Firefox 3.5.7 führte in manchen Fällen immer zum Absturz. Nach meinen Beobachtungen stürzte der Browser immer dann ab, wenn Webseite viele externe Quellen nachgeladen haben, insbesondere Dienste wie Blogverzeichnisse etc., die aus welchen Gründen auch immer sehr verzögert waren. Auch das Deaktivieren aller installierten Add-Ons beseitigte das Problem nicht, was zunächst von mir vermutet wurde.

Jetzt hab ich heute mal das Update auf FF 3.6 gefahren um eventuelle Schwächen der Version 3.5.7 zu umgehen. Die aktuelle Version des Firefox gibt es als ppa von Mozilla. Diese Paketquelle umfasst anders als die ubuntu-mozilla-daily Quelle nicht die experimentellen Versionen des Browsers sondern ausschließlich die stable-Variante. Mit nachfolgendem Befehl kann die Quelle über den Terminal in Ubuntu Karmic Koala 9.10 integriert werden (via Linux und ich):

sudo add-apt-repository ppa:mozillateam/firefox-stable

Nach dem Hinzufügen ist noch ein Update der Paketquellen erforderlich:

sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade

Firefox war nun installiert, aber lies sich nicht normal starten bzw. brach den Startvorgang ab. Diesmal lag es an den installierten Add-ons. Im abgesicherten Modus (über Terminal: firefox -safe-mode) läuft Firefox nachdem mit dem Startvorgang alle Add-ons vorläufig deaktiviert wurden. Als Problem vermute ich das deutsche Sprachpaket der Version 3.5.7. Ein aktuelles Sprachpaket für Firefox gibt es hier.

Jedenfalls funktionierte Firefox 3.6 nach Installation des neuen Sprachpakets einwandfrei, auch alle anderen Plugins mit Ausnahme von Goggles PageSpeed liefen einwandfrei.

Mein persönliches Fazit: Das Update hat sich gelohnt, der Browser läuft stabiler und spürbar schneller als die Version 3.5.7 und es kommt zu keinen Abstürzen mehr – auch nicht bei den oben bereits beschriebenen längeren Ladezeiten von externen Quellen.

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6 Kommentare

  1. 6. Februar 2010 - 16:21 Uhr
    Siegfried

    Interessant. Ich nutze auch Ubuntu Karmic Koala und FF 3.5.7. Ich hatte auch Abstürze, die ich aber mit der Deaktivierung von YSlow abstellen konnte. Läuft seitdem problemlos. Firebug habe ich übrigens nicht deaktiviert, nur das darauf aufsetzende YSlow.

  2. 7. Februar 2010 - 11:55 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    YSlow kann es nicht gewesen sein, da alle Add-ons deaktiviert wurden. Wird wahrscheinlich auch hier so sein, dass es viele Konstellationen gibt, die zum Absturz oder zumindest zu Problemen führt. Updates sind zwar nicht immer ein Allheilmitel – hier zumindest schon.

  3. 7. Februar 2010 - 13:28 Uhr
    Markus

    Klasse Tipp, danke. Ich hatte zwar unter Kubuntu keine Firefox-Abstürze zu verzeichnen, dennoch ist mir die 3.6er Version lieber. Bei startete Firefox nach dem Update übrigens ohne Probleme, nur eben ohne deutsche Lokalisierung ;)

    Gibts da eigentlich auch eine Quelle für Thunderbird? Der 3er ist doch deutlich besser, steht aber für den Koala noch nicht zur Verfügung…

  4. 7. Februar 2010 - 15:03 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Markus: Den Thunderbird 3 betreffend habe ich noch keine Quelle außer dem Direktdownload. Auch bei den Releases gibts dazu leider nichts anders. Ich habe auch ein gesteigertes Interesse am TB 3.0. Und mit der non-repo-Soaftware habe ich es nicht wirklich so gerne.

  5. 15. Februar 2010 - 12:52 Uhr
    Markus

    Ups, bei mir war es genau anders herum. Ich hatte Firefox 3.6 von obigem Repository installiert und habe nach 2 Tagen wieder entfernt. Grund war überwiegend die Instabilität dieser Version. Aber selbst wenn Firefox stabil gewesen wäre hätte ich ihn wegen ignorieren der Systemeinstellungen für Subpixel Rendering (Siehe unter Einstellungen, Erscheinungsbild, Schriftarten) wieder entfernt. Mit den bunten Schatten um jeden Buchstaben ist der Mozilla aus dem PPA bis zum beheben dieses Bug (Compile mit -enable-system-cairo) für mich unbrauchbar.

  6. 15. Februar 2010 - 16:40 Uhr
    Thomas   bei Twitter:

    @Markus: Willkommen bei Nicht-spurlos. Auch eine interessante Variante. In einem sind sich Linux und Windows eben ähnlich. So manche Dinge hängen eben stark von der eigenen Rechnerkonfiguration ab. Was bei mir einwandfrei läuft muss bei einem anderen noch lange nicht funzen. Nichts desto trotz lassen sich bei Linux aber schneller und dauerhaftere Lösungen finden als das bei MS gewohnt war. Ich denke, dass der Bug schnell behoben sein wird.


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