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Reha Entlassungsbericht fehlerhaft – Einspruch einlegen

Der Entlassungsbericht aus einer Reha-Klinik ist ein sehr wichtiges Dokument. Im ersten Moment spielt der genaue Inhalt vielleicht keine bedeutende Rolle – „Papier ist geduldig“ wird gerne argumentiert. Doch die genannten Fakten des Entlassungsberichts können je nach deren Formulierung später seitens  von Rentenversicherungsträgern oder anderen involvierten Institutionen schnell zum Nachteil für den Patienten ausgelegt werden.

Ein Entlassungsbrief – egal ob von Reha oder einer anderen Klinik – enthält neben den Ansichten und Prognosen der behandelnden Ärzte auch die Eigenanamnese, also das, was ich bei der Aufnahmeuntersuchung oder dem Erstgespräch selbst hervorgebracht habe. Dies liegt nicht selten daran, dass Ärzte sich oftmals nicht die notwendige Zeit nehmen dem Patienten richtig zuzuhören.

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Nicht selten sind hier Darstellungen zu Papier gebracht, die mit dem tatsächlich Gesagten eher weniger übereinstimmen. Im schlimmsten Fall ist die Eigenanamnese punktuell komplett falsch dargestellt (z.B. bei Angaben zu Familienangehörigen, Vorerkrankungen usw.)

Selbst wenn es sich nur um einen vorläufigen Entlassungsbericht handelt und die endgültige Fassung noch nicht vorliegt ist ein genaues Hinsehen enorm wichtig. Die Wahrscheinlichkeit, dass in der endgültigen Fassung die groben Fehler des vorläufigen Briefs behoben sind ist in vielen Fällen eher als gering einzuschätzen.

Zwar kann zu einem späteren Zeitpunkt immer noch diskutiert und richtiggestellt werden. Doch diesen Stress kann, nein den sollte man sich unbedingt so gut wie möglich ersparen.

entlassungsbericht

Ärztlichen Entlassungsbericht genau durchlesen

Entlassungsberichte sind in den seltensten Fällen ein besonders kurzes Druckwerk. Alleine hier entsteht schon eine gewisse Portion Abschreckung, dieses Dokument erst gar nicht genau zu lesen. Doch egal wie viele Seiten der Arztbrief auch haben mag – lesen Sie jede einzelne Seite konzentriert durch. Sind Sie dabei kritisch mit sich selbst. Denken Sie auf keinen Fall in die Richtung „so schlimm wird das schon nicht sein“.

Jede auch noch so kleine Abweichung sollte in die Waagschale geworfen werden. Machen Sie sich am besten Notizen zu allen Punkten des Berichts die „nicht in Ordnung“ sind um keinen zu vergessen. Auch wenn einzelne Punkte unwichtig erscheinen mögen. Denken Sie voraus. Überlegen Sie, welche Folgen eine falsche Darstellung ihrer Person bzw. Krankheit zukünftig haben kann.

Fehlerquelle Eigenanamnese

Eine besonders häufige Fehlerquelle ist die bereist erwähnte Eigenanamnese. In Gesprächen mit Gutachtern oder aufnehmenden Klinikärzten wird immer nach Familienangehörigen und deren Krankheitsgeschichte gefragt. Dies dient zwar unter dem Strich der besseren Einschätzung eines Patienten, doch dazu müssen die Angaben auch den Tatsachen entsprechen.

Immer wieder kommt es vor, dass Familienangehörige „für tot erklärt“ werden obwohl der Patient dies nie gesagt hat. Gleiches gilt für die Krankheitsbilder innerhalb der Familie. Ganz schnell wird Vater, Mutter oder sonst wem eine Krankheit „angedichtet“. Nichttrinker werden zu Alkoholkonsumenten, Nichtraucher zu Rauchern usw. ! Jede auch nur denkbare Konstellation ist hier möglich.

Auch die von ihnen vorgebrachten Beschwerden sind ggf. mit Fehlern behaftet oder werden gar komplett „vergessen“. Die praktizierten Schnellverfahren bei der Eigenanamnese sind ein guter Nährboden für Fehler jeglicher Art.

Denken Sie stets daran, den Stempel den man ihnen mit solchen Falschaussagen im Aufnahmebefund (Anamnese) aufdrückt werden sie nur sehr schwer wieder los. Denn angeblich sind es ihre eigenen Aussagen die hier festgehalten wurden – selbst dann, wenn Sie kein Wort davon in dieser Form erwähnt hatten. Das niedergeschriebene Wort zählt unweigerlich wenn Sie es nicht durch eigenes Einschreiten verbessern (lassen).

