Zeit ist es geworden, dass der Gesetzesentwurf im Kabinett durchgewunken wurde. Strafen bis zu 50000 € können verhängt werden, wenn das Telefon permanent klingelt und am anderen Ende nur nervige Telefonverkäufer hängen und unerlaubte Telefonwerbung betreiben.

Das Unterdrücken von Rufnummern, nur damit der Angerufene nicht weiß wer am anderen Ende ist wird künftig mit Bußgelder bis zu 10000 € geahndet. Auch das Widerrufsrecht wurde gestärkt.

Schwierig dürfte nur sein, Namen und Anschrift eines rufnummerunterdrückenden Unternehmens herauszubekommen, da diese Daten sicherlich nicht ohne weiteres herausgegeben werden. Es sei denn auf der anderen Seite sitzt keine besonders große “Leuchte” (sowieso meist der Fall)!

Na dann ruft mal schön an….. :cool:

[update] Das entsprechende Gesetz, das Werbeanrufe mit unterdrückter Werbung verbietet ist inzwischen verabschiedet.

4 Kommentare

  1. 30.07.2008 - 12:09 Uhr
    Frank

    Einfach auflegen. Das ist nach wie vor das effektivste Mittel.

  2. 30.07.2008 - 12:26 Uhr
    Dirk

    Ich hatte davon auch gerade im Radio gehört. Ich denke dass mit den Anrufen hat eine ähnliche Ursache wie beim E-Mail-Spam. Beim E-Mail-Spam wird man ja stärker ins Visier genommen, wenn man mit der E-Mail-Adresse zu sorglos umgeht und sie in alle möglichen Registrierungsformulare eingibt. Auch ohne solche Registrierungen bekommt man zwar Spam, aber doch deutlich weniger. Bei den Telefonaten ist meine Vermutung, dass das Anrufaufkommen steigt, wenn man verstärkt an Gewinnspielen teilnimmt. Mein Vater macht z.B. recht viele Kreuzworträtsel, das ist eigentlich unproblematisch und die Zeitschrift ist auch seriös, aber nichtsdestotrotz sickern unsere Kontaktdaten wohl zu falschen Firmen durch. Dasselbe gilt dann auch für postalischen Spam, wobei dort – genauso wie bei den Anrufen – die Kosten für die Spammer ja recht hoch sind (im Gegensatz zu E-Mail-Spam) und daher kaum Werbung eintrudelt.
    Wenn man solche Anrufe bekommt, dann hat es bei mir auch schon funktioniert, den Leuten freundlich aber bestimmt zu sagen, dass man nichts kauft und auch keine weiteren Anrufe erhalten will. Einige akzeptieren das, sind ja schließlich auch nur Menschen auf der anderen Seite.

  3. 30.07.2008 - 12:27 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    Das stimmt – einerseits. Andererseits lernen es manche erst wirklich dann, wenn es Bußgelder hagelt. Ohne Unterdrückung der Rufnummer weiß ich wenigstens mit wem ich es zu tun habe und kann entscheiden ob ich annehme oder nicht.

  4. 02.02.2010 - 16:37 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    Was lange währt wird endlich gut. Die ersten Geldstrafen für Werbeanrufe sind verhängt. So langsam sollte die dreisteste Firma begriffen haben, dass es schlichtweg ein Gesetzesbruch ist derartige Anrufe über Call-Center in Auftrag zu geben.

    Dass die Call-Center gleich mit abgestraft wurden ist vollkommen richtig!


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