Das kleine Schwarze, ein Begriff der durchaus für eine attrativ gekleidete Frau spricht. Und die Männer schauen da natürlich auch gerne hin.

Wenn ich mir aber die Tests für das Darunter ansehe, gezielt hier jetzt die BHs, dann stellt sich schon ernsthaft die Frage ob dieses sexy Aussehen auch wirklich gesund ist. Brustkrebsgefahr in schwarzen Büstenhaltern, und gerade recht namhafte Produkte schneiden hier mit „ungenügend“ ab. Ob vorheriges Waschen der Klamotten wirklich reicht um alle Substanzen zu entfernen – ich lass es mal dahingestellt?!

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Wer weiß, was die Produktionsstätten in Fernost an Chemikalien verwenden um günstig zu produzieren? In einer Dokumentationssendung erst neulich wurde darüber berichtet, dass in Europa verbotene Substanzen standardmäßig bei der Textilienproduktion eingesetzt werden. Darunter auch deutsche Chemiekonzerne, die damit ordentlich Geschäfte machen.

Und via Containerschiffe kommt das Gift wieder zu uns zurück. Beim Öffnen der Container treten gifte Gase aus, mit denen die Fracht für die langen Seeweg vor Ungeziefer etc. geschützt wurde, der die Ware beschädigen würde. Dass diese Ware, gut in Deutschland angekommen, nun die Konsumenten gefährdet interssiert die Konzern relativ wenig. Das Entladepersonal ist jedenfall erheblichen Gefahren ausgesetzt.

Es ist schon mehr als grotesk, wenn Analphabeten die Dosierung von Spritzmittel und anderen chemischen Stoffen vornehmn ohne zu wissen was sie da überhaupt genau tun. Skrupellos auch von den Handelsketten, die mir nicht erzählen können keine Kenntnis darüber zu haben. Versprechungen und Zertifikate, Unbedenklichkeitsbescheinigungen usw. aus Asien sind geduldige Papierfetzen deren Inhalt nicht die Tinte wert ist, mit denen sie schrieben wurden.

Das Gift wird zu großen Teilen in Deutschland hergestellt, exportiert und gelangt mangels Fachkenntnis auch noch völlig überdosiert wieder zu uns zurück. Und alles nur, damit hierzulande Shoppingwütige günstige und günstigste Schnäppchen machen können.

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Na dann herzlichen Glückwunsch zum Schnäppchen…!

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
8 Kommentare
  1. oldman sagte:

    Ist eigentlich gerecht, das der Mist wieder nach Europa zurück kommt – müßte dann aber die Chemiekonzerne treffen!
    Ich werde auch weiterhin keinen BH tragen ;-)

    Antworten
    • Thomas sagte:

      müßte dann aber die Chemiekonzerne treffen

      Ganz nach dem Verursacherprinzip. Doch die machen lediglich Profit mit dem Giftexport. Ob sich das giftige Zeugs nur auf BHs beschränkt… glaub ich eher weniger :wink: .

      Antworten
  2. Sebastian sagte:

    Aber nach dem ADR/GGVSE (Gefahrgutverordnung Strasse und Eisenbahn) müssen die Container soweit ich weiß dann als Gefahrgut beschildert werden wenn die begast sind sowie noch weiter gesichert sein.

    Ferner ist beim öffnen eine entsprechende Maske zu tragen.

    Gut,damit ist das Gift immer noch in den Klamotten, wo es nicht hingehört, doch wer nur noch in Wäschediskontern einkauft kann auch nicht viel erwarten an der Qualität der Kleidung.

    Hauptsache billig ist das Motto.
    Manche können sich auch nichts teures leisten, ist leider so.

    Sollte man sich halt europäische Bio-Fair Trade Kleidung kaufen, ist auch meist nicht so viel teurer.

    Antworten
  3. Aquii sagte:

    Wieder mal ein gutes Beispiel dafür, das die Profitgier über das Wohl von Menschen geht.

    Sehe ich das ganze völlig sarkastisch, dann trifft es mal wieder diejenigen, die vom Einkommen sowieso schon arg gebeutelt sind und einfach keine anderen Möglichkeiten haben. Das die Lebenserwartung dann durch solche Gifte entsprechend sinkt dürfte auch in ein Konzept passen. Hauptsache keine Kosten.

    Antworten
  4. Sascha sagte:

    Es gibt ja momentan einige Designer, die auf den Zug aufgesprungen sind und umweltverträgliche Unterwäsche, die trotzdem sexy aussehen soll, anbieten. Für ihre Kampagne haben sie unlängst ein Video unter dem Motto “Wenn du nicht weißt, was in deinen Höschen steckt – solltest du sie dann tragen?” veröffentlicht.

    Das Video habe ich letzten Monat im Rahmen eines Artikels zu dem Thema gepostet. Falls Interesse daran besteht, kann man sich hier das Video -oder gern auch den gesamten Artikel- ansehen:

    Dessous als potentielle Klimakiller | GESICHTET.net

    Es ist schon erstaunlich, dass bei der Produktion eines einzigen Höschens bis zu 18kg (!) CO2 freigesetzt werden. Von der ganzen sonstigen giftigen Chemie, von der du hier berichtest, mal ganz abgesehen. Da kann einem schon schwindelig werden.

    Antworten
  5. Thomas sagte:

    @Sebastian: Diese Vorschrift besteht durchaus. Aber wen will man „anklagen“, wenn der asiatische Absender den Aufkleber nicht anbringt, ggf. auch wegen Analphabetismus? Sich nichts teures leisten können ist die eine Seite (traurig genug), solche Gifte überhaupt herzustellen ist das andere (eine Schweinerei nämlich).

    @Aquii: Genau so ist es.

    @Sascha: Hier sollten die großen Umweltlaberer unter den Parlamentfuzis mal einschreiten. So manchen Klimakiller kann ich als Verbraucher vermeiden, Kleidung braucht man nun mal.

    Antworten

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