Beiträge rund um die schönste Sache der Welt, dem Fussball. Allem voran natürlich Themen zum FC Bayern und dem Hamburger SV.

HSV Abstieg 2. Bundesliga

Das 55. Jahr des HSV in der Bundesliga – es wollte (konnte) einfach nicht gelingen. Nach 54 Jahren ist die Uhr des einstigen Gründungsmitglieds der Fussball Bundesliga heute einfach stehen geblieben. Dabei ist doch eigentlich die Sieben das mit dem verflixten Jahr…..

54 Jahre – 262 Tage – 36 Minuten – 20 Sekunden

Seit Jahren hängt der „Dino“ spätestens zum Saisonende, oft schon viel früher im Tabellenkeller der Fussball Bundesliga fest, entkam mehrfach durch die Religation und nur mit Glück dem Abstieg in die 2. Bundesliga. Jetzt in der Saison 2017/2018 ist dies dem HSV nicht mehr gelungen. Bereits mit dem 0:0 im „ersten Endspiel“ gegen Mainz 05 am 25. Spieltag und eine Woche später beim traditionellen Debakel beim FC Bayern München (0:6) war klar wo die Reise mit dieser Leistung hingehen wird.

Die Mannschaftsleistung lies bis zuletzt – mit verschwindend geringen Ausnahmen – auch nicht wirklich auf rosigere Zeiten in der Zukunft hoffen. Die wenigen Momente an denen man dachte, na jetzt packen sie es doch verpufften alle kläglich. Die Personalsanierungen auf der Führungsebene des Vereins kamen eindeutig zu spät. Nur alleinig daran lag es ohnehin nicht. Die Probleme des HSV sind sehr vielseitig und nicht mit einem Satz zu erklären.

HSV in der 2. Liga – wie wird das funktionieren?

HSV Abstiegsgefahr

Es brennt lichterloh beim Traditionsverein HSV

Nun muss sich der HSV in der Saison 2018/2019 in der 2. Bundesliga beweisen, zusammen mit dem 2. Direktabsteiger Köln. Ganz bestimmt kein leichtes Unterfangen auch wenn sich dies zunächst vielleicht so anhören mag. Beispielsweise Kaiserslautern oder 1860 München haben sich mit ihrem Abstieg bis heute nicht mehr hundertprozentig gefangen. Es muss sich einiges bewegen in Hamburg, will man den sofortigen Wiederaufstieg bewerkstelligen. Es wird ein weiter und anstrengender Weg werden.

Finanziell wird’s ebenso ein Kraftakt für den Verein werden. Was wird aus dem bisherigen Kader des HSV? Wohin gehen die Zuschauerzahlen bei Heimspielen in der zweiten Liga, die Anzahl der Dauerkartenverkäufe? Hat das Hamburger Publikum nach so vielen desaströsen Jahren im Kampf gegen den Abstieg tatsächlich Lust auf Spiele gegen Heidenheim, Aue, Duisburg & Co? So viele offene Fragen deren Beantwortung erst die Zeit mit sich bringen wird.

Es wird etwas fehlen in der kommenden Saison, ungewohnt wird der Anblick der Tabelle sein ohne den Hamburger SV, selbst wenn er oft im Keller stand und speziell für meinen Verein ein sehr guter Punktelieferant gewesen ist. Der HSV kommt wieder, dessen bin ich mir absolut sicher. Dazu braucht es aber dringend konstante Leistungen und eine durchwegs bessere Vereinsmoral – von der obersten bis zur untersten Ebene. Es ist an der Zeit jetzt damit anzufangen. Wenn nicht jetzt – wann dann?

Spätestens der heutige Tag hat es eindrucksvoll ans Licht gebracht, eine lange Tradition alleine beinhaltet noch nicht das pauschale Recht auf Erstklassigkeit im Fussball. Und schuld sind weiß Gott nicht immer und generell die Trainer. Oft muss man hier viel tiefer ins Detail gehen um die Probleme im Verein wieder in den Griff zu bekommen. Dazu hat der HSV nun Zeit – es wird aber auch langsam Zeit!