Absolvierte Reha-Leistungen

Achten Sie darauf, dass die im Brief geschriebenen Reha-Leistungen tatsächlich erbracht wurden. Reha-Kliniken müssen dies gegenüber dem Leistungsträger bestätigen um es bezahlt zu bekommen.

Im umgekehrten Fall ist aber auch darauf zu achten, dass die attestierten Leistungen in Art und Frequenz stimmig sind. Wenn ihnen beispielsweise Fahrradfahren Beschwerden macht, im Entlassungsbericht jedoch festgehalten wurde, dass sie täglich ein Ergometertraining absolviert haben, so kann ihnen dies seitens von den weiterbehandelnden Ärzten vorgehalten werden wenn sie wieder von diesen Problemen sprechen. Dies dann natürlich zu ihrem Nachteil nach dem Motto „bei der Reha ging das doch auch“.

Ebenso verhält es sich mit den schmerzbedingten Abbrüchen von Anwendungen. Wurden diese auch tatsächlich dokumentiert?

Dies sollen nur zwei Beispiele gewesen sein wie Fehlinterpretationen aussehen können. Deshalb – lesen sie genau was über ihre Person berichtet wird.

Geschönte Rehabilitationsergebnisse

Der Kostenträger erwartet von einer Reha-Einrichtung, dass der Patient wieder „topfit“ entlassen wird – zumindest annähernd. Nur so rechnen sich die teils teuren Anwendungen. Das ist zwar verständlich und nachvollziehbar, doch ob eine Reha-Maßnahme letztlich auch so erfolgreich war hängt vom Beschwerdebild ab. Nicht jeder Mensch ist gleich selbst wenn dies anscheinend blind vorausgesetzt wird.

Im Entlassungsbericht werden der Anfangszustand und der Endzustand des Patienten gegenübergestellt. Hieran können sie erkennen wie wichtig es ist, dass der Aufnahmebefund auch der Wahrheit entspricht. „Unter den Tisch gefallene Symptome“ tauchen auch im Rehabilitationsergebnis meist nicht mehr auf.

Wer von einem vermeintlich gesunden Patienten etwas hat ist nur die Reha-Klinik. Diese steht dadurch als besonders effektiv da. Dem Patienten bringt es nichts wenn die Fakten einfach vertauscht bzw. geschönt sind.

Nutzen Sie Ihr Recht auf Widerspruch

Wenn von ihnen festgestellt wurde, dass der Entlassungsbericht von den eigentlichen Tatschen abweicht, dann stellen sie dies in einem Widerspruchsschreiben klar. Stellen sie gegenüber was der Entlassuungsbrief aussagt und wo hierbei die Fehler sind. Schildern sie zu jedem Punkt den tatsächlichen Ist-Zustand. Zögern sie nicht hierbei zwar freundliche aber doch deutliche Worte zu sprechen. Es geht schließlich um sie und ihre Gesundheit – um niemanden anderen.

Den Widerspruch schicken sie per Einschreiben an den Kostenträger, der die Reha genehmigt bzw. angeordnet hat UND an die Reha-Klinik selbst. Das Schreiben an die Reha-Klinik kann auch ohne Einschreiben versandt werden. Sehen sie von telefonischen Widersprüchen ab. Diese können aus eigenen Erfahrungen später nicht mehr bewiesen und nachvollzogen werden. Lassen sie sich nicht „einlullen“, von wem und wie auch immer sondern bestehen sie auf den Tatsachen.

Je schneller sie auf einen fehlerhaften Entlassungsbericht reagieren desto besser ist es.

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Gute Besserung und viel Erfolg!

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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20 Kommentare

  1. Hallo, sehr guter Kommentar über den Reha Entlassungsbericht. Wenn der Bericht ankommt, werde ich ihn sehr gründlich lesen.
    Danke

    • Nichts zu danken, vielleicht findet sich auch die eine oder andere Stelle in Deinem Bericht welcher der Nachbesserung bedarf. Ich hoffe es nicht, wundern würde es mich aber leider auch nicht.

  2. Auch ich Danke vom Herzen.

    Mir wurde nur eine Kurzfassung gegeben.
    Habe mir dann den Bericht vom Rentenbund schicken lassen und bin erschrocken
    vom Stuhl gefallen. Lügen, falsche Tatsachen usw.
    Ich würde gerne wissen was für FRISTEN gibt es für den Einspruch?

