Dümmer und primitiver gehts wirklich nicht mehr, aber es passt zu England. Der feine Herr Carragher ist nämlich der Ansicht, dass Deutschland einen unfairen Vorteil bei der WM hat. Der Ball ist schuld, dass wir bisher etliche Gurkenspiele zu sehen bekamen. Und weil Deutschland schon Erfahrungen mit dem Ball habe wäre dies den 31 Mitkonkurrenten gegenüber unfair.

Es passt zu England, jetzt einen Schuldigen zu suchen nur weil die Mutternation des Fussballs nicht über ein Unentschieden gegen die USA hinaus gekommen ist. Mit einem angeblich schwer zu berechnenden Ball hat dies nichts zu tun. Von Fussballprofis kann man eigentlich schon erwarten, dass sie sich auf ihr „Arbeitsgerät“ im Laufe von 90 Minuten einstellen können. Bei Englands Leistung lag es nicht daran, dass lang gespielte Pässe nicht angekommen sind. Die Briten verloren doch schon im Mittelfeld zahlreiche Bälle und kamen durch das Abwehrbollwerk der USA nicht zurecht.

Der Ball ist vollkommen anders als andere,

so Carragher weiter. Das Runde muss ins Eckige – so einfach ist das. Und um dies zu erreichen muss der Ball von Leuten getreten werden die einerseits das richtige Ballgefühl haben und andererseits braucht es eine geschlossene Mannschaftsleistung. Alles nur auf einen Spieler auszurichten (Rooney) und der Rest trabt hilflos über den Rasen? England, das ist zu wenig für eine WM-Teilnahme!

Wer Mannschaften wie die USA eben unterschätzt und sich selbst als die Grandnation des Ballsports sieht muss sich nicht wundern wenn es nach hinten los geht und am Ende alles andere als ein Sieg auf dem Spielberichtsbogen steht.

In diesem Sinne… God shave the Queen!