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EU Austritt Brexit

Welchen Stellenwert Umfragen und Prognosen haben hat sich gestern in Großbritannien eindrucksvoll gezeigt. Glaubte man so mancher Vorhersage, dann bliebe Großbritannien in der EU. Stattdessen – Brexit! Mit 52:48 stimmten die Briten für den Ausstieg aus der europäischen Diktatur. Aus persönlicher Sicht kann ich hierzu nur meinen Glückwunsch zu dieser Entscheidung aussprechen. Ob es bei diesem einen Ausstieg bleiben wird muss die Zeit zeigen. Eine Kandidatenliste der ausstiegswilligen EU-Mitgliedsstaaten gibt es durchaus.

Restliche „EU-Sklaven“ sehen Nachteile durch Brexit voraus

Sicherlich wird die „Umstellung“ auch einen holprigen Weg bescheren. Wirtschaftliche / finanzielle Nachteile werden dabei in den Vordergrund gerückt. Doch dieser Weg wird überwunden und das Ziel ist (endlich) eine demokratische Selbstbestimmung. Anders ausgedrückt, die Bevormundung Großbritanniens durch Brüssel & Co. findet ein Ende. Kritiker des Brexit sehen von wirtschaftlichen Folgen für das Königreich bis hin zum Zerfall Großbritanniens so ziemlich alles schlechte voraus. Abgesehen davon – die Schweiz beispielsweise lebt auch ohne die „Brüsseler Diktatur“ recht gut.

Erst die Zeit muss zeigen ob und welche negativen Folgen es tatsächlich geben wird. Was man von Vorhersagen zu halten hat (siehe Artikelbeginn) sollte man inzwischen bereits gelernt haben.

Mehrzahl der Briten will die Selbstbestimmung

Dass z.B. London überwiegend für „Remain“, also den Verbleib in der EU gestimmt hat verwundert nicht wirklich. Im Finanz- und Wirtschaftszentrum Englands fürchten u.a. die Banker einen Machtverlust durch den Brexit. Die Arbeiterklasse Englands aber sieht sich stark benachteiligt durch das Handeln der EU in Sachen Flüchtlingspolitik. Nicht nur das Gesundheitssystem Großbritanniens droht wegen Überbeanspruchung zu wanken. Diese Unzufriedenheit der Briten existiert nicht erst seit kurzer Zeit nur jetzt ist das Fass u.a. durch die europäische Flüchtlingspolitik zum Überlauf gekommen.

Nicht Großbritannien hat die EU verlassen – die EU hat Großbritannien raus gedrängt durch Entscheidungen welche das britische Volk nicht mittragen möchte.

EU-Bürger sind Europäer ohne Entscheidungsbefugnisse

England hat demokratisches Verhalten an den Tag gelegt in dem es einen Volksentscheid durchgezogen hat. Mindestens hier in Deutschland wird Demokratie diesbezüglich nur geheuchelt und nicht praktiziert. Die Bundesregierung fürchtet sich gewissermaßen vor jeder Art von Volksentscheid, weil er am Ende die eigenen „undemokratischen“ Pläne durchkreuzen und ein wahres Bild zeichnen könnte. Selbst entscheiden darf hierzulande das Volk maximal völlig unwichtige Dinge wie, ob eine Brücke dunkelgrau oder dunkelgrün lackiert wird. Selbst wenn es zynisch klingen mag, wer ehrlich ist muss zugeben, „so ist es“!

EU Austritt Brexit

Raus aus der EU – zurück zur Demokratie

 

EU-Kommissare planen und entscheiden – der kleine Bürger hat es zu schlucken ohne dabei auch nur den Ansatz eines Mitspracherechts zu erhalten. Das werden jetzt wohl auch noch andere Staaten erkennen und zum Ausdruck bringen wenn sie seitens ihrer Länderregierungen die Möglichkeit dazu eingeräumt bekommen.

Jene EU-Mitgliedsländer, die ohnehin am „Geld-Tropf“ der EU hängen werden weiterhin schön nicken wenn Brüssel wieder geistige Blähungen an den Tag legt. Sie werden nicht die Hand beiße die sie stetig füttert. Dass diese Länder erst gar nicht zur EU hätten aufgenommen werden dürfen ist ein weitere Indiz für die angestrebte Alleinherrschaft der EU-Kommissare.

In solch einer Konstellation kann eine Staatengemeinschaft nicht auf Dauer funktionieren, weil das Wort Gemeinschaft in dieser Angelegenheit nur ein bedeutungsloser Wortfetzen ist.