    Liebe Grüße
    Karsten

    • Eine Frist kann erst dann zu laufen beginnen, wenn Dir der Bericht – in voller Länge – auch tatsächlich vorliegt. Wenn ich den Wortlaut nicht kenne kann ich auch keinen Einspruch einlegen. Wie das rechtlich natürlich ganz genau aussieht müsste dann ein Anwalt klären.

  3. Hallo Herr Liedl,

    ich habe meinen Arzt um die Herausgabe des Rehaberichtes gebeten und er kann ihn mir nicht geben, da auf dem Bericht ein Stempel der Reha-Einrichtung ist, der die Weitergabe an Dritte ausschließt. Sollte ich mich jetzt an die Reha-Einrichtung wenden oder an die Rentenversicherung?

    Frdl. Gruß

    • Hallo Conny, Sie sind „keine Dritte“ in dieser Angelegenheit. Der Bericht handelt von Ihrer Person und somit haben Sie ein Recht auf Einsicht. Das Recht auf Einsicht in Ihre Krankenakte haben Sie sowieso und dort ist der Bericht enthalten ;-) . Hier darf man sich nicht verschaukeln lassen!

  4. Habe gerade meinen Entlassungsbericht in den Händen . Ich bin super sauer ,ich werde mich morgen gleich daran setzen und einen Widerspruch scheiben .Bei mir stimmt so einiges nicht . Behandlungen sind angegeben welche ich nie hatte . Der Orthopäde sagte mir ich könne mit meinen Beschwerden nicht mehr in meinen Beruf arbeiten ,das fehlt ganz usw. Kann nicht sein ,oder ,mein Rentenantrag hängt davon ab. Na,ich werde mich wehren Gruß Elke

    • Hallo Elke. Wenn der Inhalt nicht den Tatsachen entspricht dann kann es nur eins geben – Widerspruch und die Forderung auf Nachbesserung des Entlassungsberichtes. So ein „falscher Bericht“ wird Dir immer wieder u die Ohren gehauen. Beim Rentenantrag, bei Antrag eines GdB usw.. Denn was dort steht ist schlichtweg Fakt. Niemand sollte falsche Tatsachen einfach hinnehmen oder denken, „das bringt eh nichts etwas zu sagen“. Denn dann bringt es wirklich nichts – vor allem Dir als Betroffenem nicht. Viel Erfolg.

  5. Hallo Herr Liedl,

    meine 86jährige Mutter hat sich den Oberschenkel gebrochen und in der Reha fast keine Fortschritte gemacht. Sie kam als Vollpflegefall zu Hause an.
    Im Entlassungsbericht der Reha wurde sie als gehfähig mit zwei Krücken und voll tauglich zur Bewältigung des täglichen Lebens beschrieben. Angeblich hat sie in der Reha eine Endoprothesenschulung erhalten (warum eigentlich? sie hat kein künstliches Gelenk).
    Der entlassende Arzt hat eine Blinddarmnarbe gefunden – meine Mutter besitzt ihren Blinddarm noch.
    Der Arzt hatte einen Verdacht auf Demenz – sie ist voll ansprechbar.
    Der Arzt beschrieb eine OP-Narbe mit Fäden an der linken Hüfte -die OP war am rechten Bein.

    Meine Mutter wurde ohne Schmerzmittel, Gehhilfen und Organisation einer weiteren Pflege nach Hause entlassen. Der von uns alarmierte Pflegedienst sah sie und schickte sie sofort ins Pflegeheim. Dort wurde festgestellt, dass eine Schraube im operierten Oberschenkel gebrochen war. Meine Mutter musste sofort wieder operiert werden. Wir bekommen jetzt wegen des Entlassungsberichtes keine Einstufung in eine Pflegestufe.

    • Hallo Karin, hier scheint so einiges ganz massiv schief gelaufen zu sein. Gegen diesen Entlassungsbericht würde ich in jedem Fall Einspruch sowohl beim Ersteller des Berichtes wie auch bei der Pflegeversicherung einlegen (Einschreiben/Rückschein). Eine Gegendarstellung wie es wirklich gelaufen ist beifügen und ganz explizit auf die Mängel / Falschaussagen hinweisen bzw. diese unbedingt richtigstellen. Und das alles…. möglichst sofort um keine Zeit zu verlieren. Wenn es ganz „dumm“ laufen sollte einen Rechtsanwalt hinzuziehen. Solche Bericht sind weder akzeptabel noch muss man die so hinnehmen. Viel Erfolg und nicht aufgeben, denn damit wird meistens kalkuliert.

