berufsgenossenschaften

Berufsgenossenschaften haben das typische Verhalten einer Versicherung. Tritt der Leistungsfall ein entstehen mit einem vorprogrammierten Automatismus die Diskussionen rund um die für Versicherte oft existenzielle Frage: „Ist die Berufsgenossenschaft zu Leistungen verpflichtet oder nicht“. In Betracht kommen hierbei sowohl Leistungen zur Teilhabe am Berufsleben als auch die Gewährung einer Verletztenrente wenn diese nicht möglich sind.

Auf diesem Weg dieser Überprüfungen wird der Versicherte von einem sogenannten Berufshelfer begleitet. Mit dieser Unterstützung konnte ich bereits meine eigenen und ganz besonderen Erfahrungen sammeln, was diese Form der Unterstützung mehr in Frage stellt als dass ich sie als besonders hilfreich ansehen könnte.

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Natürlich müssen Berufsgenossenschaften unter Rücksichtnahme auf alle anderen Versicherten prüfen ob und in wie weit Leistungen zu erbringen sind. Dafür gibt es auch mein vollstes Verständnis. Und trotzdem beschleicht mich immer öfter das miese Gefühl, dass Berufsgenossenschaften sich mit ihren Entscheidungen sehr bewusst viel Zeit lassen.

Dies erstreckt sich nicht nur auf Entscheidungen sondern auch ganz besonders auf den nahezu gesamten Schriftverkehr. Um dies einmal zu verdeutlichen hier ein paar Beispiele aus der Praxis. Ich bin mir sicher, dass sich einige Betroffene darin wieder erkennen werden.

Hinhaltetaktik der Berufsgenossenschaft

Beispiel 1 – Gutachterauswahl

Nicht selten müssen vor einer Entscheidung fachärztliche Gutachten eingeholt werden. Zunächst erhält der Versicherte eine Auswahl von Gutachtern, seine Wahl teilte er dann der Berufsgenossenschaft mit. Diese wiederum beauftragt der ausgewählten Gutachter der seinerseits wieder den Termin an den Versicherten mitteilt oder der BG mitteilt, dass das Gutachten aus terminlicher Sicht nicht möglich ist.

Gutachter sitzen natürlich nicht unbegrenzt zur Verfügung und deren Terminplan ist meist gut gefüllt. Wartezeiten sind also vorprogrammiert und obwohl dies recht nervtötend sein kann bleibt dieser Umstand bis hierher noch nachvollziehbar.

Der Versicherte setzt verständlicherweise voraus, dass dieser Verwaltungsvorgang in seinem Interesse relativ zügig bearbeitet wird. Doch er irrt. Wartezeiten zwischen 3 und 4 Wochen ehe die BG den Gutachter überhaupt beauftragt – also der Prozess grundsätzlich in Gange kommt – sind aus eigenen Erfahrungen keine Seltenheit. Lehnt der Gutachter den Auftrag ab und teilt dies der BG mit entstehen ggf. die gleichen Wartezeiten noch einmal bis der Versicherte davon erfährt und einen anderen Gutachter auswählen muss.

Im selbst erfahrenen Fall vergingen etwas knapp 11 Wochen bis zur Mitteilung seitens der BG und es musste ein neuer Gutachter ausgewählt werden. Durch diese völlig unnötigen Verzögerungen geht wichtige Zeit verloren, u.U. auch im Hinblick auf Zahlungen des Verletztengeldes das die BG nicht selten – auch wider einschlägigen Rechtssprechungen – nach 78 Wochen einstellen kann ohne dass irgendwelche Fortschritte erzielt werden konnten.

Ein Tipp

Rufen Sie spätestens 3 Wochen nach der Mitteilung an die BG welcher Gutachter beauftragt werden soll diesen in seiner Praxis an. Fragen Sie nach, ob seitens der zuständigen BG überhaupt schon ein Auftrag erteilt bzw. die nötigen Unterlagen zugeschickt wurden. Im Falle einer Absage durch den Gutachter fragen Sie nach, wann diese der BG mitgeteilt wurde. Notieren Sie unbedingt Datum, Uhrzeit und Namen wann Sie mit der Praxis telefoniert haben und wenden Sie sich umgehend unter Nennung der neuen Erkenntnisse an die BG oder Ihren Rechtsanwalt. Machen Sie sich Notizen über solche Vorgänge um diese später noch nachvollziehen zu können. Eine Untätigkeitsklage kommt u.U. bei diesem Verhalten auch in Betracht.

 

berufsunfaehig

Beispiel 2 – Teilhabe am Berufsleben

Unfallopfern stehen unter bestimmten Voraussetzungen Umschulungen zu, wenn der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Derartige Gespäche sind auch mit einer gewissen Vorsicht zu genießen um eventuelle Nachteile zu vermeiden. Treiben Sie den Vorgang für diese Gespräche vehement voran, auch hier wird sehr gerne mit der Zeit „gespielt“. Es entsteht für den Versicherten der Eindruck, dass die BG immer diese 78-Wochenregelung im Auge hat um Gelder einzusparen.

Vorschläge zu einer Umschulung müssen auch Sinn machen und sollen nicht nur ausschließlich dafür dienen, den Versicherten möglichst schnell „loszuwerden“. Das Tätigkeitsfeld muss den vorherrschenden Einschränkungen durch den Arbeitsunfall angepasst sein.

Nur mal bildlich gesprochen – es macht keinen Sinn einem Kfz-Mechaniker eine Umschulung zum Reifenwechsler anzubieten. Erstens war dies Gegenstand seiner Ausbildung zum zweitens sucht keine Firma nur einen Mitarbeiter für diese eine Tätigkeit.

Einmal eine Umschulung angetreten und durchgezogen ist die Berufsgenossenschaft „fein raus“, hat ihre Schuldigkeit getan und kann die Leistungen (abgesehen von einer zu bewilligenden Unfallrente) einstellen. Das ist nicht im Sinne des Versicherten.

Tipp

Nehmen Sie zu solchen Gesprächen einen Vertrauten mit, gehen Sie nicht alleine hin. Sie haben das gesetzliche Recht auf einen Beistand! Sie sitzen meist einem mehrköpfigen Gremium gegenüber das über Sie „bestimmen“ möchte. Lassen Sie sich zu nichts überreden. Ein Umschulung macht nur dann Sinn, wenn es für die dort erworbenen Kenntnisse auch tatsächliche Arbeitsplätze gibt. Die Umschulung alleine stellt keine spätere Existenzgrundlage dar wenn diese nicht genutzt werden kann oder wenn Ihre dennoch vorhandenen gesundheitlichen Einschränkungen einer eventuellen Einstellung entgegenstehen werden.

