Sub Ohm Dampfen ist vom Ablauf und der generellen Funktion her betrachtet das Gleiche wie „normales“ Dampfen. Bei dieser Art des Dampfens treten aber Geschmack und die Menge des produzierten Dampfes deutlicher in der Vordergrund. Gerade letzteres sorgt bei Ein- oder Umsteigern von Tabakzigaretten für besonderes Interesse. Zwar ist im weitesten Sinne auch nur ein Akku sowie ein Verdampfer erforderlich – und trotzdem, um im Sub Ohm Bereich zu dampfen ist „etwas andere“ Hardware sprich andere Dampfgeräte / Akkus erforderlich als dies bei den sogenannten Starter-Kits der Fall ist.

Auf den erste Blick ist es auch ein anderes Preissegment bei der Sub-Ohm-Dampferei. Entscheidend ist jedoch, Sub Ohm dampfen setzt insbesondere ein Stück (elektro-)technisches Verständnis beim Anwender voraus. Etwas salopp formuliert, es ist nicht nur einfach die Feuertaste betätigen und genießen. Das soll nun nicht so verstanden werden, dass es ein halbes Studium in Elektrotechnik erfordert um in dieses Dampfer-Terrain vorzustoßen. Bewegt man sich im Rahmen der Herstellervorgaben, kauft ggf. entsprechende Komplettsets und experimentiert nicht großartig herum, können auch die nicht langjährigen und erfahrenen Dampfer mit Sub-Ohm unterwegs sein und sich von dieser Dampfvariation überzeugen lassen.

Der Sinn hinter dem Sub Ohm Dampfen

Die deutlich größeren Dampfwolken hatte ich bereits angesprochen. Das macht Spaß und sieht gut aus. Der noch wesentlich wichtigere Aspekt ist mir bei dieser Dampftechnik der Geschmack des verwendeten Liquids. Je nach gewählter Geschmacksrichtung – und Geschmäcker sind bekanntlich sehr verschieden – ist dies mit „normalen Dampfgeräten“ schon eine sehr feine Sache im Vergleich zur Kohlenmonoxid-Kokelei wie sie Ex-Raucher kennen. Im Subohm-Bereich ist das nochmals deutlich besser.

Ich hätte mir diesen Unterschied so groß nicht vorgestellt um ehrlich zu sein. Es ist nicht übertrieben wenn jemand behauptet, „der wahre Geschmack eines Liquids kommt erst beim Subohm-Dampfen zum Vorschein“. Es ist also ganz und gar nicht wie viele Nichtdampfer es ggf. darstellen nur der dichte Dampf der damit produziert wird. Im Ergebnis meines Selbsttests bedeutet es aus heutiger Sicht nichts anderes als:

Das Liquid Deiner Wahl, die passende Hardware dazu und dem Geschmackserlebnis der besonderen Art steht nichts mehr im Wege. Das identisch gleiche Liquid hatte von jetzt auf gleich eine völlig andere Note. Unfair Neulingen gegenüber wäre es, würde man den höheren Liquidverbrauch verschweigen den das Sub-Ohm-Dampfen mit sich bringt. Als Faustregel könnte man hier anführen, je höher die eingestellte Wattzahl bei entsprechend niedriger Ohmzahl desto schneller leert sich der Tank.

Sub Ohm Dampfen nicht für jeden Ort geeignet

Dampfer haben es ohnehin schwierig weil sie immer wieder von der Gesellschaft den Rauchern gleichgesetzt werden. Als Sub-Ohm-Dampfer produziere ich wie erwähnt große Dampfmengen – erheblich größere jedenfalls als dies mit Standarddampfgeräten der Fall ist. Was dem Dampfer gefällt muss das Umfeld noch lange nicht klasse finden. Man stelle sich vor, alle um mich herum finden sich plötzlich in einer megagroßen Dampfwolke wieder. Da interessiert es wahrscheinlich keinen mehr, ob es unbedebklich ist oder nicht. Derartigen Diskussionen muss man sich nicht wirklich aussetzen.

Klar kann man die Dampfmenge durch die Einstellungen und/oder Zugtechnik ein Stück weit „regulieren“. Das ist aber in meinen Augen wiederum nicht Sinn und Zweck dieser Dampfvariante. Sub-Ohm-Dampfen ist wie ich meine eher etwas für Zuhause oder unter mehreren Gleichgesinnten. Schließlich wollen wir Dampfer uns nicht unnötig mehr in Misskredit bringen als dies ohnehin durch diverse Lobbys schon der Fall ist.

Fazit

Sub Ohm Dampfen kann Spaß machen und kann gefährlich werden zur gleichen Zeit wenn verschiedene Regeln nicht beachtet werden. Als Neueinsteiger habe ich mich anhand von vielen Forenbeiträgen vor dem Kauf informiert und mir schließlich das passende Einsteiger-Set von KangerTech gekauft. Damit bin ich gut gefahren und sozusagen sofort ein Fan des Sub Ohm Dampfens geworden. Darauf lässt sich jetzt auf- und ausbauen. Die Vielfalt in diesem Bereich ist mindestens genauso groß wie die der „Standardklasse“. Den Markt etwas beobachtet möchte ich behaupten, dass nach oben hin noch viel auf uns Dampfer zukommen wird.

Doch einen Tipp zum Schluß möchte ich noch hierlassen. Bei der Nikotinmenge sollte man unter Umständen etwas reduzieren weil der Flash den ein Sub-Ohm-Gerät erzeugt bzw. erzeugen kann gewaltig ist. So hatte ich es auch mehrfach gelesen und hielt mich daran. Aus den Schuhen wollte ich ja nicht gleich beim ersten zug kippen. Bei der „Normalklasse“ verwendete ich 18mg und habe dies für das Sub Ohm Dampfen auf 12mg heruntergefahren mit der Erkenntnis – es reicht vollkommen aus.

Steigern kann man jeder Zeit sollte es doch zu knapp bemessen sein, aber wenn es zu krass ist wird das ganze Fläschchen Liquid hinfällig weil es persönlich nicht dampfbar ist. Muss ja nicht sein. ;-)