Chaoten lassen es zum Ende noch mal „krachen“

Da nützte es schlussendlich auch nichts dass „gewisse Anhänger“ des HSV das Stadion mittels Böllern in schwarzen Rauch und Brandherde stürzen. Was für ein dadurch blamabler Abgang in die zweite Liga. Solche total hirnlosen Chaoten die mit dem Fussball gar nichts am Hut haben braucht der HSV nicht, nicht im Oberhaus und auch nicht in der zweiten Liga. Solche Leute braucht gar niemand!

Die Gewalt gegen Schiedrichter wird im Fussball zu einem zunehmend größeren Problem. Insbesondere, aber nicht ausschließlich, in den Amateurligen und im Jugenfussball. Immer häufiger liest man von abgebrochenen Partien in den Kreisligen oder Landesligen, nach dem entweder Spieler selber oder Zuseher zumeist hilflose Schiedsrichter attakiert haben.

80.000 qualifizierte Schiedsrichter

In der Bundesrepublik gibt es rund 80.000 qualifizierte Schiedrichter, von Jugendlichen in den Nachwuchsligen bis zu bekannten Bundesliga-Schiedrichtern wie Wolfgang Stark. Die besten von ihnen können in Deutschland zwar gut verdienen, bleiben aber Amateure. Die große Mehrheit dieser 80.000 hingegen bekommt aber gerade mal eine Aufwandsentschädigung und tut sich diese Aufgabe aus Liebe zum Spiel an.

Emotionaler Druck in der Champions-League

Dafür müssen sie sich angesichts eines immer schneller und athletischer werdenden Spiels, einer rigorosen Ausbildung unterziehen sowie sich Schritt für Schritt hocharbeiten. An der Spitze angekommen stehen dann, mit Bundesliga, englischen Wochen, Cup, Europa-Cup-Spiele und auch internationale Begegnungen der Nationalmannschaften mehrere Spiele in der Woche an. Auf diesem Level werden alle Entscheidungen minutiös mithilfe dutzender Kamereinstellungen analysiert, kritisiert und oftmals von Trainers bewusst zur Ablenkung von eigenen Schwächen eingesetzt. Physische Gewalt gegen die Schiedsrichter oder ihre Assistenten stellen in der Bundesliga oder Champions-League klar die Ausnahme dar.

Physische Bedrohung in der Kreisliga

Ganz anders sieht es aber an der Basis aus. In den unteren Ligen sind Zwischenfälle schon fast Normalität und ein Zeichen für die zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft. Im vergangenen Jahr wurden dabei rund 600 physische Attacken gegen Schiedsrichter verzeichnet. Zudem gibt es auch noch eine hohe Dunkelziffer an nicht gemeldeten Fällen, bei denen Schiedsrichter zum Beispiel „nur“ gerempelt oder verbal massiv bedroht werden. Umfragen unter Schiedsrichtern bestätigen dieses Bild. Ganze 40% gaben an, schon in ihrer Karriere bedroht worden zu sein. Unglaubliche 20% wurden sogar bereits Opfer körperlicher Gewalt.

Ähnliche Zahlen kennt man auch auf der britischen Insel, wo in den letzten Jahren um die 7.000 Schiedsrichter frühzeitig ihre Karrieren beeden mussten, nachdem sie dem Druck nicht mehr Stand halten konnten. Einer der bekanntesten ehemaligen Schiedsrichter in der Premier League war Graham Poll. Auch er trat nach einer Fehlentscheidung bei der WM 2006 in Deutschland frühzeitig zurück. Der Brite schlägt klare Regeln für das Verhalten von Spielern und Trainern als Lösung für die zunehmende Gewalt gegen Schiedsrichter vor. Denn obwohl in den höchsten Leistungsstufen des europäischen Fußballs es ganz selten zu körperlichen Zwischenfälle gegen Schiedsrichter kommt, imitieren Jugend- und Amateurfussballer gerne das aggressive Verhalten ihrer Idole und schlagen dabei schon mal über die Stränge. Gerade hier müssen sich so prominente Schreihälse wie Jürgen Klopp oder Jose Mourinho ihrer Vorbildwirkung mehr bewusst werden.

