Warum mich Olympia nervt obwohl ich sie nicht schaue

Olympia ist jetzt nicht die Sportveranstaltung die mich aus dem Sitz reißen würde – liegt mir einfach nicht so. Es sind allerdings nicht die Sportler die mich nerven – mit Ausnahme derer die zu Beginn schon wieder dem Doping frönen –  sondern vielmehr die beispiellose Arroganz der Organisatoren – dem IOK.

Kritische Stimmen an London 2012 dürfen nicht mit der offiziellen Webseite verlinkt werden. Hinter so einer “Vorschrift” sehe ich eher eine Art von Blendgranate. Als würde man mit einem kritischen Olympia-Bericht wie z.B. diesem hier die Veranstaltung nicht in Verbindung bringen, nur weil hier kein Link zur Webseite steht. Die Kritikfähigkeit des IOK scheint nicht wirklich vorhanden. Oder anders ausgedrückt, man filtert via Nutzungsbestimmungen jede Kritik aus. :nenene:

Als würde das IOK mit dieser Veranstaltung nicht schon genug verdienen, nein ich darf nicht mal Bilder von Olympia veröffentlichen die ich dort angefertigt habe – wäre ich denn dort. Das  olympische Komitee hat es neben den Milliardeneinnahmen also noch notwendig am “Polaroid von Tante Erna” mit zu verdienen bzw. hat offenbar Angst hier noch ein paar Euros zu “verlieren”. :nenene:

Der wahre Charakter von olympischen Spielen geht Stück um Stück verloren. Das IOK trägt hierzu mit bestem Wissen und Gewissen dazu bei. Zusammengefasst ausgedrückt: Wir machen uns die Welt, widdewidde, wie sie uns gefällt!

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

11 Kommentare zu Warum mich Olympia nervt obwohl ich sie nicht schaue

  1. Aquii schrieb:

    Das gilt mittlerweile nicht nur für Olympia, sondern auch für andere Großveranstaltungen. Das wird doch alles so wunderbar für das Volk inszeniert, es soll die Bilder konsumieren (Live vor Ort ist wohl kaum einer, weil die Karten 1. von Sponsoren geblockt werden und 2. Restkarten so teuer sind, dass es sich ein Normalsterbliche nicht mehr leisten kann). Also Klappe halten und fernsehn anschalten und ansonsten nicht darüber nachdenken, was zwischenzeitlich so veranstaltet wird oder gar durch den Bundestag gewunken wird. Willkommen im Deutschland der Zukunft!

  2. Lordy schrieb:

    Wenn man sich mal die Presse-Unterlagen für die jüngst gelaufenen Fußball-EM anschaut, dann wird man dort ähnliches finden, wenn es um den Einsatz von Bild und Text etc. geht. Das ist mittlerweile – leider – normal.

    Hält mich aber im Normalfall halt auch nicht davon ab, Kritik zu äußern. Ob mit Link oder ohne. Und da ich eh nicht in London bin, ist die Sache mit den Fotos Gott sei Dank für mich wenig interessant. Auch wenn ich die Empörung natürlich verstehen kann, so ist es zumindest kein riesiger Dorn in meinem Auge.

    Da gibt es aktuell andere Sachen xD.

  3. Thomas schrieb:

    @Aquii: Die Eintrittspreise sind sowieso jenseits von Gut und Böse… Eröffnungsfeier 2500 Pfund und mehr… wer´s braucht!

    @Lordy: Sicher ist es bei der EM nicht sehr viel besser, aber von einem “Linkverbot” habe ich da nichts gehört / gelesen. Das ist dann schon ein wenig überzogen. So spricht man wenigstens auch in “meinen Kreisen” von Olympia smilie .

    Dass es andere und viel wichtigere Themen gibt ist unbestritten.

  4. Lordy schrieb:

    Sicherlich ist es überzogen. Absolut. Total. Über alle Maßen. Aber wer weiß, was im Bundestag gerade beschlossen wird, während wir uns darüber aufregen… *lach* smilie

  5. TmoWizard schrieb:

    Hallo Thomas!

    Das leidige Thema mit dem Linkverbot habe ich auf meinem Blog auch vor kurzem verarbeitet, natürlich auf meine Art und Weise mit “etwas” Spott verbunden! Aber das weißt du ja schon, da du bereits einen Kommentar abgegeben hast. smilie

    Wenn man es genau nimmt, dann kann man das eigentlich schon als eine Art Zensur bezeichnen und da bin ich absolut dagegen! smilie

    • Thomas schrieb:

      @TmoWizard: Ich hatte Deinen Bericht gelesen ja… er trifft es mit der zynischen Note ziemlich genau. Zensur? Ja doch, so könnte man es ein Stück weit nennen. Nicht ganz, denn die Kritik gibt es ja auch so… ohne Verlinkung zu London 2012.

      @Martin: Wobei hier einschlägige Blogs völlig anders verfahren wie ich immer wieder sehen kann. Blödsinn ist es bei Olympia wie auch bei allen anderen Veranstaltungen smilie .

  6. JA das Verweigern des Rechtes am privaten Bildern und Fotos, die man selber erstellt hat, ist aber nicht nur bei Olympia so, sondern auch in der Bundesliga, wenn du Fotos in Stadien machst – bis hinunter in die 3. und 4. Liga!

  7. Kerstin schrieb:

    Ich finde das Linkverbot auch krass. Und ich muss mich Timo anschließen, das ist nicht nur so eine Art Zensur, das nenne ich auch Zensur.
    Ob Olympia oder EM – macht für mich keinen Unterschied, finde es gleichermaßen überzogen.

    • Thomas schrieb:

      @Kerstin: Willkommen bei Nicht spurlos. Das mit der Zensur wollen “die” bestimmt nicht hören – auch wenn Du damit richtig liegst.

      @Marc: Alleine wegen der Bitte sollte man den Up- / Downstream massiv in die Höhe treiben smilie .

  8. Marc schrieb:

    Am besten finde ich ja bisher die “Bitte” des IOK, dass die Zuschauer weniger mit ihrem Smartphone online gehen sollen, da das Netzwerk überlaste ist… smilie

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