Fazit

Es gibt ganz bestimmt auch Berufsgenossenschaften bzw. Sachbearbeiter, die engagiert zu Werke gehen und ihr Bestes für den Versicherten geben. Leider konnte ich dahingehend noch keine Bekanntschaften machen. Die Dunkelziffer jener Fälle in denen es „extrem klemmt“ ist sehr wahrscheinlich höher als man denkt. Die Öffentlichkeit erfährt davon nur in den seltensten Fällen, Betroffene erst dann wenn sie bereits mitten drin stecken.

Ein Arbeitsunfall verändert nicht nur ihr Berufsleben, er kann ihre Existenz komplett zerstören. Sind Sie auf der Hut, dass die Berufsgenossenschaft tatsächlich alles versucht das Beste daraus zu machen. Lassen Sie sich weder „auf später vertrösten“ noch als Karteileiche einsortieren.

Um es mal umgangssprachlich auszudrücken – wenn es wieder mal länger dauert nerven Sie Ihren Sachbearbeiter mit stetigen Nachfragen. Sie sind zwar nicht der einzige Fall, aber die BG hat nichts anderes zu tun als solche Fälle zu bearbeiten. Und das so zügig wie möglich. Die BG ist für Sie da und nicht umgekehrt wie man das manchmal vermuten könnte. Denken Sie immer daran, der Sachbearbeiter ist gesund, hat seine Existenz und somit leicht reden.

Ihre Existenz hängt ggf. an einem seidenen Faden den Sie sich auf keinen Fall von Paragrafenreitern durchtrennen lassen sollten.

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Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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44 Kommentare
  1. Marcus sagte:

    Das Problem ist, das allgemein ja schon bei Fachärzten Wartezeiten von minimum drei bis zu 6 Monaten üblich sind. Und diese Fachärzte sind ja nicht selten auch als Gutachter tätig.

    Also ist das, was Du bemängelst, nicht wirklich verwunderlich! Und ich denke, das sich das Problem noch verschärfen wird!

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Da bringst Du ein bisschen durcheinander. Es geht nicht um Wartezeiten beim Facharzt. Folgendes, datumtechnisch vereinfachtes Beispiel einer zeitlichen Abfolge der Bearbeitung durch die Berufsgenossenschaft.

      • 1. März – Mitteilung an BG des Gutachters
      • 28. März – BG schreibt Gutachter an und schickt Unterlagen
      • 1. April – Gutachter lehnt den Auftrag schriftlich ab, schickt Unterlagen zurück an BG
      • 5. Mai – BG teilt mit, dass Gutachter abgelehnt hat

      Damit lag der Vorgang – Auswahl eines Gutachters – insgesamt mehr als 8 Wochen bei der BG. 2 Monate die sinnlos verstrichen sind. Und das hat nichts mit der Terminvergabe bei den Fachärzten zu tun, das ist eine klare Untätigkeit seitens der BG. Und die Mitteilung vom 5. Mai, dass der Gutachter nicht gewählt werden kann erfolgte nur auf Nachfrage bei der BG. Wer weiß wie lange es ohne Nachfrage noch gedauert hätte.

      Das geht in meinen Augen gar nicht. Vielleicht verstehst Du nun besser worum es ging.

      Antworten
      • Marcus sagte:

        Das ist in der Tat arg heftig, 5 Wochen keine Reaktion zu zeigen.

        Ich dachte, es ginge darum, das die Fachärzte für die Begutachtung zeitnah keinen Termin frei hätten.

        War wohl etwas zu kaputt, um das zu schnallen ;)

        Antworten
        • Thomas Liedl sagte:

          Kein Problem, wir konnten es ja klären. Aber „freiwillig“ nicht zu reagieren und bei einer Nachfrage auch noch angesäuert zu sein ist ein inakzeptables Verhalten. Denn diese Zeit muss mann auf die Wartezeit beim Facharzt/Gutachter noch mit dazurechnen. Und wohin das dann zeitlich führt – das kann nicht im Sinne aller Beteiligten sein.

          Antworten
    • Espresso sagte:

      In meinem Fall Verschleppt die BG Begutachtungen seit 5 1/2 Jahren. Gutachteraufträge werden
      nicht verschickt, immer wieder werden Aktenbestandteile eingezogen, plötzlich haben Gutachter dann keine Kapazität mehr. Wichtige Aktenbestandteile sind verschwunden und werden neu angefordert. Ohne Rechtsanwalt hat die BG auf meinen Widerspruch gar nicht reagiert.
      Plötzlich wird der Sachbearbeiter gewechselt und hat keine Ahnung mehr. Die Akte besteht nach
      5 1/2 Jahren Verzögerungstaktik zu 15 % aus Arztberichten und Patientenakte und zu 85 % aus Schriftverkehr der BG. Wenn eine Sache z.b. nach 2 Jahren Kampf durch Labor ausgeschlossen wird,
      die eine Rentenablehnung begründen könnte wird diese nach 4 Jahren erneut ausgegraben etc. etc.
      Wenn ein Gutachten erstellt wurde, wird ein neues gefordert.

      Antworten
  2. Heike Hasikic sagte:

    Hallo, ich habe gerade den o.g. Bericht gelesen. Ich hatte 2013 einen Unfall, im Juni 2014 wurde dann vom gericht ein Gutachter bestellt. Jetzt haben wir es Dezember 2014 und ich warte immer noch auf den Gutachter Termin. Ich habe bereits mehrfach dort angerufen und man vertröstet mich immer wieder.
    Mein Anwalt meint, wenn er Druck macht, dann ist der Ausgang schon vorgeschrieben.
    Nur meine Nerven liegen im Müll.
    Was kann ich jetzt machen?
    LG

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Hallo Heike, leider ist dieses Zeitspiel der Berufsgenossenschaften ganz „normal“. Es hat schlichtweg eines zum Ziel –> Zermürbung. Und im Rahmen dieser Zermürbung gibt der Versicherte irgendwann einfach auf. Das wäre allerdings der schlimmste Fehler den man machen kann. Auch wenn es viele Nerven kostet, man darf sich nicht „unterwerfen“, denn das hilft einzig alleine nur der BG – und zwar beim Geld sparen! Und das Spiel mit der Zeit hat noch ein weiteres unsägliches Ziel, die 78-Wochenregelung. Also Vorsicht!

      Selbst anzurufen nützt erfahrungsgemäß sowieso nichts. Abgesehen davon dass nur Schriftliches später nachvollziehbar ist. Ohne Deinem Anwalt zu nahe treten zu wollen, aber da liegt er ein wenig falsch. Nach 6 Monaten der sogenannten Untätigkeit kann eine Untätigkeitsklage eingereicht werden. Manchmal geht es ohne ein solches Vorgehen einfach nicht weiter. Das sind alles eigene Erfahrungen.

      Der Ausgang eines Gutachtens ist nochmal was ganz anderes. Hier muss man fast denken, dass BG-Gutachter wenn es irgendwie geht immer für die BG und somit gegen den Versicherten urteilen. Das liegt zum Teil daran wie genau solche Gutachten sind.