Respektvoller Umgang als Ziel

Mittelfristiges Ziel aller Akteuere sollte, ähnlich wie im Rugby, der respektvolle Umgang miteinander sein. Denn Schiedsrichter können nicht länger das Ventil für gesellschaftliche Probleme, schlechte Erziehung oder auch nur unkontrollierte Emotionen sein. Auf die Gefahr hin in wenigen Jahren ein noch größeres Defizit an Schiedsrichtern zu haben, ist der deutsche Fussball aufgerufen dafür Sorge zu tragen, dass Spieler, Trainer, Funktionäre, Zuschauer und Referees sich mit mehr Respekt begegnen.

FC Bayern 1860 München

Das nach Abschluss der Bundesliga immer die „saure Gurkenzeit“ anbricht was den Fußball betrifft kennt man ja. Neben den Wechselgerüchten und dergleichen mehr kann man viel lesen, man kann es sich aber auch wahrlich schenken. Für so manchen Reporter mag diese Zeit auch deswegen besonders schlimm sein. Wer will schon ständig irgendwelche alte Kamellen lesen die ohnehin…. na lassen wir das lieber.

Doch die haarsträubendste Idee – geboren wohl aus purer Langeweile – erreichte mit heute via Twitter. Der Vater dieser Idee hatte „einfach mal laut gedacht“. Letzteres wohl ohne weiter darüber nachzudenken, anders kann ich mir das nun beim allerbesten Willen nicht vorstellen.

Ich glaub es ja nicht.

Laufen den Löwen die treuen Anhänger davon weil der Abstieg in die 3. Liga droht? Ist die Allianzarena mit „den paar Leutchen“ irgendwie doch zu groß? Oder was könnte hinter einem solchen Wunschdenken noch stecken? Nur weil beide Vereine in einer Stadt spielen nun einen Fanclub namens Rot-Blau-Doppelherz e.V. zu gründen? Also bitte, das geht ja schon bald in Richtung von Perversität, jedenfalls meiner Ansicht nach.

Ich bin mir aber sicher, ehe so etwas geschieht feiern Schalke 04 und Borussia Dortmund zusammen freundschaftlich vereint auf dem Bökelberg Silvester.

Man muss es wohl wirklich als miesen Scherz sehen, als schlechten Traum oder was weiß ich….! Hoffentlich fängt um Himmels Willen die Fußball-Bundesliga bald wieder an. Und bis dahin bleiben wir (Roten) bitte hoffentlich mit derartigen, den kalten Schauer über den Rücken jagenden Ideen bitte bitte verschont. Herzlichen Dank.

Gewinner Verlierer Bundesliga

Jetzt ist es amtlich, die Saison 2014/2015 der 1. Fussballbundesliga hat quasi „den letzten Pfiff“ gehört und verabschiedet sich in die Sommerpause. Für die einen – FC Bayern München – war es eine Saison wie viele andere schon zuvor und sie sagen Servus mit der Meisterschale in der Hand. Dort wo Sieger sind gibt es natürlich auch Verlierer. Gleich 6 Vereine standen vor diesem letzten Spieltag auf der Kippe zwischen Klassenerhalt und Abstieg – Berlin, Freiburg, Stuttgart, Hannover, Hamburg und Paderborn.

So eng wie dieses Jahr war es in der ganzen Bundesligageschichte bislang noch nie gewesen. Das Motto heute ganz klar: Rette sich wer kann!

Am Ende reichte es für Paderborn und Freiburg nicht den Klassenerhalt zu erreichen, hier heißt es Direktabstieg. Für den Hamburger SV bleibt – wie auch im letzten Jahr – noch der Hoffnungsschimmer zweier Religationsspiele – Hopp oder Topp. Nächsten Donnerstag gehts los damit. Wer der Gegner sein wird entscheidet sich morgen Nachmittag in der 2. Bundesliga wo es mit 3 um den Aufstieg kämpfenden Vereinen ebenfalls sehr eng ist.

Ein dickes blaues Auge für den HSV. Auch wenn man heute zunächst feiert, es folgen noch zwei weitere Spiele. Und da braucht es Leistung und keine solche Trauerleistung wie auch heute über sehr weite Strecken.