Der Hype um William und Kate ist noch gar nicht so lange her – vorbei ist er aber auch noch nicht. Man kennt ja die Engländer, dass sie bezüglich Kitsch in einer Rangliste ganz oben stehen, besonders dann wenn es in Richtung der Royals geht. Da gibt es keine wirklichen Grenzen, weder bei den Ideen noch beim dafür zu bezahlenden Preis. Nicht anders verhält sich das in Sachen Wetten. Wetten und Auktionen… beides ist Zocken.

Der „Spezialhut“ von Princess Beatrice ist sicherlich all denen in guter Erinnerung, die der Hochzeit im Fernsehen beigewohnt haben. Sollte ich hier wirklich von einem Hut sprechen? Oder eventuell doch besser von einem Geweih? Denn Hüte trägt man doch auf dem Kopf und klebt sie nichts ans Hirn. Wie dem auch sei, schick ist für mich was anderes. Nur gut dass ich nichts von Mode verstehen muss :cool: .

Das königliche Geweih wurde jetzt für 92807 Euro zu Gunsten eines guten Zwecks versteigert. UNICEF kann mit dem Geld sicherlich Gutes tun und somit hat das Geweih letztlich sogar noch seinen Sinn gefunden, den es am Tag der Hochzeit garantiert noch nicht hatte.

Und wer bei eBay mal den Begriff  „Princess Beatrice Hat“ eingibt sieht, dass man mit solchem Müll tatsächlich Geld verdienen kann. Krank…..

Dümmer und primitiver gehts wirklich nicht mehr, aber es passt zu England. Der feine Herr Carragher ist nämlich der Ansicht, dass Deutschland einen unfairen Vorteil bei der WM hat. Der Ball ist schuld, dass wir bisher etliche Gurkenspiele zu sehen bekamen. Und weil Deutschland schon Erfahrungen mit dem Ball habe wäre dies den 31 Mitkonkurrenten gegenüber unfair.

Es passt zu England, jetzt einen Schuldigen zu suchen nur weil die Mutternation des Fussballs nicht über ein Unentschieden gegen die USA hinaus gekommen ist. Mit einem angeblich schwer zu berechnenden Ball hat dies nichts zu tun. Von Fussballprofis kann man eigentlich schon erwarten, dass sie sich auf ihr „Arbeitsgerät“ im Laufe von 90 Minuten einstellen können. Bei Englands Leistung lag es nicht daran, dass lang gespielte Pässe nicht angekommen sind. Die Briten verloren doch schon im Mittelfeld zahlreiche Bälle und kamen durch das Abwehrbollwerk der USA nicht zurecht.

Der Ball ist vollkommen anders als andere,

so Carragher weiter. Das Runde muss ins Eckige – so einfach ist das. Und um dies zu erreichen muss der Ball von Leuten getreten werden die einerseits das richtige Ballgefühl haben und andererseits braucht es eine geschlossene Mannschaftsleistung. Alles nur auf einen Spieler auszurichten (Rooney) und der Rest trabt hilflos über den Rasen? England, das ist zu wenig für eine WM-Teilnahme!

Wer Mannschaften wie die USA eben unterschätzt und sich selbst als die Grandnation des Ballsports sieht muss sich nicht wundern wenn es nach hinten los geht und am Ende alles andere als ein Sieg auf dem Spielberichtsbogen steht.

In diesem Sinne… God shave the Queen!

Deutschland und England – echte Freundschaft wird sich hier wohl nie entwickeln. Und das ist nicht nur dann so, wenn beide Länder im Fussball gegeneinander antreten. Auch außerhalb der Stadien sind sich beide Nationen nicht ganz „grün“ wie der zuletzt geführte Seitenhieb von der Insel zeigt, bei dem die Trikots der DFB-Elf mit der Waffen-SS verglichen werden.

Das britische Revolverblatt Daily Star deklarierte hinterher alles als einen Witz mit Anspielung auf die Rivalität beider Länder bei der WM. „Die Deutschen wären ein humorloses Volk“ so hieß es weiter. Ihr seid schlimmer als die Österreicher, die heute noch von Cordoba sprechen. Klar ist es nicht befriedigend, wenn man zu Stichelzwecken auf Ereignisse von vor über 60 Jahren zurückgreifen muss – aber diese Schiene ist einfach nur primitiv.

Wären wir tatsächlich so ein humorloses Volk, würden wir erst gar nicht gegen eine Nation antreten, die zum Frühstück muffig riechende Würstchen und Bohnen verzehrt und fast über den Rand eingeschenktes Bier ohne Schaum trinkt. Da braucht es mehr als nur Humor.

Wir sprechen uns dann in Südafrika. Bis dahin ein herzliches „God shave the Queen„!