      Mein Tipp wäre… der Anwalt muss der BG auf die Füße treten und stets die 78-Wochen-Regelung im Auge haben falls Du Verletztengeldbezieherin bist! Alles Gute.

      Antworten
  3. Stefan Thümmel sagte:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    mein Schwiegervater hatte 2008 einen Abeitsunfall. Das gesamte Prozedere seit dem kommt uns langsam komisch vor. Ist es Ihnen möglich wenn wir Ihnen einen kurzen Abriss via E-mail schicken uns einen hilfreichen Rat zu erteilen ?
    Danke Grüße aus Sachsen

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Hallo, eine Rechtsberatung kann und darf hier nicht stattfinden. In jedem Fall ist das Hinzuziehen eines Rechtsanwaltes zu empfehlen. Ohne einen solchen ist es nur sehr schwer „halbwegs“ sein Recht zu bekommen.

      Antworten
  4. Petra Sydow sagte:

    Guten abend, hatte ende august 2015 atbeitsunfall. BG erkannte ihn an und empfahl eine therapie. Genehmigte erst einmal 5 sitzungen. Nach diesen stellte therapeut antrag auf 25 anschlussitzungen. Bericht von meiner therapeutin ging an eine von der BG beauftragten psychotherapeutin, diese meinte, meine habe bausteine benutzt und und. Daraufhin kam von BG, dass sie verletztengeld zum 25.01.2016 einstellen und ich keinen anspruch auf rente habe. Seitdem laeuft ein widerspruch durch den VdK und ich erhalte krankengeld. MdK kam auch zu dem schluss, dass ich nicht arbeitsfaehig bin. VdK draengt jetzt auf bearbeitung bei der BG.
    Ich arbeite in der psychiatrie und bin seit dem uebergriff nicht mehr in der lage, eng mit psychisch kranken zu arbeiten. Posttraumatische belastungsstoerung. Mein arbeitsverhaeltnis ist nicht gekuendigt. Ich bin 60 jahre.
    Wenn die BG nicht keine rente bewilligt, hiesse dies, dass ich ab feb 2017 ausgesteuert wuerde.
    MfG

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Es ist leider ein typischer Fall – die BG sieht alles komplett anders und will nicht zahlen. Beim VdK sind Sie aber gut aufgehoben. Nur eines dürfen Sie niemals tun – aufgeben. Denn damit wird meines Erachtens bei den Berufsgenossenschaften spekuliert. Und mit einer Rücknahme der Klage hätte die BG „gewonnen“. Nichts anderes will man dort – so jedenfalls meine Erfahrung. Ich drücke die Daumen und wünsche alles Gute.

      Antworten
    • Nawrot Stephanie sagte:

      Hallo

      ich habe ähnliche Situation bzw. Diagnose ,bin schockiert ,man ist ein Gewaltopfer und muss noch mit BG kämpfen. Es ist nicht mehr humanitär,wo bleibt die WÜRDE des Menschen? Nur auf dem Papier? bitte melden Sie sich bei mir.

      Antworten
  5. Kaiser Tanja sagte:

    Hallo,
    ich hatte im August 13 einen Arbeitsunfall. Erst zum Hausarzt, weil er am nächsten zu erreichen war. Zwei Tage später Termin beim durchgangsarzt. Röntgen ohne Befund. MRT ohne Befund. Arzt hat alles bei der BG eingereicht. Wir haben nie etwas gehört. Monatelange Physiotherapie. Erst mein Durchgangsarzt erfuhr dann im Januar das die BG ablehnt.
    April 14 weiters MRT ohne Befund. Durchgangsarzt hat dann entschieden Schulter zu operieren. Supluxation, sehnenriss,
    Rotatorenmanschette defekt.
    Also alles nochmals bei der BG eingereicht. Seither schleppend. Antrag auf Teilhabe gestellt. Da musste ich eine ambulante Reha machen. In dieser musste ich weit über meine Schmerzen gehen. Fazit abruch nach zwei Wochen wegen heftiger Entzündungen in der Schulter.
    Immer wieder zum Gutachter. Letztes Gutachten im Februar. Seither geht nix mehr. Auf meine Mail vor drei Wochen immer noch keine Reaktion. Einwände, weil jetzt durch die einseitige Belastung die Linke Schulter in der Bewegung eingeschränkt ist. Die Schmerzen sich mittlerweile auch über den Rücken gehen. Da heißt es, hat mit dem Unfall nichts zu tun. Sind wir nicht zuständig.
    Es geht einfach nicht vorwärts. Trotz Anwalt, trotz Beschwerde bei der Hauptstelle der BG.
    Aber es stimmt: BG ist super Klasse darin, ihre Kunden zu zermürben.

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Es braucht einen sehr guten Rechtsanwalt für Sozialrecht, der bissig genug ist um das alles durchzuziehen. Im Fall meiner Frau dauerte es knapp 6 Jahre bis rückwirkend Verletztengeld geflossen ist. Bis zu dem Zeitpunkt viele Briefe – die meisten unbeantwortet – und reinster Nerventerror. Durch ist das Thema immer noch nicht wegen der Rentenansprüche. Es braucht leider einen sehr langen Atem um das alles in die richtigen Bahnen zu leiten. Und sehr vieles hängt vom jeweiligen Sachbearbeiter bei der BG ab ob es schnell geht oder eben leider nicht.

      Kommunikation per E-Mail bringt nichts, es fehlt der Beweis etwas eingereicht zu haben. Am besten per Fax (Sendebericht) oder per Einschreiben – und dann immer eine Frist setzen. Sonst schläft alles wieder sehr schnell ein so meine Erfahrungen. Gute Gesundheit und viel Erfolg.

      Antworten
  6. Paul Baran sagte:

    Hallo Thomas,
    ich habe folgende Frage an dich:
    Ab wann und wie(Zeitraum nach einem Arbeisunfall), kann man die BG dazu bewegen einen Gutachter zu beauftragen?
    Mein Fall: Juli 2015 Arbeitsunfall
    Dez.2015 – Feb. 2016 Einweisung durch BG ins BG-Unfallkrankenhaus Murnau (8Wochen)
    Feb.2016 – 28.4.2016 ambulante EAP-Weiterbehandlung
    28.4.2016- 19.5.2016 BG-Reha im BG-Unfallkrankenhaus Murnau
    19.5.2016- Wiedereintritt der Arbeitsfähigkeit ist nicht absehbar
    Im Abschlussbericht heißt es: Wir ( BG-Unfallkrankenhaus Murnau), empfehlen die Durchführung eines
    1. Rentengutachtens nach Wiedereintritt der Arbeitsfähigkeit! Das dauert aber mindestens bis zur 70. Woche.
    Ich würde aber vorher gerne Klarheit über meinen MdE haben!