Weitere Gewinner dieser Runde

Anerkennenswert ist auf jeden Fall auch die Leistung des VfL Wolfsburg auch wenn es am Ende nicht zum Titel gereicht hat. Der Vollständigkeit halber will ich hier Dortmund nicht vergessen. Um ehrlich zu sein hatte ich zum Jahreswechsel den BVB dort gesehen wo heute der HSV steht. Das HB-Männchen an der Seitenlinie ist weg…. ein Unruhegeist nächste Saison weniger. Wer ich kennt weiß, dass ich ihn nicht mag, mochte oder was auch immer. Alle andere Teams im oberen Drittel waren dort mit Ausnahme des FC Augsburg (Platz 5) durchaus zu erwarten.

Als Gewinner betrachten kann sich auch der 1. FC Köln. Nicht immer konstant spielend aber in den entscheidenden Momenten dann doch auf der Höhe des Geschehens. Klassenerhalt nach Aufstieg – das passt. Hertha BSC und Stuttgart kann man auf den heutigen Tag reduziert auch als Gewinner sehen – das war knapp!

Gewinner Verlierer Bundesliga

Hamburger SV – Entscheidung vertagt

gelbe-rote-karteEs wäre seit der Vereinsgründung der erste Abstieg in die 2. Bundesliga überhaupt. Die berühme Countdown-Uhr im Stadion müsste auf Null gesetzt werden. Dieses Szenario ist vertagt und um zwei weitere Spiele erweitert worden. Die ganzen Maßnahmen mit Trainerentlassungen usw. haben unter dem Strich nicht gebracht. Man steht erneut mit einem Bein am Abgrund.

In der vorangegangenen Saison 2013/2014 sprang man dem Teufel sprichwörtlich gerade noch und mit verdammt viel Glück von der Schippe als man gegen Fürth die Religation überlebte. Letzteres Wort trifft es glaube ich recht gut. Ein Spiel für die Ehre sollte es heute werden, geworden ist es das gleiche Drama wie mindestens an 25 Spieltagen zuvor.Der Gewinn täuscht erheblich über den wahren Spielverlauf hinweg.

Fussball ist was anderes, dem FC Schalke 04 muss aber hier und heute gleiches bescheinigt werden. Ideenlos, wertlos, das Eintrittsgeld nicht wert.

Der größte Verlierer in meinen Augen wäre bei einem Abstieg das Publikum welches stets hinter dem Verein gestanden und eine solche – ich nenne es mal Misswirtschft – wahrlich nicht verdient hat. Die Zuschauerzahlen und somit die Einnahmen würden sinken, davon ist auszugehen. An einen Zuschauerschnitt von 50000 in der 2. Bundesliga glaube ich nun wirklich nicht.

Unglücklich und bereits abgestiegen ist der SC Freiburg. Ein blödes Eigentor der Breisgauer war am Ende Schuld an der Niederlage. Für Paderborn ist es nicht wirklich eine große Überraschung dass man wieder „runter“ geht.

Wer kommt aus der 2. Fussballbundesliga?

Der Meister FC Ingolstadt, dessen Vereinwappen irgendwie einen Touch von Formel 1 (Audi in der Formel 1 ???) hat, ist auf jeden Fall mit dabei wenn im August die neue Saison im Fussballoberhaus angepfiffen wird. Der erste Aufstieg der Vereinsgeschichte in die 1. Bundesliga. Noch drei weitere Vereine stehen in den Startlöchern zum Aufstieg in Liga 1, der Karlsruher SC, Kaiserslautern und Darmstadt 98. Alle drei Vereine können aber auch rein rechnerisch in der Religation wiederfinden.

Das meines Erachtens heißeste Duell des letzten Spieltages findet auf dem „Betze“ in Kaiserlautern statt wo Meister Ingolstadt zu Gast ist. Schlagen die Lauterer den frischgebackenen Meister und steigen auf? Das Stadion wird garantiert beben.

Darmstadt 98 bekommt es mit den Hamburgern aus St. Pauli zu tun. Eine sicherlich lösbare Aufgabe, denn ein Sieg muss zwingend her um den direkten Aufstieg und somit auch den Durchmarsch aus Liga 3 sicherzustellen. Der Karlsruher SC kann zum einen in die 1. Bundesliga aufsteigen und zum anderen – Schützenhilfe weiterer Vereine natürlich mit eingerechnet – den TSV 1860 München in Liga 3 befördern. Für mich als „Roten“ auch ein schöner Gedanke :-) .

