gerne – Respekt vor diesem Entschluss.

Soviel Mumm in der Hose, Schuld einzugestehen haben lange nicht alle Gottesvertreter. Der Augsburger Bischof Mixa sieht beispielsweise die sexuellen Übergriffe auf Kinder in einer Jesuiten-Schule in Berlin und anderen kirchlichen Einrichtungen wie teilweise darin begründet, dass es in unserer Gesellschaft eine sexuelle Revolution gegeben habe. Damit demütigt er für meine Begriffe betroffene Kinder und deren Familien ein weiteres Mal. Diese Fast-Rechtfertigung beweist ein Fingerspitzengefühl des Kirchenoberhauptes von gleich Null.

Laues Lüftchen

Montag, 15.02.2010

Ich möchte ja viel sein, aber Lehrer ganz bestimmt nicht. Bei dem was heute in Klassenzimmern so abgeht hat man echt nur zwei Möglichkeiten

  • stillschweigend (weg-)zusehen
  • Ärger mit dem Chef / Eltern und dgl. riskieren

Denn wenn ich sehe, dass den störende Schüler ersatzweise für den Unterricht zum “Schulpsychologen” geschickt werden und dort dann erörtern wie “böse” das doch sei, dann kann ich echt nur lauthals lachen. Wunder ist es keins, dass es nicht lange dauert bis diverse Herrschaften dies spitz kriegen und lieber das Gelaber des Schulpsychologen über sich ergehen lassen anstelle Geschichte, Mathe oder andere unbeliebte Fächer zu pauken.

Sich selbst ins Knie schießt sich derjenige der hier vielleicht argumentiert, dass der Schüler ja die Quittung dafür mit schlechten Noten bekäme und sich so seinen Weg verbauen wird. Dem ist ja nicht wirklich so. Damit die Schere des Notenspiegels in Klassen nicht so krass erscheint, wird schon “etwas nachgeholfen”, dass schlechte Schüler nicht sooo schlecht dabei wegkommen. Jetzt einen Sinn hierin zu suchen kann ich mir wirklich ersparen.

Unser Sozialstaat

Donnerstag, 11.02.2010

In der letzten Zeit hört und liest man viel über Hartz IV, deren Rechtfertigung und und und. Die Festsetzung über die Höhe des Regelsatzes werden von Leuten – unseren Volksvertretern – getroffen, für die 100 Euro nicht mehr als einen Zahlenwert darstellen und das hundertfache davon monatlich selbst einstecken. Solche Leute entscheiden auch, wie viel Geld ein Mensch zum täglichen Überleben braucht – ohne Festbankett, Fahrservice etc. versteht sich.

Der gleiche Volksvertreterkreis ist sich immer dann einig, wenn es um Erhöhung der eigenen Diäten geht von deren prozentualem jeder andere Arbeitnehmer nur träumen mag. Selbstverständlich gibt es die ganz klugen Politiker, die sich bei der Abstimmung darüber enthalten und dann doch die Hand aufhalten wenn Zahltag ist – nur immer schön den Schein nach außen waren.

Wiederum die gleichen Leute stecken nach Ende ihrer kurzen politischen Laufbahn eine Pension ein, für die der Otto-Normalverbraucher gefühlte 200 Jahre arbeiten müsste um die gleiche Geldleistung zu erwirtschaften – Riester wird hier wohl kaum benötigt, diese Erfindung ist mehr fürs gemeine Volk.

Unvernunft vs. Gefahr auf der Alster

Mittwoch, 27.01.2010

Die Behörden haben entschieden, das Alstereisvergnügen 2010 findet nicht statt. Die Tragfähigkeit der zugefrorenen Alster ist mit einer Dicke von 16 cm zu gering um die Verantwortung dafür zu übernehmen. Schade, aber eben Fakt. Die Sicherheit hat Vorrang, darum sollte man nicht diskutieren.

Unverständlich sind Äußerungen wie

…wir dürfen ja auch gar nichts…

Wer sich so äußert wäre wahrscheinlich der Erste, der sich im Falle eines Unfalls an die Stadt wendet um Kosten geltend zu machen. Schließlich hat die Stadt das Eis ja freigegeben. Es hat nichts damit zu tun, dass hier Spaß verboten werden soll. Die Eisfläche freizugeben stellt schlichtweg eine Lebensgefahr dar, derer sich jeder bewusst sein sollte. Kein “normaler” Mensch käme auf die Idee von einer U-Bahn-Station zur anderen im Tunnel zu laufen, obwohl dies auch gut gehen kann.

Wenn sich jemand bewusst auf die Gefahr einlässt ins Eis einzubrechen und von der Feuerwehr gerettet werden zu müssen sollte dafür mit den ganzen Kosten belegt werden. Schließlich hat er es fahrlässig herbeigeführt. Vielleicht würde diese Maßnahme die Unvernünftigen dann abhalten sich und andere völlig unnötig in Gefahr zu bringen. Spaß hin oder her, die eigene Sicherheit sollte jedem wichtig sein.

Unterhaltung im Zug

Samstag, 02.01.2010

Wer öfter mit der Bahn unterwegs ist, zieht vielleicht anstelle von Zeitung lesen lieber die Unterhaltung von Mensch zu Mensch vor. Nicht immer bietet sich die Möglichkeit für persönliche Gespräche die über das Maß “ist hier noch frei” hinaus gehen.

Mit Bahnkalli kann das schon vor Beginn der Reise geklärt werden. Und wer den kostenlosen Dienst öfter nutzt und die gleiche Strecke mit anderen fährt kann dabei sogar noch Geld sparen – Stichwort Mitfahrerpreis. Dazu biete das Portal auch die Möglichkeit eine Bahnkalligruppe zu erstellen um gg. noch schneller in den Genuß von Sparpreisen zu gelangen.

Bahnkalli gibt es online erst seit gestern und stellt eine Art von Mitfahrerzentrale für Bahnreisende dar um die (Fahr-)Zeit nicht totschlagen zu müssen. Schaut einfach mal vorbei…