Die goldenen Zwanziger, ein Zeitraum der eigentlich – nimmt man es ganz genau – schon 100 Jahre hinter uns liegt. Nun haben wieder „die Zwanziger“ begonnen, ob sie ebenfalls golden werden muss sich erst noch zeigen. Nicht alle Lebensbereiche deuten unbedingt auf rosige Zeiten hin. Doch beim technischen Fortschritt sieht das schon ein wenig anders aus, hier ist unter Umständen der Sprung eines ganzen Jahres bereits ein ganz enormer Zeitabschnitt mit unwahrscheinlich vielen Neuerungen. Allem voran ist hier die voranschreitende künstliche Intelligenz, kurz KI genannt. Für das Jahr 2020 wird sich das Tempo der Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz Prognosen zufolge – verglichen mit den letzten beiden Jahren – noch einmal deutlich erhöhen. 

KI immer wieder Stein des Anstoßes

Allerdings stößt die Entwicklung der KI nicht nur auf freundlich gestimmte Töne. Auch der ethische Aspekt im Blick auf die „nicht menschliche Intelligenz“ steht immer wieder im Mittelpunkt. Jede Menge an Weiterentwicklungen können oftmals positiv wie auch negativ eingesetzt werden, bei der künstlichen Intelligenz geht die Schere dessen öfter einmal weiter auseinander und Bedenken werden laut.. Der Europarat wird sich deswegen in den nächsten Monaten intensiv mit dem Schutz vor negativen Entwicklungen der KI beschäftigen.

Werbung

Ein durchaus hervorstehender Punkt ist das Stichwort „Big Data“. Die künstliche Intelligenz und alles was um sie herum ist steht in den allermeisten Fällen in Verbindung mit einer großen Sammelwut an Daten, eben auch zum Teil sehr persönliche Daten. Der Datenschutz wird hier eine immer noch bedeutendere Rolle spielen als das bisher schon der Fall ist.

Dies ist nur ein Kapitel welches uns von den goldenen Zwanzigern von vor 100 Jahren deutlich unterscheidet. Neuerliche Diskussionen um ein Für und Wider dürfen deshalb durchaus erwartet werden und gelten als vorprogrammiert. Entwicklungen sind eben nicht stets pauschal ein Segen für die Menschheit, ob sie sich allerdings tatsächlich aufhalten lässt darf gerne angezweifelt werden. 

Führen uns die 20er aus dem Internetdisaster?

Ein bisschen weniger umstritten ist im Gegensatz dazu der Kommunikationsmarkt, auch wenn die künstliche Intelligenz auch dort nicht völlig außen vor ist, nimmt man nur mal den Sektor der (Haus-)Automationen her. Der Begriff Internet der Dinge hat inzwischen ein breites Spektrum inne den er letztlich bis heute schon umfasst. Von der für den Patienten mitdenkenden Insullinpumpe über den banalen Fitnesstracker bis hin zur Unterhaltungsindustrie, allesamt ein Gewinn für den jeweiligen Nutzer. Die Möglichkeiten sind nahezu unerschöpflich und an Ideen wird es auch in Zukunft wohl nicht mangeln.

In den „neuen Zwanzigern“ wird 5G-Netz wohl noch so richtig in Fahrt kommen was den Ausbau betrifft. Deutschland kann hier eigentlich nur profitieren, gelten wir bislang doch eher als ein Entwicklungsland was Internet & Co. im allgemeinen anbelangt. 

Wie man es dreht und wendet, die künstliche Intelligenz wird in Zukunft zu einer Art virtuellem Begleiter in unserem Alltag werden. Bis uns in Deutschland die eine oder andere Neuerung erreicht wird jedoch noch viel Zeit ins Land ziehen. Die fehlende Akzeptanz in der Breite der Bevölkerung darf hier wohl als die größte Hürde bezeichnet werden. Manchmal ist es sinnvoll sich Gedanken über diverse Entwicklungsprozesse zu machen, diese Prozesse generell in Frage zu stellen führt eher dazu, dass es Land noch mehr als „angehängt“ gilt als es das ohnehin schon tut.

Wer jetzt die letzte Chance zum Aufspringen auf diesen Zug verpasst wird auf mittelfristige Sicht garantiert auf der Strecke bleiben – sei es verursacht durch die Politik, die Wirtschaft oder auch „den ganz normale Nutzer“.

Werbung

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst Dich informieren lassen wenn es Folgekommentare gibt. Du kannst aber auch abonnieren ohne zu kommentieren.

Scroll to Top