    Im voraus herzlichen Dank

    Paul B

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Hallo Paul, eine rechtliche Beratung kann und darf ich Dir hier nicht geben. Ich würde Dir unbedingt raten einen Rechtsanwalt hinzuzuziehen. Meine Erfahrungen sind, dass ohne einen solchen ALLES länger als nötig dauert. Als Privatperson an die BG heranzutreten ist zwar möglich, oft aber ohne durchschlagenden Erfolg (Eigenerfahrung wie gesagt). Bis ein MdE festgesetzt wird kann das sehr lange dauern, knapp 6 Jahre sind es bei meiner Frau und wir sind noch nicht am Ziel. Man braucht sehr viel Geduld und Zeit, beides hat man nicht immer ich weiß. Unsere Erkenntnisse sind, dass man ohne eine Klage vor dem Sozialgericht meist gar nichts erreicht.

      Alternativ wäre der VdK oder der SoVD wenn Du keine Rechtschutzversicherung hast. Viel Erfolg mit allem was Dir bevorsteht.

      Antworten
  7. Guido sagte:

    Hallo zusammen
    so wie ich das herauslese kann die Ermittlung des Mde Wertes bis zu 70 Wochen dauern? Hatte am 23.5. eine BG Gutachteruntersuchung bei einem Krankenhaus in der Gefässchirurgie….das Gutachten liegt der Bg noch nicht vor. Bestimmen die Bg den Mde wert oder das krankenhaus wo ich war?

    Gruss Guido

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      In der Tat kann es über 70 Wochen dauern bis zur Festsetzung des MdE. Dieser wird von der BG entschieden, nicht von der Klinik. Diese kann höchstens eine Empfehlung geben. Alles Gute!

      Antworten
  8. Heike sagte:

    Hallo zusammen hat jemand Erfahrungen oder habt einen Rat für mich
    Ich bin durch meine Arbeit erkrankt. Ich bin ausgesteuert und bekomme nun Arbeitslosengeld.
    Ein Gutachten liegt vor, darin habe ich 30% Mde bescheinigt bekommen. Leider verschleppt die BG nun die Bescheiderteilung. Mündlich wurde mir alles zugesichert. Nun muste ich für zwei Wochen zu einem Berufsförderwerk zur Berufsfindung. Dort wollte man mir, mit einem zu Hilfe geholten BG- Mitarbeiter, eine Wiedereingliederungmaßnahme aufschwatzen… bei der das Förderwerk gut verdient hätte, ich für mich aber keinen Nutzen gesehen habe. Mir wurde zugesagt, dass nach diesem zweiwöchigem Kurs der Bescheid erteilt werden soll. Vorher hat meine Anwältin mit einer Untätigkeitsklage gedroht. Ein Schreiben kam zurück, dass die Bescheiderteilung bald erfolgt. Nun hat der Berufshelfer verkündet, erst bei Zusage zur einer Bildungsmaßnahme kommt es zur Bescheiderteilung.
    Meine Frage: Was steckt hinter dieser Verschlepptaktik. Warum soll ich den Bescheid erst nach meiner Zusage für eine Fortbildung oder Umschulung bekommen. Ich trau dem Frieden nicht. Kann ich was falsch machen? Zwischenzeitlich habe ich mir selbst ein paar Bildungsgespräche organisiert von neutralen Bildungseinrichtungen und bin aktiv auf Arbeitssuche. Rückwirkend habe ich Verletzengeld erstattet bekommen.
    Ich freue mich über gute Tipps, Danke
    Gruss Heike

    Antworten
  9. Anosrge Horst sagte:

    Ich bemühe mich seit 30 Jahren um Anerkennung meiner HWS-Schäden nach drei Schleuderverletzungen. Die BG BAU stellte nach 2 Jahren die Zeitrente von 20 % ein
    und behauptete, die Schäden liegen jetzt unter 20 % MdE, was unzutreffend war, weil der
    D-Arzt die schweren HWS-Verletzungen be C 3 / 4 und die Atlasverschiebung, etc. gar
    nicht dokumentiere. Eine spätere CT-Untersuchung ordnete der D-Arzt nur ab C 3 / 4 an.
    BG und D-Arzt lehnten Ansprüche ab; die Bremer Sozialgerichte segneten den vorsätzlichen
    Betrug ab.

    Antworten
  10. Dieter sagte:

    Hallo,

    die BG`s können sich Ihren Luxus des abstreiten nur leisten mit der Unterstützung gewissenloser Ärzte. Zusätzlich wird die Rechtssprechung am SG von Versicherungen geschult in Seminaren Rechtskunde. Auch kann die BG völlig ungehemt agieren. So ist es möglich Arztberichte Jahre später im Gutachten durch den Gutachter-Arzt-BG mit unterstützung des Arztes der vorher den Bericht geschrieben hat, diesen jetzt ins Gegenteil, nartürlich zum Nachteil des Anspruchssteller, zu vergehren. Da diese Ärzte nichts zu fürchten haben, wird diese Anstiftung zur Falschaussage dann im Gutachten exakt „Dokumentiert“. Selbst wenn der Gutachter weiss, dass er keine eigene Ermittlungen anstellen und eigne Tatsachen schaffen soll inerhalb eines Gutachtens. Der Obergutachter, dem der richtige Sachverhalt der für den Anspruchsteller spricht bekannt ist, da er Ihn selbst schon dokumentiert hat, baut jetzt sein eigenes Zusammenhangsgutachten auf diesen Manipulationen auf. Weil wenn die BG behauptet Verletzungen nach Schleudertrauma gibt es nicht, dann hat dies nichts mit aktueller Medizin zu tun. So können Ärzte die nicht in Anhänigkeit der BG stehen, meine Verletzungen, Jahre später ohne Probleme nachvollziehen, anhand selber Unterlagen die zur Begutachtung vorgelegen haben. HWS BSV,Bänderrisse,Kopfgelenkverletzungen, Nervenentzündungen, Instabilität der HWS, erhebliche Achsabweichungen und posttraumatischer beschleunigter Verschleiß. Die BG hat wie immer nur leichten Verschleiß festgestellt. Aber einen Tinitus mit 10% MdE festgestellt, wer der Medizin Herr ist weiss, dass ein Tinitus der durch ein Schleudertrauma bedingt ist, nicht isoliert auftaucht sondern immmer mit feststellbaren Begleitverletzungen in Erscheinung tritt! Solch ein Unsinn wird dann beim SG mit Röntgenuntersuchungen, auf denen meist Knöchern nichts zu sehen ist, noch Vorschub geleistet. Das System ist daher dringend Überholungsbedürftig, da hier nur Einseitig und mit ungenügenden Mitteln zu ungunsten des Anspruchsteller ermittelt wird! Zustände schlimmer wie im alten Rom.