Also auf gehts KSC, hoch gewinnen und die Tordifferenz im Auge behalten, dann ist es egal was Lautern macht. Egal wie es ausgeht, auf den Religationsteilnehmer der 2. Liga wartet der Hamburger SV. Und das wird – soviel ist mal ganz sicher – ein heißer Tanz in zwei Aufzügen.

Fazit

Trotz der Überlegenheit des FC Bayern war es wieder eine spannende Saison mit viel Auf und Ab gewesen. Wieder einmal mehr wurden Trainern Schuldzuweisungen gemacht welche sie am Ende mit dem Raufwurf schlucken mussten. Und hier mach ich keinen Hehl daraus, dieser Satz ist in erster Linie in Richtung Hamburger SV gerichtet. Weil der im wahrsten Sinne des Wortes und für mein Dafürhalten „der Fisch an einem anderen Ende stinkt“, nicht auf der Trainerbank. Zweimal am Abgrund stehend sollte ausreichen zu nachdenken und vorallem handeln.

UnsinnWie jedes Jahr gehörte natürlich auch diesmal wieder einiges an Dummgesabbel mit dazu. Zuletzt von wegen Wettbewerbsverzerrung usw. usf. Hierzu sei nur so viel gesagt bzw. geschrieben. Wenn es ein Verein über eine ganze Saison hinweg nicht zusammenbringt zumindest über größere Strecken ordentliche Leistung abzuliefern und somit auch ausreichend viel Punkte einzusammeln, dann soll man sich am 33. oder 34. Spieltag bitte nicht beschweren wenn der Fahrstuhl abwärts geht.

Auch nicht als Fan oder Sympatisant von der Abstiegsgefahr betroffener Vereine. Basta.

Ich freue mich jedenfalss auf den neuen Farbtupfer wie man so schön sagt aus Ingolstadt. Sie müssen es ja nicht gleich so krass wie Kaiserslautern einst machen, zuerst aufsteigen und dann gleich Meister werden. ;-)

HSV Abstieg 2. Bundesliga

In der Saison 2013/2014 stand der HSV bereits mit mehr als einem Bein in der 2. Bundesliga. Mit Glück konnte man in der Religation beim Rückspiel in Fürth den allerletzten Strohhalm greifen und im Oberhaus verbleiben. Ich und sicherlich viele andere haben nun gedacht, dass dies ein Schuss vor den Bug war der die Mannschaft wachgerüttelt hat.

Weit gefehlt. 6 Spieltage vor dem Saisonende ist der Hamburger SV nach der Niederlage gegen den VfL Wolfsburg wieder auf einem Abstiegsplatz angekommen und es sieht absolut nicht danach aus als würde sich dies in naher Zukunft grundlegend verändern. Wenn heute heute Abend der VfB Stuttgart einen Dreier gegen Bremen holt ist das Tabellenende endgültig erreicht. 8 Spiele ohne einen Punktgewinn und obendrauf 5 Spiele davon ohne einen eigenen Treffer – für die Bundesliga erheblich zu wenig.

Misserfolg des HSV ist keine Trainerfrage

Keine Mannschaft ist zu 100% vor Misserfolgen sicher. Wenn die Leistung gerade mal für das Mittelfeld reicht ist der Weg nach unten relativ nah. Sehr schnell – und nicht nur beim Hamburger SV – werden erfolglose Serien an der Trainerleistung festgemacht. In einigen Fällen mag dies auch durchaus zutreffend sein. Beim HSV jedoch kann ich keine gravierende Minderleistung des Trainers erkennen, schon gar nicht bei allen Trainern.

In den letzten 1 1/2 Jahren (!!) waren beim HSV vier Trainer am Werk und konnten unter dem Strich die Negativserie nicht stoppen. Bert van Marwijk, Mirko Slomka, Josef Zinnbauer und aktuell Peter Knäbel der zusätzlich noch Direktor der Abteilung Profifussball ist. Es hagelt eine Niederlage nach der anderen ohne dass man selbst überhaupt entscheidend in die Nähe des gegnerischen Tors kommt geschweige in dieses trifft.