  6. Hallo Herr Liedl,
    Ihren Artikel finde ich grundsätzlich sehr hilfreich.
    Ich befürchte ebenfalls, dass in meinem Entlassbericht einiges falsch sein wird. Die Reha EInrichtung möchte mir den Brief jedoch nicht aushändigen. O-Ton: „Dies ist nicht üblich“.
    Der Sachbearbeiter der Rentenversicherung sagte mir ich habe kein Recht darauf den Entlassungsbericht zu erhalten. Was kann ich jetzt tun???

    • Als Patient haben Sie ein Recht auf Akteneinsicht. Mit der Aussage „nicht üblich“ möchte man für mein Empfinden die Sache irgendwie unter den Teppich kehren mit der Hoffnung, Sie nehmen dies einfach so hin. Ggf. müssen Sie sich hier rechtliche Hilfe holen. Ich empfehle Ihnen auch diesen Artikel zur Thematik Akteneinsicht. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

  7. Eckhard Frischbier

    Hallo Herr Liedl,
    vielen Dank für Ihren Artikel. Ich war jetzt bei einer Reha und der Bericht war „unter aller Sau“mal ehrlich. Allein die Gliederung, nach Pkt. 1.2 kommt 1.5 dann sind Untersuchungen aufgeführt die nie durchgeführt wurden, ein Bericht einer Abteilung wurde vergessen, auf Hauptanliegen wurde nicht eingegangen, Ein- und Abgangsmedikation stimmen nicht, Sätze sind so formuliert, dass diese gegen mich ausgelegt werden können …….es reicht hier nicht aus.
    Das hab ich der Reha- Einrichtung vorgelegt- schriftlich. Sie haben das Gutachten geändert- ABER…es sind noch viele Sachen nicht beseitigt bzw. korrigiert worden und das Datum des neuen Gutachtens liegt vor dem des ersten Gutachten!!! Dann hab ich Ihren Artikel entdeckt.
    Also Beschwerde mit jeglichem Briefverkehr an die Rentenversicherung. Heute bekomme ich einen Brief von der DRV, dass ein Widerspruch nicht möglich ist, da es sich nicht um ein Verwaltungsakt handelt. Nach einem Telefonat mit der DRV wurde mir dies bestätigt, diese Fälle sind NUR mit der Reha- Einrichtung zu klären. Ich glaube nicht das diese sich darauf einlässt den Bericht neu zu fassen. Wie kann ich denn dann weiter verfahren?

    • Guten Tag, wenn die erfolgte Nachbesserung des Berichts noch nicht ausreichend ist stellen Sie es erneut richtig – schriftlich und in Kopie an die Versicherung. Am besten machen Sie dies per Einschreiben. Solange der Entlassungsbericht nicht den Tatsachen bzw. der Wahrheit entspricht würde ich eine Richtigstellung einreichen. Das ist ein mühseeliger aber leider auch der einzige Weg. Viel Erfolg und Durchhaltevermögen dafür.

  8. Christian Bienert

    Guten Tag
    Vielen dank für den Artikel,ich habe gleich widerspruch geschrieben.Ich wurde Arbeitsfähig entlassen obwohl
    bei der Abschlussuntersuchung mir verschlechterungen prognostiziert wurden.
    Prolaps in der LWS+HWS+ Atrose in der Rechten Schulter.
    Der Arzt sagte noch bei der Abschlussuntersuchung die Schulter ist schlimmer geworden,meinen erlernten Berufe als Maler+Taxifahrer soll ich nicht mehr ausüben wegen zu starker Belastung.
    Wegen der Atrose im rechten Arm kann ich den Arm nur zu 30% Anheben.
    BIN ABER SOFORT ARBEITSFÄHIG…………Ein Witz, eine Farce.
    Gruß Chr.Bienert