    Antworten
  11. Bernhard sagte:

    Hallo, Geduld haben, ich kämpfe jetzt schon seit fast 16 Jahren mit der Berufsgenossenschaft und muss sagen Anwälte, Gutachter, Richter und Ärzte eine große Familie.
    Selber schlau machen und kämpfen, nur so hat man eine Schanze.

    MfG, Bernhard

    Antworten
  12. Gaby Steffens sagte:

    Ich habe um Mai 2016 einen Antrag auf Anerkennung einer Berufskrankheit gestellt. Im Mai 2017 bekam ich eine Ablehnung. Also direkt Wuderspruch eingelegt. Im Juli 2017 erhalte ich eine kurze Nachricht mit dem Wortlaut: es ist geplant, die Widerspruchssache dem nächsten Widerspruchausschuss (voraussichtluch am 26.9.2017) zur Entscheidung vorzulegen.
    Ich bin sehr empört!!!
    Was kann ich machen?

    Antworten
  13. Schroth H sagte:

    Hallo

    Ich habe 2006 Antrag auf Berufskrankheit 2108 gestellt und 2015 hat Be vor lag in 2. Instanz anerkannt aber nur zu 20% mde rückwirkend 2003. Habe im Jan.2017 wieder Klageveingereicht mit positiven Gutachten vom Gericht.
    Ihr braucht sehr viel Zeit um Erfolg zu haben. Die Bg versuchen mit allen Mittel nicht zahlen zu müssen.

    Antworten
  14. Peter .P sagte:

    Bei mir würde eine Berufskrankheit der Bg anerkannt Lärmschwerhörigkeit .Aber keine Rente .Laut Gutachter unter 10%.Bin beim VdK gewesen ,der meint das bringt nichts da vorzugehen .Auch mein HNO sagt das bringt nichts.Bg zahlt Reha undHörgeräte .Was soll ich machen VdK hat Widerspruch vorsichtshalber eingelegt will aber doch nichts machen.Erst ab 15% Mde wäre es sinnvoller.Was meint ihr

    Antworten
  15. oerni sagte:

    Für mich sind gesetzliche UV-Träger (BG) Leistungsverweigerer auf Kosten der Gesundheit der Verunfallten und Berufserkrankten. Der neuerste Gag: Akupunkturbehandlungen ur noch 10 Sitzungen pro Jahr!
    Die Sachbearbeiter(innen) sind seit neuerstem mit medizinischem Fachwissen ausgestattet und können somit die behandelnden Ärzte / Fachärzte locker ersetzen, Verwaltungsrecht kennen sie ja sowieso und was mit Leistungsverweigerung zu tun hat, ist bereits im PC-System hinterlegt.

    Wer kennt sie nicht, die sozialgerichtliche Ungerechtigkeit.
    Bei Klagen gegen die Leistungsverweigerer (UV-Träger) besteht vor Sozialgerichten und Landessozialgerichten in den letzten 10 Jahren die Chance 1:10
    Fairness ist das jedenfalls nicht, da müsste schon ein Verhältnis von 50:50 + – 10 bestehen.
    Aber weshalb ist das so unverhältnismäßig.
    Machen sich die zuständigen Ministerien, die Bundesregierung und Richterinnen und Richter zu wenig Gedanken oder heißt es auch hier: Woher ich mein Geld bekomme ist doch egal, Hauptsache ich bekomme es?

    Antworten
  16. Anna P. sagte:

    Arbeitsunfall im April 2017. Bänderverletzung beidseitig plus Knochenstauchung. Erstmal fast 7 Wochen keine Therapie. Sollte Bein hoch legen und kühlen, was eigentlich unmöglich war durch die Schiene hindurch. Danach manuelle Therapie, Lymphdrainage, Krankengymnastik. Wegen extremer Schmerzen nur eingeschränkt machbar. Im Juli OP wegen Verwachsungen. Wieder Stillstand. Schmerzen halten an, werden trotz wiederholter Therapie (s.o.) nicht besser. Kann kaum 500 m gehen ohne Schmerzen! Habe eine Arbeitsstelle im Lager; ganzen Tag auf kaltem Betonboden stehen, schwere Pakete z.T. auf Paletten absetzen. Fuß ist nach wie vor stark bewegungseingeschränkt, sodass ich selbst im eigenen Haushalt nicht runterkomme, wenn mir was hinfällt. Halbe Stunde Bügeln nur mit Schmerzen möglich. War dann Oktober bei einem Gutachter. Der wollte mich arbeiten schicken. Widerspruch eingelegt – nächste Gutachterin im Januar. Die meinte ich brauche Faszienbehandlung und Ostheopathie. Verordnung habe ich dann auch bekommen. Aber nach 8 von 10 Terminen wird der Fall ohne Begründung abgeschlossen. Erfahre ich mehr oder weniger zufällig handschriftlich von der Gutachterin. Von der BG liegt mir noch nichts offizielles vor. Soweit ich weiss, steht in den Statuten der BG: Behandlung bis zur vollständigen Genesung und Wiederaufnahme der Tätigkeit. Meine Therapeutin war entsetzt: 1 Jahr ist doch nichts! Sie haben Patienten, die seit mehreren Jahren therapiert werden. Wahrscheinlich bin ich zu alt (60) und die BG meint, dass ich bald in Rente gehe. Muss und will aber noch 7 Jahre arbeiten! Das ist deutsche Sozialpolitik!? „Zum Wohl des deutschen Volkes“ Man müsste die Politiker alle wegen Meineides anklagen.

    Antworten
  17. Dieter sagte:

    Hallo erstmal

    Zu meinem Glück kann ich sagen das es durchaus auch anders geht mit der BG.
    Ich hatte einen Verkehrsunfall während der Arbeit und die BG hat immer zeitnah gehandelt.
    Eine stationäre REHA wurde innerhalb 30 min per FAX genehmigt. Rekordverdächtig!
    Weitere Termine innerhalb kurzer Zeit bekommen wie EAP oder Fachärzte und Termine mit der BG direkt.
    Gutachter Termin innerhalb 2 Wochen erhalten.
    MDE dauert jetzt seit 1 Monat aber das ist ja normal wenn man bedenkt das der Gutachter das Gutachten erst ca.
    nach 3 Wochen rausgeschickt hat. Also bei BG seit 1 Woche vorliegend.
    Also es kann auch gut laufen mit der BG oder ich habe einfach einen sehr guten BG Berater.
    Trotzdem wünsche ich allen hier alles gute mit der jeweiligen BG.

    Aber natürlich kann mit der MDE Einschätzung der BG sich noch alles ändern
    was meine Zufriedenheit angeht aber ich bin Optimist und ansonsten geht’s zum VDK.

    Also alles Gute euch

    Antworten
    • Nawrot Stephanie sagte:

      Hallo

      wer hat den Unfall verusacht ?,wer hat Schuld? wurde den Unfall von Polizei offiziel aufgenommen ? holt sich die BG das Geld von dem Dritten ?
      Es hat mit Glück nichts zu tun ,es geht nur ums Geld ,ob dies von unseren Beiträgen oder anderen Versicherungsträger ist ,spielt hier absolut keine Rolle für BG.,da hier nur um Geld geht.