Trainer können viel bewerkstelligen, nur hexen können sie nicht. Fussball ist ein Mannschaftssport – Trainer und Mannschaft bilden eine Einheit. Der Elf des HSV ist dies scheinbar egal, Hauptsache der Gehaltszettel stimmt. Jeder einzelne Spieler sollte sich seines Berufs besinnen und die Überlegung anstellen ob er ihn wirklich gehaltswürdig ausführt oder ob es nicht besser wäre Brötchen an der Tanke zu verkaufen.

Man darf auch nicht vergessen, dass bei dieser Mannschaftseinstellung auch der Name eines Trainers Schaden nehmen kann.

„Wo waren Sie zuletzt Trainer? Beim HSV? Nein danke.“

HSV Abstiegsgefahr

Die Mannschaft müsste sich eigentlich schämen

Die Tatsache, dass der HSV innerhalb der letzten 5-8 Spielminuten besonders anfällig für Gegentore und Niederlagen ist weiß man seit langem schon. Jedoch angesichts des Tabellenstandes darf, nein es muss die Frage gestellt werden, ob sich die Mannschaft überhaupt bewusst ist um was es geht! Nicht nur dass so mancher Spieler seinen eigenen Namen in Misskredit bringt in dem die Leistung kontinuierlich unterirdisch ist, auch der Vereinsname selbst wird hier mit jedem Spieltag mehr ins lächerliche gezogen.

Ein Abstieg in die zweite Liga wäre der erste Abstieg in der Vereinsgeschichte überhaupt. Normalerweise sollte man davon ausgehen dürfen, dass jeder Spieler daran interessiert ist dies durch Arbeitsleistung zu verhindern. Schließlich geht es eben auch – und nicht zu knapp – um den Namen des monatlichen Brötchengeber, den Hamburger SV. Dies scheint vielen Teilen der Mannschaft völlig egal zu sein. Insbesondere denen, die den Verein zum Saisonende ohnehin verlassen. Lustlosigkeit ist das ausgerufene Saisonziel so scheint es mir jedenfalls.

Das Publikum des HSV hat es nicht verdient

… so verschaukelt zu werden. Trotz des anhaltenden Misserfolges kann der Hamburger SV in jedem Heimspiel 52000 Zuschauer begrüßen. Das ist Platz 4 in der Rangfolge der Zuschauerzahlen. Viele davon werden wohl zum Spiel gehen mit dem Gedanken im Hinterkopf, wie hoch die Niederlage diesmal ausfallen mag. Spaß ist etwas anderes.

Und trotzdem, das Publikum hält zum Verein auf Biegen und Brechen, feuert an und steht hinter der Mannschaft. Die bereits angesprochene Lustlosigkeit ist ein Schlag ins Gesicht dieses treuen und zahlenden Publikums. Diese Mannschaft hat es nicht verdient unterstützt zu werden, sie gibt absolut nichts zurück. Sollte es zu einem Abstieg in die 2. Bundesliga kommen darf daran gezweifelt werden ob dieser Zuschauerschnitt aufrecht erhalten werden kann was nicht zuletzt auch Einbußen in der Kasse des Vereins führt.

Entlassungswelle und Neustart

Die Meinung ist zugegebener Maßen vielleicht hart. Trotzdem, diese Welle der Erfolglosigkeit liegt nicht am immer wieder ausgetauschten Trainer wie man sieht. Vielmehr krankt es hier am ganzen Führungsstil des Vereins. Eine Art von „Grundsäuberung“ wäre durchaus angebracht. Mir scheint, dass zu viele Leute im Führungsstab des HSV zu fest und sicher im Sattel sitzen. Hier soll nur kurz an die nicht wenigen dafür teuren Fehleinkäufe erinnert werden die nicht unbedeutend an der aktuellen Misere beteiligt sind.

Sogenannte Schnellschüsse in u.a. den Personalentscheidungen waren noch nie ein guter Boden für Erfolg. Und genau das praktiziert man an der Silvesterallee seit vielen Jahren. Nahezu ein Wunder das der Verein noch existiert um es ein wenig überspitzt auszudrücken.

Die Vereinsstruktur ist total zerfahren und schadet mehr als sie nützt. Konzeptlosigkeit wäre ein weiterer Begriff der hier eingesetzt werden kann. Veränderungen in der Vorstands- und Aufsichtsratsebene sind dringend anzuraten um noch größeres Unheil – sowohl sportlicher als auch finanzieller Art – fernzuhalten. So wie jetzt schaufelt sich der HSV sein eigenes Grab. Ein Grab bei dem es dann besser ist ganz von unten neu anzufangen.

