Krankenhausaufenthalte genau dokumentieren

Meine eigenen Erfahrungen haben es gezeigt – ohne die möglichst lückenlose Dokumentation eines Klinikaufenthaltes ist man hinterher unter Umständen nicht mehr in der Lage die Abläufe zu rekonstruieren.  Gerade Privatversicherten empfehle ich dringend einen Klinikaufenthalt zu dokumentieren, pflichtversicherte Patienten möchte ich davon jedoch nicht ausnehmen auch wenn hier speziell abrechnungstechnische Probleme eher selten auftreten. Ob man selbst in eine Klinik muss oder ob es ein Angehöriger ist der sich dort in Behandlung geben muss spielt dabei gar keine Rolle. Im Gegenteil, ist der Patient ggf. sogar ein älterer Mensch ist das Augenmerk auf die Abläufe noch geschärfter zu legen. Gerade ältere Menschen sind mit so manchen Abläufen – speziell auch Formulare etc. – massiv überfordert. Das diese geführte Dokumentation notwendig werden kann hat recht vielseitige Gründe. Die zwei wichtigsten davon ...

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Chefarztbehandlung im Krankenhaus

Vom “Chef einer Klinik” behandelt zu werden ist definitiv teuer. Solange die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden wird es den Patienten nicht weiter interessieren. Manchmal sind aber auch Eigenanteile für eine Chefarztbehandlung von den Versicherten zu tragen. Wie auch immer – bekommt man für die höheren Kosten tatsächlich eine bessere Leistung? Im Krankenhaus von einem Chefarzt behandelt zu werden ist ja grundsätzlich ein Privileg von Privatversicherten – es sei denn man will die Kosten dafür selbst tragen. Letzteres sollte man sich aufgrund der ausgeprägten Freude am Rechnungschreiben dieser Ärzte wirklich sehr gut überlegen. In wie weit diese Rechnungen gerechtfertigt sind kann man sicher streiten. Die Meinungen darüber werden sehr weit auseinander gehen. Generell stellten sich mir bei diesem Thema immer schon zwei Fragen: Wo liegt eigentlich der Vorteil einer ...

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Hamburger Kliniken verweigern Patientin die Aufnahme

Das Gesundheitssystem in Deutschland ist in mancherlei Hinsicht schon sehr fragwürdig. Das ist nichts Neues, daran haben wir uns (fast) alle schon gewöhnt. Oder besser ausgedrückt gewöhnen müssen, denn die Patienten fragt keiner. Einer Patientin (73) allerdings die stationäre Aufnahme verweigern, obwohl diese mit einem medizinischen Notfall eingeliefert werden soll (akuter Arterienverschluss) und heute noch mit den Folgen eines früheren Schlaganfalls zu kämpfen hat ist nicht nur menschlich betrachtet ein echtes Husarenstück. Letztendlich wurde sie in den frühen Morgenstunden und bei dichtem Nebel in eine Klinik eingeliefert, die sich rund 24 Kilometer von ihrer Wohnadresse entfernt befindet. Und dies ist für Hamburger Verhältnisse schon eine ungewöhnlich weite Strecke um ein Krankenhaus zu erreichen. Dabei hätten sich im Umkreis von 6 Kilometern 4 Kliniken befunden die eine Versorgung hätten erbringen können, ...

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PKV: Privatversicherte sollten genau hinsehen

Privat krankenversichert sein hat durchaus den einen oder anderen Vorteil auch wenn diese langsam weniger werden. Als einen gewissen Nachteil sehe ich den Umstand an, dass Arztrechnungen im Voraus zu bezahlen sind ehe die Erstattung durch die Krankenkasse erfolgt. Solange es sich um ein paar einzelne Arztleistungen handelt ist dies nicht unbedingt ein Problem, die Rechnungsbeträge halten sich dann noch einigermaßen in Grenzen. Doch bei einem längeren Krankenhausaufenthalt und etlichen Untersuchungen – gerade bei älteren Menschen – kann dies schnell in viele Tausende gehen. Grundsätzlich gilt: Rechnung in jedem Fall genau kontrollieren. Allerdings ist es für den medizinischen Laien nicht immer einfach den Durchblick zu bewahren. Nicht alles was Ärzte und Krankenhäuser auf die Rechnung setzen wird von den Krankenkassen übernommen. Hat man die Rechnung schon vor der Kassenleistung bezahlt ...

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AK Wandsbek – Zweiteilung an Qualität

Wer geglaubt hatte, dass meine klinischen Herbsterlebnisse alles waren irrt sich genauso wie ich mich irrte – leider. Was im Norden Hamburgs begann fand im östlichen Stadtteil Wandsbek seine Fortsetzung. Was seitens der Heidbergklinik immer als Reha deklariert wurde, die ja zunächst auch für Bad Malente angedacht war, entpuppte sich nach knapp zwei Wochen als eine “Früh-Reha”. Dies allerdings im AK Wandsbek, was uns erst kurzfristig vorher mitgeteilt wurde. Die Klinik in Bad Malente hätte die Reha “abgesagt”, so lautete die Begründung uns gegenüber. Und das obwohl sich zwischen Zu-und Absage nichts verändert hatte? Eine solche Einrichtung für Früh-Reha nennt sich Geriatrie was gleichbedeutend ist mit Altersmedizin. Die Verlegung nach Wandsbek wäre genau genommen gar nicht notwendig gewesen, da es eine solche Abteilung auch im AK Heidberg gibt.  Auf eine ...

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Bitte bedienen Sie sich

Zum Haareraufen empfand ich den Vorfall in Sachen “Selbstbedienung” bei Getränken in einem Krankenhaus. Da steht ein Servierwagen auf dem Flur mit folgendem Text: Liebe Patienten, liebe Besucher! Bitte bedienen Sie sich. Das ist ja sehr freundlich – zunächst. Blöd ist aber die Organisation. Denn auf dem Servierwagen stehen zwar Gläser, Tassen und neben Saftflaschen auch Teebeutel, nur eben kategorisch kein heißes Wasser. Bleibt die Frage wie man zu der Tasse Tee kommen soll, nicht zuletzt auch für die Patienten selbst. Das heiße Wasser gibt es nur in der nebenan liegenden Teeküche. Diese darf man jedoch nicht betreten, wie dem Schild an der Tür zu entnehmen ist. Spricht man Personal darauf an hängt es davon ab welche “Kategorie” gerade Dienst hat. Als ich fragte hatte leider die Gruppe “ja ja ...

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Nur mit Termin

Ich bezeichne es mal als meinen persönlichen Witz des Tages was ich heute im Krankenhaus erlebt habe. Es ging darum, für eine Patientin mit Schlafstörungen eine Tablette zur Nacht zu besorgen bzw. dafür Sorge zu tragen, dass sie diese dann bekommt. Das Pflegepersonal kann nicht von sich aus die Verordnung von Medikamenten vornehmen, deswegen wurde ich an die Stationsärztin verwiesen. Diese wollte man mir ins Zimmer der Patientin schicken sobald sie da ist. Eine knappe Stunde später bemühte sich Frau Oberärztin doch tatsächlich mal zu erscheinen – etwas genervt wie sich gleich noch herausstellen sollte. Mit den Worten eigentlich bin ich gar nicht mehr da wurde ich gleich unterschwellig darauf hingewiesen, dass sie den Besuch doch als sehr lästig empfunden hat. Dem nicht genug, denn sie schickte nach einmal Luft ...

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