      Antworten
  18. Max1 sagte:

    Menschenunwürdiges Verhalten ist bei vielen Berufsgenossenschaften an der Tagesordnung, Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Jeder Unfall und jeder Berufserkrankung wird penibel untersucht, jedoch nur um mit „Vorerkrankungen“ die gesetzlich geregelten Leistungen auszuschließen.
    Ärzte und Unfallkliniken haben über jeden Cent ausführliche Berichte zu schreiben, da ist es inzwischen so, dass die Ärzteschaft keinen Bock mehr haben und lieber den Verunfallten oder Berufserkrankten Gesund schreiben.

    Ich habe mir mal die Anfrage der Linken zur Statistik über Berufserkrankungen in Gerichtsverfahren angesehen.
    Es stimmt, was einer der obigen Schreiber berichtet: Anerkennungsquote bei max. 13 % vor Gerichten.

    Wenn das über Jahrzehnte so ist, kann das nur System haben, das System heißt:
    Belaste nicht die Berufsgenossenschaften mit zuviel Anerkennung, denn das kostet und Geld braucht man für die aufgeblähten Verwaltungen.

    Nun die Statistik ist nur für BK gemacht, im Unfallwesen wird keine gemacht, vermutlich werden die Zahlen nicht anders sein, denn auch hier geht es um Geld.

    Aber alle die Unfälle und Berufserkrankungen haben können sich im Internet informieren und sie sollten alles in die Wege leiten, um zu ihrem Recht, Behandlungen zu kommen.

    Nicht das System gesetzliche Berufsgenossenschaft gehört abgeschafft, sondern das was die Berufsgenossenschaften daraus gemacht haben.
    Hier gehört Offenheit praktiziert.

    Antworten
  19. oerni sagte:

    Das Spiel der Berufsgenossenschaften ist weithin bekannt und jede(r) Betroffene sollte seinen Fall in irgendeiner Form öffentlich machen, hier in anderen Foren, Rundfunk, Fernsehen.
    Wenn es in der Öffentlichkeit getragen ist und die Vielzahl aufzeigt wie die Berufsgenossenschaften die Verunfallten und Berufskranken im Prinzip „betrügen“, könnte sich etwas ändern.

    Das viel größere Übel, auch die Sozialgerichte beteiligen sich an dem Spiel.
    Über Umwegen wurde mir ein Fall zugetragen, der seines Gleichen schon gesehen hat.
    Da hat der 3`te Senat des LSG München einen Gutachter beauftragt, der vom Senat bereits als Befangen gewertet wurde und der Senat befragt sogar noch diesen orthopädischen Gutachter (der Wohnsitz in Inning am Ammersee – mit direkten Zugang zum See).
    Welche eine Unverfrorenheit steckt hier hinter der Gesichtern der LSG Richterinnen und Richter, es zeugt schon fast von krimineller und korrupter Natur.

    Man weis das die Uhren in Bayern oft anders gehen und das Sozialgerichte auch in Bayern überlastet sind, aber müssen deshalb die Klägerinnen und Kläger von den Richterinnen und Richtern benachteiligt werden.
    Sind ca. 10 % Anerkennungsquote bei Berufserkrankung gerecht, was ist mit den restlich 90%, sind das alles nur eingebildete Berufserkrankte?

    Wurde innerhalb der Regierungsparteien in Deutschland ein Abkommen mit den gesetzlichen UV-Trägern getroffen, dass Sozialgerichte per Anweisung nur ca. 10 % der Klagen zur Anerkennung führen?
    Spielt Geld eine derart überragende Rolle, dass die Quote gehalten werden muss.
    Geld spielt nachweislich dahingehend eine Rolle, bei den Fortbildungen von Richter und Richterinnen, denn der Staat hat dazu keines (trägt es lieber in Ausland) und die Fortbildung finanzieren die UV – Träger.

    Pfui Deibel in welch einem korrupten Land lebe ich, wo selbst Richterinnen und Richter keinen Ehrenkodex mehr besitzen und nur noch dem eigenen Vergnügen verpflichtet sind

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    • Thomas Liedl sagte:

      Ganz so pauschal würde ich nun Deinen letzten Satz nicht mit unterschreiben. Es mag durchaus sein, dass es solche Fälle unter Richterinnen und Richter gibt. Ausschließen kann und darf man das natürlich nicht. Alle in einen Topf werfen ist aber nicht fair denen gegenüber die ihren Job sehr ernst nehmen.

      Das eigentlich Schlimme ist, dass wir Gesetze haben die solche „krummen Urteile“ und Entscheidungen überhaupt möglich machen. Und dass es solche gibt, da bin ich überzeugt und weiß es aus eigenen Erfahrungen heraus.

      BGs sind Versicherungen. Ehrlich, kennst Du eine Versicherung nicht nicht versucht sich vor Leistungen „zu drücken“ wenn es irgendwie möglich ist? Ich nicht. Und da sind wir dann wieder bei den Gesetzen…. hier müsste der Hebel in erster Linie angesetzt werden!

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      • Anna P. sagte:

        Es scheinen ja wirklich eine Menge „Fälle“ zu geben, die nicht Zufriedenheit der Betroffenen bearbeitet wurden. Wie kann man denn Gesetzesänderungen erwirken. Wo könnte man da ansetzen? Wer hört einem zu? Wo bekommt man Unterstützung?
        Ich gehe nu mit meiner Angelegenheit auch zum VdK!

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  20. oerni sagte:

    Gesetzesänderungen kann man mit Petitionen eventuell erwirken.
    Wenn es genügend betroffene gibt, kann man auch vor dem dt. Bundestag protostieren.

    Im dt. Bundestag und bei den Fraktionen liegen zur Zeit vier die mit der Datenschutzbeauftragten des Bundes abgestimmt ist und von dieser unterstütz werden. Es geht um § 200 Abs. 2 SGB VII – Gutachterauswahl
    Allerdings liegen diese dort (auf Halde) und werden nicht bearbeitet.

    Nicht alle Richter / innen sind faule Eier, da gebe ich Ihnen recht, aber ich weis aus eigener Erfahrung es gibt Sozialgerichte an den man zu 95 % keine Chance bekommt, ein Urteil gegen die UV-Träger zu erwirken.

    Wer die Statistik ließt weis was Sache ist und aus meiner Sicht geht das nur, wenn mit System gearbeitet wird.