Fazit

Es ist noch nicht zu spät. Noch kann das Blatt aus eigener Kraft heraus gewendet werden. Nur anfangen sollte man damit ehe die nächsten Gegner tatsächlich Aue, Sandhausen und Bochum heißen. Das Glück der Religation 2014 – sofern es nicht zu einem Direktabstieg kommt – sollte keine Option sein auf die man setzt!

Und wenn man es tatsächlich noch packen sollte muss über die Vereinsstruktur nachgedacht werden sonst wird 2015/2016 nichts anderes wie jetzt. Dies hat der Club, die Stadt nicht und vor allem auch das Publikum nicht verdient.

Eigentlich ist es mir so ziemlich egal was die Bayerngegner so von sich geben, insbesondere dann wenn wieder ein Erfolg eingefahren wurde. Das kennt man nicht anders – man ist es inzwischen gewohnt. Mir ist es auch vollkommen wurscht ob einer für den VfB Stuttgart steht oder den VfL Wolfsburg. Soll jeder machen wie er will solange er mir meine Ruhe lässt. Doch im Zusammenhang mit dem DFB-Pokalspiel Leverkusen vs. Bayern München (4:5 n. E. ) am 08.04.2015 bin ich auf einen Bericht im Netz gestoßen der eben genau dieses typische „Stammtisch-Neid-Gesabbel“ aufzeigt das Land auf Land ab gepredigt wird.

Klar, den Grundstein für diesen Stammtischartikel bot natürlich der Ausgang des DFB-Pokalspiels in Leverkusen. Von Extrawürsten ist genauso die Rede wie von den speziellen Bonuspunkten des FC Bayern bei den Schiedsrichtern. Bayernspieler können Fouls begehen ohne dass diese geahndet werden, ja sie gewinnen Wettbewerbe nur wegen für die Gegner nicht gegebene Strafstöße. Ribery wird in Sachen Revanche-Fouls sogar auf eine Stufe mit Quartalssäufern gestellt und so weiter und so fort. Bla bla bla.

Dieses ganze Gezedere oder der Anlass für diesen ganzen Meinungsmüll wiederum beruht auf einem Foul von Thiago an Kießling kurz vor dem Ende der Verlängerung. Und weil genau dieser Thiago den entscheidenden Elfmeter zum Erreichen des Halbfinals und Leverkusen aus dem Rennen schoss kocht die Volksseele wieder einmal hoch. „Arme Leverkusener“… sind nur ausgeschieden weil Thiago nur geld statt rot sah.

Dass es nun mal so ist, wenn – so wie Leverkusen – von 5 Elfmetern nur 4 verwandelt werden dies das Wettbewerbsende bedeutet… keine Rede davon. Warum auch? Ist doch viel schöner Verschwörungstheorien gegen den FC Bayern zu schmieden.

Denn wenn es nach den Regeln geht, tun sich die Bayern schwerer

Fussball ist kein Rasenhalma

In diesem unsäglichen Artikel werden natürlich alle Szenen ins Kleinste zerlegt die dafür taugen könnten, dass Bayern München unfair gespielt und (nur) dadurch gewonnen hat. Spielentscheidung am grünen Tisch nennt man sowas im allgemeinen. Ich nenne es schlichtweg Schwachsinn. Der Autor hätte es wohl lieber wenn die Spiele „zerpfiffen“ werden und es den gelben Karton schon gibt nur wenn die Grasnarbe getreten wird. Das alles natürlich nur, wenn es gegen den FC Bayern geht und immer zu Gunsten der jeweiligen Gegner.

Die Bundesliga ist nicht Italien

Die Bundesliga ist nicht die Serie A in Italien, hier werden keine Spiele verschoben und absichtlich anders gepfiffen, auch samt Eurer Verschwörungstheorien nicht. Sicherlich gibt es Fehlentscheidungen, das soll gar nicht wegdiskutiert werden. Auch Schiris sind nur Menschen, keine Maschinen. Und sicherlich kann es auch mal den Eindruck machen, dass gegen eine Mannschaft gepfiffen wurde. Doch all dies gleicht sich über die Vielzahl der Spiele immer wieder aus – für jeden Verein.

