Geld

Adobe Photoshop ist ohne Zweifel die unangetastete Nummer eins wenn es um Bildbearbeitung geht. Natürlich hat so eine komfortable Software auch ihren Preis, das ist bei Adobe so und auch bei anderen Softwareproduzenten so. Mehrere hundert Euro wollen aber erst mal verdient werden. Adobeprodukte waren somit von jeher aus finanzieller Hinsicht nicht unbedingt für jeden Geldbeutel geeignet.

Das scheint aus meiner Sicht auch Adobe irgendwie erkannt zu haben und bietet die Spitzensoftware seit geraumer Zeit im Aboverfahren an – die Creative Cloud. Ab 12,29 Euro pro Monat bzw. 146,71 Euro jährlich kann der Photoshop zusammen mit Lightroom als Einzelanwender abonniert werden. Die Abos laufen jeweils für ein Jahr. Was sich auf den ersten Blick ganz interessant und auch leichter finanzierbar anhört ist für mich aber reine Augenwischerei.

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Adobe steht für teuer

Für rund 150 Euro im Jahr steht mir Photoshop und Lightroom zur Verfügung. Brauche ich aber noch andere Produkte wie Dreamweaver (Webseitengestaltung) oder den Illustrator (Grafikdesign) zahle ich für jedes weitere Produkt 24,59 € pro Monat. Die Alternative dazu welche sich dann rechnen würde ist das Komplettabo für 61,49 Euro/Monat. Und wenn das CC-Abo beendet wird – frühestens nach einem Jahr möglich – dann ist das bis hierhin bezahlte Geld weg aber die Software samt aller Arbeitsergebnisse gleich mit und ich steh mit leeren Händen da.

Adobe CC

Immer die neueste Versionen der verschiedenen Programme hin oder her, dieses Abo-Modell ist absolut inakzeptabel und schreit förmlich nach Alternativen für Adobesoftware weil Adobe auf Zeit betrachtet der einzige Gewinner hierbei ist und bleibt. Würde Adobe nach einer bestimmten Mietzeit und den bis dahin bezahlten Betrag honorieren, indem ich das Produkt im derzeitigen Versionsstand behalten kann würde dieses Modell Sinn machen, so definitiv nicht.

Adobe Alternativen

Sicher ist es sehr schwer dem Photoshop das Wasser zu reichen, das ist bislang unbestritten. Aber bei dieser Preispolitik bin ich auch gewillt den einen oder anderen Verzicht zu üben den Konkurrenzprodukte nicht mitbringen. Anstelle die komplette Produktpalette der Creative Cloud zu mieten (Jahresmietpreis rund 740 Euro) kaufe ich mir dann lieber die CorelDRAW Graphics Suite X7* für 480 Euro, die ist dann wenigstens mein Eigentum.

Wem die reine Bildbearbeitung ausreicht, der fährt mit dem Corel PaintShop Pro X7* für etwas über 70 Euro auch nicht schlecht, oder aber auch MAGIX Foto Premium 2015* für den gleichen Preis.

Alternativen – es gibt sie durchaus. Klar sind Abstriche im Leistungsumfang vorprogrammiert und müssen akzeptiert werden. Aber sind diese wirklich so schwerwiegend wenn man z.B. Photoshop nicht als gewerblicher Fotograf einsetzt, als dass man sich zwangsläufig Adobe´s Preisgestaltung unterwerfen muss? Eine Frage die natürlich jeder für sich selbst entscheiden muss.

Fazit

Die Lösung mit den Dauerlizenzen war meines Erachtens die besser – aus Kundensicht. Die Firmenpolitik von Adobe geht hier neue und andere Wege deren Beschreiten jeder genau durchrechnen sollte um nicht auf Dauer draufzuzahlen. Adobe nutzt hier eiskalt aus, dass sie als Marktführer zu betrachten sind und Alternativen relativ rar gesät sind. So eine Politik kann auch auf Dauer ins Auge gehen, doch das wird die Zeit zeigen müssen ob Adobe wieder einmal zurückrudern wird.

Der mit im Preis inbegriffene Cloudspeicher rechtfertigt aus meiner Sicht den Preis nicht zumal sich niemand wegen des Speichers alleine Adobe CC zulegen wird. Die Schiene Abo statt Kauf erfreut sich in vielen Bereichen zunehmender Beliebtheit, bspw. Lovefilm von Amazon oder der Filmkonkurrent Netflix sind hier längst aufgesprungen. Bei Software gehört ein solches Preismodell nicht zum guten Ton eines Herstellers. Schon gar nicht wenn bei Kündigung das ausgegebene Geld als rausgeworfen zu betrachten ist weil die Nutzung damit sofort endet.

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Ich für meinen Teil nutze einfach meinen Photoshop 5.5 weiter, werde mich jedoch garantiert nicht auf die Adobe Abovariante einlassen.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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