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  21. Susanne sagte:

    Ich hatte 1976 einen Arbeitsunfall – seit 1981 bekomme ich mit 20 % MdE eine Verletztenrente – ich glaube, es heisst so, falls nicht, dann bitte einfach korrigieren.
    Bisher ging es noch einigermaßen, in den letzten 4 – 5 Jahren hat sich die Sache allerdings arg negativ entwickelt. Bei mir ist es eine Sprunggelenksarthrose, mein Aktionsradius hat sich sehr verkleinert, manchmal kann ich keinen Schritt ohne heftige Schmerzen gehen. Lange Spaziergänge oder Wanderungen kann ich schon ewig nicht mehr, manchmal kann ich die Kupplung im Auto nicht treten, beim Einkaufen hänge ich oft mit dem Oberkörper schon fast im Einkaufswagen und möchte bei jedem Schritt laut schreien, Fahrradfahren wird zum Glücksspiel (das Auf- und Absteigen schmerzt oft heftig), Laufen auf Sand (Strand) ist unmöglich, Tanzen geht nicht, Barfuß laufen ebenfalls nicht mehr, Wege mit seitlichem Gefällt sind Gift für mich. 40 Jahre habe ich außer meinen monatlichen Rentenzahlungen von der BG nichts gehört, diverse Anrufe mit meinen Fragen nach Möglichkeiten der Hilfe, Unterstützung usw. wurden abgewimmelt – die Orthopäden scheinen ebenfalls kein Interesse daran zu haben ihre Patienten zu unterstützen: da kann man nichts machen – das ist genau das, was ich seit 40 Jahren immer wieder zu hören bekomme.
    Heute war ich beim VdK und hoffte, dort endlich einmal Infos zu erhalten, welche Ansprüche ich eigentlich überhaupt habe, was steht mir zu, was nicht – ich habe wirklich keine Ahnung. Leider traf ich auf einen sehr desinteressierten Mitarbeiter und nach 10 Minuten bekam ich zu hören, dass noch andere Leute warten würden. Er wunderte sich über die Rente, weil dafür mein Sprunggelenk versteift sein müsste, die BG würde doch ohne Versteifung gar nicht zahlen und zog meine dahingehende Aussage in Zweifel. Ok, egal – ich habe das Gespräch nach 10 Minuten beendet und bin gegangen.
    Ich wohne in NRW – meine Sachbearbeiterin für orthopädische Schuhe (die ich erst seit Februar 2018 habe) sitzt in München, der zuständige Sachbearbeiter der BG für anscheinend alle anderen Dinge sitzt in Nürnberg. Fragen werden nicht beantwortet oder nur schleppend, dass ich Fahrtkosten usw. beantragen kann sagte mir auch keiner. Ich bekomme dafür keine ordentlichen Abrechnungen, die Erstattungen erfolgen kleckerweise – Abzüge werden nicht erklärt und im Grunde genommen wird immer alles auf den jeweilen D-Arzt abgeschoben.
    Mittlerweile gehe ich mit meinem Problem zu keinem niedergelassenen Orthopäden mehr – die BG-Sprechstunde im Krankenhaus ist für mich eine gute Alternative und ich muss dort nicht monatelang auf einen Termin warten. Heute dort angerufen und einen Termin in 1 Woche bekommen – für ein weiteres Paar orthopädischer Schuhe (wobei ich immer noch nicht weiß, wie viele Paare ich bekommen kann), Bewegungsbäder und Physiotherapie.

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    • oerni sagte:

      kannst Du bitte Fr. Birgit Franz vom Verein Unfall-Opfer-Bayern unfallopfer-bayern@gmx.de kontaktieren, dort bekommst Du Info`s die Du dringend benötigst.
      Dir stehen Fahrkosten zu jeder Behandlung zu – siehe DGUV bis zu 4 Jahre zurück
      Dir stehen stationäre Reha zu.
      Eine Schmerztherapie u. s. w.
      Nenne einfach auch Deine BG beim Namen, je besser die Praktiken der Öffentlichkeit zugänglich sind, je eher wird sich etwas ändern.

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      • Susanne sagte:

        Hallo oerni,
        vielen Dank für die Nachricht! Ich werde die Info am WE mal nutzen und dort eine Mail hinschreiben. Bei mir geht es übrigens um die BG Holz und Metall – ich wusste nicht, ob ich sie namentlich nennen darf.
        Fahrtkosten habe ich ja bekommen, nur eben nicht in ganzem Umfang, das ist schon das zweite mal der Fall und man bekommt einfach keine Erklärung dafür. Eine Begleitperson musste mit – ich konnte die Strecke zu einem Untersuchungstermin nicht alleine fahren. Einfach Entfernung: 100 km – leider habe ich Herzprobleme mit anfallsartigem Vorhofflimmern, ich hatte einfach Angst, dass es mich ausgerechnet dann erwischt und ich wäre allein unterwegs. Die orthop. Schuhe musste ich dann abholen und auch das waren wieder ca. 100 km einfache Entfernung. Die Begleitperson (mit ärztl. Attest) – also mein Mann – wurde bisher ignoriert, weder abgerechnet noch gab es dazu überhaupt ein statement von der BG – nachgefragt habe ich letzte Woche.
        Mittlerweile habe ich Bandscheiben- / Rücken- und Knieprobleme bekommen – was mich als medizinischer Laie nicht wundert. Schließlich „laufe“ ich seit 40 Jahre sehr rechtslastig und das muss sich ja mal auf den kompletten Bewegungsapparat auswirken. Ich mag gar nicht dran denken, wie es mal in Zukunft werden soll…………
        Eine Gelenkversteifung würde lt. Chirurgen im Krankenhaus nichts bringen. Versteift er das obere Sprunggelenk, gibt es Probleme im unteren – und andersrum. Eine komplette Versteifung ist eine heftige OP und ob es damit getan wäre bezweifelt er – aufgrund meiner Herzprobleme kann er mir dazu auch nicht raten. So sitze ich nun zwischen den Stühlen – soll mich bewegen, damit alles besser wird – das ging aber in den letzten Jahren wegen der Schmerzen bei fast jedem Schritt nicht. Mit den ersten orthopädischen Schuhen klappt es jetzt zwar besser, aber die Probleme verschwinden ja nicht einfach von heute auf morgen.
        Daher ist jede Info für mich wichtig – der Termin beim VdK gestern war ja nun mal ein Schuss in den Ofen, den hätte ich mir wirklich sparen können und so bin ich dann auf diese Seite gestoßen.