Fazit

„Wenn Herr X in Spiel Y rot gesehen hätte, dann wäre das Spiel völlig anders ausgegangen.“ Lasst doch einfach diesen blöden, abgedroschenen und völlig weltfremden Analysen einfach stecken. Gebt zu, dass Eure Mannschaft einfach nicht die Eier hatte – trotz guter Chancen – mehr Tore als der FC Bayern zu schießen und gut ist. Das Geheule nervt ganz enorm und es zeigt im Endeffekt nichts anderes als die gnadenlose Ideenlosigkeit zahlreicher Vereine die Bayern zu knacken.

Wenn, wenn, wenn…..! Mein Gott. Zerlegt einfach nicht jeden Spiel in seine kleinsten Moleküle und weist erst mal die Erfolg eines FC Bayern auf… dann können wir uns gerne weiter unterhalten. Mit einem wild umherspringenden und gestikulierendem HB-Männchen in der Coachingzone alleine gewinnt man keine Meisterschaft und auch sonst nicht viel… außer hämisches Gelächter.

Danke fürs Gespräch.

Sportjournalisten

Ein Fussballspiel live im (Internet-)Radio mitzuhören ist eine spannende Sache, noch viel nervenaufreibender als eine Fernsehübertragung. Das liegt schlicht und einfach daran, dass man auf den Reporter genauer hört als dies im TV der Fall ist. Am Wochenende gehört dieses Erlebnis zum Standard wenn es heißt: Bundesliga-Time.

Die Übertragung bei Sport1 der Bundesligapartie Bayern München vs. Mönchengladbach war es über 90 Minuten wahrlich spannend. Gladbach hat in München 2:0 gewonnen, ja. Oder viel besser passend „ja und“. Sicherlich, gewettet hätte ich auf dieses Ergebnis auch nicht – gegen meine Roten wette ich ohnehin niemals. Aber ist es denn nun soooo eine Sensation wie es auf Sport1 dargestellt wurde? Der „Herr Reporter“ in München war derartig aus dem Häuschen und verzückt gewesen… mehr war er es beim WM-Finale 2014 bestimmt auch nicht gewesen. Eine sachliche oder gar objektive Übertragung sieht für meinen Geschmack etwas anders aus!

Und so eine Niederlage – mal ganz davon abgesehen dass Bayern München sich diese Niederlage bei der aktuellen Tabellensituation absolut leisten kann – löst dann die wildesten Spekulationen aus, im schlimmsten Fall bis hin zur Infragestellung des Trainers. Weil Manuel Neuer jetzt mal zwei Tore kassierte wird er gleich schräg angemacht… er sei doch schließlich amtierender Weltmeister. Und dann? Darf ein Weltmeister nach dem Titelgewinn nie wieder einen Ball in die Maschen lassen ohne dass er hinsichtlich seiner Leistung in Frage gestellt wird? Vollkommen daneben so ein Gehabe!

Schreibende Presse nicht besser

Die Schreiberlinge der einschlägigen Presse stehen dieser Wolllust von Schwarzmalerei natürlich in nichts nach, schon gar nicht wenn es um den FC Bayern München geht. Da klopft man doch gleich noch ein bisschen fester drauf als dies sonst der Fall ist.

Sport-Schlagzeile

Screenshot kicker.de

Manche Zeitschriften kommen an solchen Tagen dieser Sensationslust um Nichts dem Blatt mit den vier großen Buchstaben sehr nahe – Hauptsache einen Kracher raus gehauen der unter Umständen noch die Nachfrage steigert. Das war immer so und daran wird sich wohl nie etwas ändern. Bayern München – geliebt und gehasst. Letzteres ist ja nicht nur bei der Presse so. Wie heißt es da so schön: „Euer Hass ist unser Stolz“.

Aber nichts desto trotz. Bayern hat gegen Mönchengladbach verloren, wird aber dennoch die Deutsche Meisterschaft einfahren. Und das ob es gewissen Leuten passt oder nicht. Im nächsten Spiel werden die Würfel neu gemischt und dann heißt es ohnehin wieder „Spiel, Satz und Sieg für den FCB“. Ach ne, das war ja beim Tennis :D .