Politik Gesetze

Datenschutzerklärungen, also das Kleingedruckte its ja das, was wir in den meisten Fällen eher nicht oder nur sehr oberflächlich lesen. Und mal ehrlich, wenn man einen Blog besucht und dort ggf. auch einen Kommentar hinterlässt liest man die Datenschutzbedingungen doch wirklich gar nicht. Zumindest ich tu das nicht, das gebe ich ganz offen zu. Dennoch muss so ein Teil zwingend in Blog integriert sein – Vorschrift ist Vorschrift.

Jetzt hab ich über Gregel dot com erfahren, dass es für Social Plugins wie sie in vielen Blogs verwendet werden eine Erweiterung der Datenschutzerklärungen braucht. Der „unbeachtete“ Text am Rande der Blogs muss also noch weiter aufgeblasen werden, will man sich nicht der Gefahr eines Bußgeldes aussetzen. :nenene:

Also nutzt die Sommerpause und passt Eure Datenschutzbedingungen an – erwartet aber nicht, dass es jemand lesen wird. Hauptsache man hat wieder eine Vorschrift mehr am Hals. Jetzt fehlt nur noch, dass ich eine Belehrung hier anbringen muss, dass durch das Besuchen meiner Webseite Traffic entsteht, der ggf. zu Mehrkosten führen kann, ist das Trafficlimit bereits erreicht oder überschritten. Deutschland – Du und Deine Gesetze…

Ich werde mir gleich heute Abend ein paar kluge Zeilen dranheften.

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Mal ehrlich – lest ihr auf Blogs Datenschutzerklärungen?

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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13 Kommentare
  1. Jens sagte:

    Ja natürlich,

    ich druck mir die jedesmal aus und maile mir die auch noch für 0,55 € per ePost zu, damit ich auf der sicheren Seite bin ;-)

    Natürlich nicht, aber die Abmahnanwälte müssen ja auch was zu tun haben!

    Antworten
    • Thomas sagte:

      @Jens: Falls Dir wegen des Besuchs hier Kosten entstehen dann sag das… ich erstatte Dir die Briefmarken :lol: .

      @Kiri: Ob man sich dessen so sicher sein sollte, dass man auf viele Dinge im Impressum verzichten kann. Das weiß man bei unseren Gesetzen nie.

      @ollerOsel: Dein Wort in Gottes Gehörgang. In meinem Leben wird das nicht mehr der Fall sein.

      @Fischkopp: Noch mehr kopieren? Mal sehen :cool: .

      Wie gesagt, den Hinweis auf möglichen, kostenverursachenden Traffic sollte man noch anbringen… :nenene: .

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  2. Kiri sagte:

    Ach, es ist so schön, wenn man Daten nur anonymisiert für Statistikzwecke einsammelt und diese binnnen einer Woche wieder löscht.

    Und keinerlei Bling-Bling von Drittanbietern einbaut.
    Erspart man sich viel Ärger und Impressumstext. :jubel:

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  3. oller Osel sagte:

    Das kommt dabei heraus, wenn nicht-Internet-afine Politiker Gesetze und Verordnungen beschließen. Das wird sich erst ändern, wenn auch der letzte Mensch in der Jetzt-Zeit angekommen ist.

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  4. Fischkopp sagte:

    Ich hatte das am Freitag aufgrund einer Pressemitteilung des Bundesbeauftragten für DS schon am Freitag zur Kenntnis genommen und meine angepasst und den Text auf diverse Dienste erweitert. Wer mag, kann sich das rauskopieren… ;-)

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  5. Alex sagte:

    Hallo.

    Das mit den Datenschutz-Zeilen, die lese ich auch nicht durch. Nur habe ich meinen Blog neulich auch erst aufgefrischt, was das angeht. Tja… Deutschland und seine Gesetze! :)

    Gruß, Alex

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  6. John sagte:

    Vielen Dank für den Datenschutz-Aufblase-Hinweis; ich wollte mich demnächst sowieso etwas näher mit dem Thema Internetrecht befassen – so habe ich einen guten Anlass, um mich ein wenig intensiver mit dieser mehr oder weniger geistreichen Materie herumzuschlagen. Gibt es eigentlich kein gutes WordPress Plug-In, das einfach eine wasserdichte Datenschutzerklärung generiert, die zu 100% abmahnsicher ist? Dafür würde ich sogar ein paar Euros investieren^^

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  7. Horst Schulte sagte:

    @Jens: Offenbar werden die Datenschutzerklärungen doch gelesen. Und daraufhin reagieren dann auch Datenschutzbeauftragte. Lies mal bei mir…

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  8. Thomas sagte:

    @Horst Schulte: Darüber kann man jetzt denken wie man möchte. Ob der Datenschutzbeauftragte hier wirklich eingesetzt werden muss ist echt eine gute Frage. Besser wäre es wohl eine Kaffeefahrt-Betrugsfirma zu eröffnen, denn das interessiert in Deutschland kein Schwein. Schon ein merkwürdiges Land…

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Trackbacks & Pingbacks

  1. Fischkopp Blog » Blog Archive » Aktualisierung meiner Datenschutzbestimmungen sagt:

    […] mal ein juristischer Blow-Job für die Datenschützer, Thomas schuf in seinem Blog-Beitrag so passend den Ausdruck “aufgeblasene Datenschutzbestimmungen”), da musste ich noch […]

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