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        • Anna P. sagte:

          Hallo Susanne,
          wenn Du mit der VdK vor Ort nicht zufrieden bist, würde ich an deiner Stelle die übergeordnete Stelle darüber informieren. Ich denke, dass die grundsätzlich schon daran interessiert sind, Ihre Mitglieder zufrieden zu stellen. Ich war vorgestern beim VdK und wurde herzlich begrüßt und gut informiert. Mal sehen, ob das so bleibt. Werde wieder berichten.
          Eines verstehe ich nicht: wieso sind deine „Sachbearbeiter“ in München bzw. Nürnberg, wenn Du selber in NRW wohnst? War denn dein Arbeitgeber damals in Bayern?
          Ist aber eigentlich auch egal, weil man sowieso keine Gelegenheit, mit denen persönlich zu sprechen. Meine BG ist gerade mal 10 km entfernt. Oft wurden meine Fragen nicht beantwortet, selbst dann nicht, wenn ich daran erinnert habe. Auch vermisse ich ein Gespräch mit einem Reha-Berater. Auf deren Seite hat die BG ausserdem einen Link zu einer Stelle, die einem helfen soll, eine andere Arbeit zu finden, die man evtl. trotz der Beschwerden ausüben könnte. Auch danach habe ich gefragt – keine Antwort!!!
          Meine Hausärztin meinte, sie habe noch NIE!!! gute Erfahrungen mit irgendeiner BG gemacht.

          Antworten
          • Susanne sagte:

            Hallo Anna,
            habe ich auch schon drüber nachgedacht, aber irgendwie fehlt mir die innere Einstellung dazu und vielleicht auch die Kraft. Eigentlich war ich immer ein Kämpfer, aber jetzt werde ich so langsam müde. Wir sind wohl fast gleich alt, ich bin 59 Jahre alt. Beim VdK gestern stieß es mir schon merkwürdig auf, dass man mir die Ergo-Versicherung nahelegte und um mein Einverständnis bat, dass diese meine Daten erhält und mir günstige Vers.-Angebote unterbreiten würde. Der Anwalt (wenn es denn überhaupt einer war) war sichtlich gelangweilt, lümmelte sich in seinem Bürostuhl, spielte mit einem Kuli und blockte von vornherein alles ab. 20 %, mehr gibt es nicht – hat keinen Sinn – Schmerzen müssen Sie nachweisen – das Vorhofflimmern bezahlt die BG aber nicht (dabei hatte ich gar nicht danach gefragt, weil es doch wohl klar ist) – die Rückenprobleme liegen bestimmt am Alter, das wird die BG nicht anerkennen (auch das hatte ich gar nicht gefragt) usw. und so fort. Ich verbuche es unter Erfahrungen und gut ist und konzentriere mich auf andere Wege / Möglichkeiten, notfalls gehe ich über unsere Rechtschutzversicherung.
            Die BG in München / Nürnberg scheint auch keinen so guten Ruf zu haben – konnte ich beim Arzt und Orthopäden für meine Schuhversorgung so heraushören. Wäre ich z. B. der BG in Hannover / Niedersachsen zugeordnet, wäre das alles wesentlich leichter. München und Nürnberg wohl deswegen, weil die Firma damals Wirus hieß und in Gütersloh „wohnte“, danach aber an Pfleiderer verkauft wurde und die haben wohl ihren Sitz in Bayern. Aber das ist jetzt eher meine Vermutung – früher war für mich die BG Holz und Metall in Bielefeld.

  22. oerni sagte:

    Hallo Susanne,

    wenn Du eine Begleitperson zu einem BG Termin benötigst, kann das der D-Arzt verordnen bzw dein Hausarzt.
    Alles was Dir zusteht gibt es unter „Link“ zu lesen.
    http://www.dguv.de/de/reha_leistung/index.jsp
    http://www.dguv.de/de/reha_leistung/richtlinien-uvt/index.jsp
    http://www.dguv.de/medien/inhalt/reha_leistung/richtlinien_uvt/reise.pdf

    Die BGHW ist bekannt, wie übrigens die BG ETEM auch, dass Leistungen jeglicher Form zuerst mal nicht übernommen werden. (siehe auch http://www.unfallmann.de)

    Hallo Anna P.
    der VDK ist auch nur so gut wie die Mitarbeiter geschult sind.
    Ich war mal 10 J Mitglied beim VDK in Augsburg und habe dann aus Frust gekündigt und die Ehrennadel und Urkunde zurück gegeben.
    Wenn man sich nur engagiert um sich zu profilieren (Klagen z.b. bei 90% Erfolg) dann kann man es vergessen.

    Ich war mal auf Reha dort kam dann ein Rehaberater einer anderen BG und der schrieb im Bericht, dass ich gerne ein persönliches Gespräch mit den Mitarbeiter meiner BG ETEM BV Nürnberg hätte – darauf warte ich heute noch.

    Wenn Du nur 10 km von Deiner BG weg wohnst, liegt das doch nahe, dorthin zu fahren und ein Gespräch zu suchen, am besten mit Zeugen und bei Ablehnung eine Beschwerde an das Bundesversicherungsamt in Bonn zu Hdn. Hr. Frank Plate
    https://www.bundesversicherungsamt.de oder eMail direkt an referat_112@bvamt.bund.de
    Wirkt manchmal Wunder!

    Eine Gute Informationsseite zum Austausch mit anderen Betroffenen http://www.unfallforum.de

    Antworten
  23. oerni sagte:

    Hallo @,

    das Netz ist voll von Ablehnungen der gesetzlichen UV-Trägern
    https://www.handwerk.com/archiv/wenn-der-chef-die-zeche-zahlt-150-62-85470.html
    Warum zahlt die BG nicht? Wenn der Chef die Zeche zahlt
    Ein Unfall, der keiner ist. Ein Mitarbeiter, der ausfällt. Ein Arzt, der falsch diagnostiziert. Eine Berufsgenossenschaft, die sich nicht zuständig fühlt. Und wer muss das ausbaden?
    Auch hier verweigern, taktieren und ablehnen.

    Die Verwaltungen werden immer größer, aufgeblähter und die Regierung schaut zu.
    Man wollte mit der Fusionsvorgabe die Verwaltungen verkleinern und besser strukturieren, dass Gegenteil ist der Fall.

    Wie beschrieben veröffentlichen wo immer es geht, Bescherdebriefe an die Bundesregierung oder BMAS in Berlin
    bei Facebook, Twitter und wo auch immer, steter Tropfen höhlt den Stein.

    Man kann beim Betreiber dieser Seite meine eMailadresse erhalten, um mit mir Kontakt aufzunehmen.
    Das gestatte ich dem Betreiber.

    Antworten
  24. Erich Neumann, alias unfallmann.de sagte:

    Hallo, bitte öffnen Sie meine Webseite http://www.unfallmann.de dort wird ein Skandal im Sozialsystem dokumentiert mit Geheimunterlagen der Berufsgenossenschaft (BGHW), die höchstem Amtsträger sind darin verwickelt und die Beteiligten sind personifiziert. Der nächste Termin ist am 02.08.2018 vor dem LSG Bremen und der Vorsitzende Richter Reinhard E. muss für Prozessdelikt rechtfertigen
    MfG
    Erich Neumann alias unfallmann

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  1. […] beugen und die darauf basierenden Entscheidungen der Versicherung stillschweigend hinnehmen. Versicherungen spekulieren sehr oft damit, dass die Mitglieder ihre Entscheidungen nicht widersprechen. Jede Niederlage eines Versicherten […]

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