Dampfen, E-Zigarette

E-Zigaretten – sie tun zwar alle das selbe und trotzdem gibt es viele Unterschiede die beim Kauf eine Rolle spielen (können). Wieso schreibe ich können. Ganz einfach, wie schon in einem anderen Artikel dieser Serie geschrieben gibt es „die richtige E-Zigarette“ nicht. Jeder Dampfer oder der es zukünftig werden möchte hat andere Prioritäten die Ausstattungsmerkmale betreffend. Dampfen ist eben nicht wie mal schnell zum Automaten zu rennen und eine Schublade ziehen. Dampfen ist auch Ruhe und Gelassenheit. Darauf werde ich später noch näher eingehen.

Die Planung ein Dampfgerät zu kaufen sollte nicht auf der Basis von „schnell-schnell“ ausgeführt werden um später nicht enttäuscht zu sein. Das lässt auch die Vielzahl der verschiedenen Geräte am Markt nicht zu. Informationen zu sammeln ist wichtig um am Ende meine E-Zigarette zu finden mit der ich zufrieden bin. Ich habe mir hier ein paar Punkte aufgegabelt die mir auf Anhieb wichtig erscheinen ehe ich zum Kauf übergehe.

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Welche Ausstattungsmerkmale sind mir wichtig?

Hier geht es schon mit einem ganz besonders wichtigen Punkt los – der Akku. Herkömmliche Tabakzigaretten bekomme ich notfalls an jeder Ecke am Automat oder am Kiosk. Als Dampfer – wenn der Akku versagt – habe ich die deutlich schlechteren Karten. Zwar kann man zwei Modelle seiner E-Zigarette mit sich führen, doch je nach Häufigkeit des Gebrauchs und der Zeit ohne Lademöglichkeit kann das Zweitgerät ebenfalls „ausfallen“. Bei moderater Rauchgewohnheit kann ein Akku für einen Tag ausreichend sein bis er wieder geladen werden muss. Dies aber nur, wenn es sich mindestens um einen Akku der Stärke ab etwa 900 mAh aufwärts handelt. Modelle mit 650 mAh halten entsprechend weniger stand.

Vielnutzer sollten hier unbedingt ein Auge beim Kauf darauf werfen, da gerade Einsteigermodelle oftmals mit „schwächeren Akkus“ ausgestattet sind. Mit der Qualität des Gerätes hat das jedoch nichts zu tun! Nachteil von Akku generell, sie sind fest verbaut und nicht „einfach so“ austauschbar. Auf fernöstliche Billigprodukte würde ich verzichten.

Dampfen, E-Zigarette

Eine andere Alternative in Sachen Stromversorgung wären die sogenannten Akkuträger. Hierbei ist der Akku zur Aufladung abnehmbar und es handelt sich um Akkus mit einer Leistung von teilweise bis zu 3600 mAh, was einer entsprechend längeren Nutzungszeit – gemessen an der Rauchgewohnheit – sehr entgegen kommt. Einziger wie ich meine Nachteil dabei ist, dass diese Geräte etwas größer / länger ausfallen und optisch vielleicht nicht so „edel“ wahrgenommen werden. Das ist aber natürlich reine Ansichtssache. Ich hab lieber was in der Hand, als nur so einen „dünnen Spreißel“.

Akkuträger gibt es auch als regelbare Einheit. Durch Änderung der Volt- und/oder Wattzahl kann beispielsweise das Verdampfen nach eigenen Wünschen (Dampfmenge und/oder Geschmacksintensität des Liquids) beeinflusst werden. Für Umsteiger halte ich dies zunächst für einen Punkt der nicht entscheidend sein sollte, weil eine einfache Bedienung im Vordergrund steht. Später kann man auf solche technischen Raffinessen achten und diese mit entsprechenden Kenntnissen einsetzen.