  9. Christian Bienert

    Hallo Hr.Liedl
    Heute kam der eigentliche Entlassungsbericht,die Formen das ding so hin wie sie sich es sich vorstellen.
    Ich kann die Sache hier nicht darstellen weil es zu lange dauern würde.
    Auf den widerspruch ist man überhaupt nicht eingegangen,nur so viel es wurden Sachen reingeschrieben
    die überhaupt nicht der Wahrheit entsprechen,und die Therapeuten haben nie ein Portokoll geführt über
    Sachen die man nicht mitmachen konnte.
    Mir wurde ein Bewegungsbad verordnet…….lächerlich nie gemacht weil es erstens kaputt war für die gesamte
    Rehadauer und zweitens hätte ich es sowieso nicht gemacht weil ich eine Chlor unverträglichkeit habe.
    Was würden sie mir Raten,Rechtsweg einschreiten?Es sind leider zu viele Fehler und unwahrheiten in diesen
    Bericht.
    Mfg.Chr.Bienert

    • Eckhard Frischbier

      Moin, wenn die Reha in Verbindung mit irgendwelchen Anträgen steht (Rente o.ä.) gibt es keine Möglichkeit Rechtsmittel einzulegen. Hab ich selbst durch.
      Abwarten bis Entscheidung getroffen wurde, dann kann man Widerspruch und später beim Sozialgericht Klage einreichen. Ansonsten gleich beim Sozialgericht vorsprechen.
      Viel Glück!! MfG Ecki

  10. Vor 2 Monaten war ich zu einer Anschlußheilbehandlung in eine Reha Klinik gekommen. Wegen Brustkrebs hat man mir die ganze rechte Brust abgenommen Die Kur selbst hat mir soweit ganz gut gefallen, es gab auch gute Bewegungstherapien aber gestern las ich beim Hausarzt den Entlassungsbericht und bin fast in Ohnmacht gefallen!!!Seit 10 Jahren leide ich ( 58 Jahre alt und Langzeitarbeitslos) unter chronischen Schlafstörungen, die durch die antihormonelle Therapie noch erheblich verschärft wurden. Es existiert auch ein ärztl. Attest vom Hausarzt und vom Frauenarzt, das ich nur noch in Tagesschicht arbeiten darf. Laut Bericht kann ich auch mühelos zu jeder Tages- und Nachtzeit arbeiten und bin das Freiwild für das JobCenter. Pausenlose Dauerschikanen sind jetzt zu erwarten. Hinzu kommt noch, daß ich angeblich ständig in Vollzeit stehen, krumm sitzen oder gehen kann und das auch beim Heben keinerlei Einschränkungen existieren. Reha sport ist angeblich bei mir überflüssig, dabei leide ich sowieso schon seit Jahren an chronischen Rückenschmerzen, die von Muskelverspannungen herkommen. Durch die fehlende Brust und die Veränderung der Körperstatik, sowie durch das Lymphödömrisiko und die antihormonelle Therapie, die die Knochen schädigt ist eine schwere körperliche solche Belastung schon erst recht eine Zumutung und Rehasport ist mehr als lebensnotwendig. Die ärztlichen Atteste wurden einfach ignoriert. Es geht mir noch nicht mal um eine Frühverrentung, sondern darum, das ich angemessen vermittelt werden kann und meine ganze Kraft nicht durch permanente Quatschbewerbungen und Dauerschikanen verheize.Die Rentenversicherung sagt, die Korrektur müsste ich mit der Klinik ausmachen. Sie nehmen keine Widersprüche an. Der Klinik schrieb ich einen Widerspruch und hoffe auf Korrekturen.
    Es ist ja nicht zu fassen. Vor der Krebsdiagnose war ich weitaus besser vor unangemessenen Quatscharbeitsstellen geschützt wie heute. Es gibt sogar ein arbeitsmedizinisches Gutachten und in meinem Alter ist das sowieso ein Witz Selbstverständlich werde ich nirgens eingestellt, aber eine solche Falschaussage lasse ich nicht auf mir sitzen und wenn ich einen Anwalt benötige. Muß ich erstmal Krebskrank werden um schwere Arbeiten machen zu können. Die Ärztin hat mich gerade mal 20 Sekunden gestreift, wie kann die überhaupt Beurteilungen abgeben. Hoffentlich ist mein Schwerbehindertenausweis nicht in Gefahr. Was sagen Sie dazu?

    • Guten Tag U. Weber, ich kann die einzelnen Fakten hier nicht bewerten und Ihnen auch keine rechtliche Beratung geben. Sie können nur dem Verfasser des Abschlussberichts gegenüber darauf bestehen, dass falsche bzw. fehlerhafte Passagen nachgebessert werden. Notfalls ist dies nur unter Mitarbeit von z.B. VdK oder eines anderen Rechtsanwaltes möglich. Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute und vor allem viel Kraft, welche in solchen Streitigkeiten leider stets von Nöten ist.

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