“Über mich” – was muss, was kann?

Über mich oder About – diese Seiten findet man auf dem Weg durchs Netz sehr häufig. Gestaltung, Inhalte und Umfang unterscheiden sich zum Teil erheblich. Muss man eine solche Seite haben und wenn ja, was soll die Seite beinhalten? Wie sieht eigentlich eine “gute” About-Seite aus?  Mit dem Inhalt ist es wie mit der Positionierung, der eine macht daraus eine ganze Seite, der andere begnügt sich mit einem “Dreizeiler” in der Sidebar.

Dieses Thema beschäftigt diese Woche den  Webmaster-Friday.

Ist eine “Über mich Seite” notwendig?

Zwingend notwendig ist diese Seite nicht, aber sie schafft ein quasi “besseres Verständnis” zwischen Autor und Leserschaft. Ein Blog ohne den kleinen Steckbrief über dessen Autor ist ein wenig zu anonym gehalten. Ich selbst gehöre zu den Lesern, die sehr gerne mal einen Blick darauf werfen und mehr über den Betreiber erfahren wollen. Das geschieht weniger aus purer Neugier. Vielmehr ist es so, dass ich ohne den Autor zu “kennen” den einen oder anderen Artikel nicht richtig verstehe oder besser ausgedrückt, mancher Artikel kann einen falschen Eindruck erwecken.

Mit ein paar Hintergrundinformationen kann ich den Autor “besser einschätzen” und verstehe leichter was er zum Ausdruck bringen möchte.  Bei reinen Technikblogs, Fotoblogs usw. ist es natürlich anders gelagert als bei Blogs die querbeet berichten. Ein Blog ohne den Steckbrief lese ich natürlich genauso, über die Qualität des Bloginhaltes sagt ein “Über mich” nichts aus.

Welchen Inhalt soll diese Seite haben?

In Bild des Autor unterstreicht den Steckbrief noch zusätzlich zu den dort bereitgestellten Informationen. Doch spätestens jetzt kommt der Punkt mit dem Datenschutz. Einerseits wird den Internetusern von vielen Sichtweisen her mit an die Hand gegeben, dass sie nicht zuviel von sich preisgeben soll, andererseits schreibt man dann eine “Über mich Seite” die genau diesen Ratschlag gewissermaßen missachtet.

Bei so mancher “Über mich Seite” habe ich mir schon gedacht, dass die hier preisgegebenen Details etwas zu weit führen.  Es muss eben jeder selbst wissen was er offenbaren möchte und was nicht, hier spielt die Eigenverantwortung eine entscheidende Rolle! Ein bisschen über die eigenen Interessen und Hobbys sowie den Grund warum man den Blog gegründet hat gehören schon rein. Komplette berufliche Lebensläufe und Berichte über Besitztümer haben dort meines Erachtens nichts verloren.

Werden solche Seiten überhaupt gelesen?

“Über mich” ist von Beginn an auch ein Bestandteil von Nicht spurlos.  Während dort anfangs relativ wenig Inhalt zu finden war ist es inzwischen umfangreicher geworden. Doch ungeachtet dessen sprechen die Statistiken eine deutliche Sprache. Meine “Über mich” wird übers Jahr betrachtet nicht so oft gelesen, dass man dies als besonders bemerkenswert erachten müsste. In 2011 wurde sie 312 mal bei einer Absprungrate von 83% aufgerufen. Einen Maßstab wird es hier wohl nicht geben, andere Blogger haben den Eindruck, dass ihre About-Seite erstaunlich oft gelesen wird.

Ich umschreibe es mal so, die Seite steht und “frisst kein Heu”. Den Platz den sie einnimmt hat man allemal zur Verfügung. Wer sie lesen mag darf dies gerne tun, wer lieber darüber hinweg geht…. auch in Ordnung.

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

2 Kommentare zu “Über mich” – was muss, was kann?

  1. Sylvi schrieb:

    Hej Thomas,

    wow, ich habe heute das erste Mal *schäm* Deine “Über-mich”-Seite gelesen. Komisch, normalerweise interessiert es mich immer, wer hinter einem Blog steckt, aber hier ist sie mir wohl nicht direkt ins Auge gesprungen.

    Da hast Du Dir ja richtig Mühe gegeben und viel von Dir erzählt.
    Meine “Über-mich”-Seite ist da ja eher sparsam verfasst.
    Allerdings war es mir wichtig klarzustellen, dass ich ein absoluter Amateur in Sachen Bloggen und Programmierung bin und mir alles mehr oder weniger autodidaktisch angeeignet habe. Naja, und eben auch, wie mein Blog entstanden ist.
    Schon alleine deswegen, damit ich nicht allzu große Hoffnungen wecke, was weiterführende Informationen zu meinen Beiträgen betrifft. smilie

    Genau wie Du blogge ich auch rein privat und absolut werbefrei. Das war mir auch unheimlich wichtig klarzustellen.

    Einen schönen Blog mit interessanten Beiträgen hast Du da geschaffen. Weiter so! :yes:

    Lieben Gruß
    Sylvi

    • Thomas schrieb:

      Das ist weiter nicht schlimm. Schließlich wird die Seite jetzt nicht sooo agressiv beworben, sie steht halt da oben smilie . Meine Seite war wie schon erwähnt nicht immer so lang, zu Beginn war diese durchaus spärlich. Danke für Deine Lob und Deinen Besuch… Wiedersehen macht Freude smilie .

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