Sicherheit

Viel wichtiger erscheint mir persönlich, dass beim Kauf von Akkuträgern darauf geachtet wird, dass geschützte Akkus (protected Akkus) verwendet werden. Diese sind zwar von der Bauart her länger als ungeschützte Akkus, doch die Sicherheit sollte auch beim Dampfen eine nicht völlig untergeordnete Rolle spielen. Ein Ausgasungsloch sollte ebenfalls vorhanden sein. Dies ist wichtig wenn ein Akku mal überhitzen sollte, damit die Ausgasungen entweichen können. Markenware ist hier NoName-Produkten in jedem Fall vorzuziehen. Auch Akkus von E-Zigaretten können u.a. beim Ladevorgang explodieren und sind somit alles andere als ungefährlich anzusehen wenn die Qualität nicht stimmt.

Von Vorteil ist es, wenn der Tank für das Liquid aus Glas anstelle von Kunststoff gefertigt ist. Einige Fruchtliquids können u.U. den Kunststoff verfärben, sprich milchig und etwas unansehentlicher machen. Die Qualität der E-Zigarette hängt davon sicherlich nicht ab.

Geht es um die Farbe so ist dies ein rein designtechnisches Argument, ich selbst bevorzuge hier entweder ein edles schwarz oder edelstahlfarben. Die Farbe ist schließlich auch ein bisschen etwas die „Diskretion“ betreffendes. Ich muss nicht mit einem neonlilafarbenen Metallrohr in der Hand durch die Straßen wetzen – Ansichtssache, klar.

Die Preisklassen von E-Zigaretten

Bereits für unter 10 Euro habe ich E-Zigaretten in einem einschlägigen Auktionsportal gesehen. Nach oben hin sind die Grenzen offen. Für einige Edel-Modelle kann durchaus über 300 Euro fällig werden. Von fernöstlichen Importen, von denen man den Hersteller nicht kennt würde ich eher Abstand nehmen und ein Edel-Modell für mehrere hundert Euro muss es ebenfalls nicht sein. Ein gutes Dampfgerät  (Einsteigerset) für den Anfang bekommt man durchaus für 30-40 Euro.

Um das dampfen erst einmal auszuprobieren, in das Thema einzutauchen, reicht diese Investition m.E. völlig aus, höherwertige Modelle kann man sich später immer noch zulegen. Hier sind die Variationen sehr vielfältig.

Wie dem auch sei, mit diesen Geräten ist es wie mit Smartphones. Man hat ein einmal gekauftes Gerät nicht ein Leben lang in Benutzung und wird immer wieder mal ein anderes (neueres) Dampfgerät erwerben. Nicht zuletzt deswegen, weil man an Erfahrung gewinnt und u.U. andere Ausstattungsmerkmale vorzieht die zu Beginn noch keine Rolle gespielt hatten – Stichwort Verdampferköpfe, regelbare Akkus und dergleichen mehr.

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Die Vielfalt ist hier in jedem Fall gegeben.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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3 Kommentare
  1. Winfried Wengenroth sagte:

    Bin schon lange am überlegen mir eine E-Zigarette zuzulegen, habe mich allerdings noch nicht so richtig mit den Merkmalen und Unterschieden beschäftigt. Der Artikel ist wirklich hilfreich, danke dafür!
    Lg Winni

    Antworten
  2. Bettina sagte:

    Die Geschichte mit den E-Zigaretten ist meiner Ansicht nach schon etwas fragwürdig. Es entsteht damit jetzt ein neuer Trend bei Jugendlichen, wobei zuvor Nichtraucher nun angeregt werden, diese „Neue“ auszuprobieren. Und geht damit wohl eher an den Präventionsbemühungen anderer Institutionen vorbei. Bin gespannt, wo das hinführt…

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    • Thomas Liedl sagte:

      Sorry, da muss ich widersprechen. Diese Sichtweise stammt fast exakt genau aus der Anti-Dampf-Lobby, deren Beweggründe nicht ansatzweise wissenschaftlich belegt sind. Wer sich richtig informiert und dies auch wirklich vor hat wird relativ schnell erkennen, dass zu diesem Thema „Geschichten“ ohne Ende existieren. Geschichten die – wenn sie nicht so ernst wären – zum lachen wären.

      Antworten

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