Mit Statistiken ist es so eine Sache, ich traue auch keiner die ich nicht selbst gefälscht habe. Ein etwas zynischer Vergleich macht es deutlich. Wenn auf einem Tisch 4 Bier stehen und 4 Leute sitzen besagt die Statistik, das jeder von ihnen 1 Bier getrunken hat, auch dann wenn ich alle vier alleine konsumiert habe. Mehr muss man dazu nicht wirklich schreiben. Jedoch geht es nicht immer komplett ohne dieses Zahlen-Wirr-Warr.

Statistiktools erfreuen auch im Internet nicht generell jeden, vorallem nicht die Datenschützer. In den vergangenen Jahren waren immer wieder Bedenken hinsichtlich der Auswertungen geäußert und Nachbesserungen vorgeschlagen worden, mit deren Umsetzung der Einsatz letztlich „legitim“ wurde.

Obwohl ich nicht der pauschale Freund von Statistiken bin wende ich sie dennoch hier in meinem Blog an um einen etwas genaueren Einblick zu bekommen was sich hier so tut. Aber nicht nur die Besucherströme werden von Webseitenbetreibern beobachtet, auch so manch anderes Webseitenverhalten ist von Bedeutung. Hier die aus meiner Sicht wichtigsten Tools.

W3C Markup Validator

Webseiten QuelltextFür manche mag der Begriff absolutes Neuland sein, wiederum andere verschwenden dahingehend keinen Gedanken. Der Markup Validator macht sehr vereinfacht ausgedrückt nichts anderes als zu gucken, ob der Quelltext der Webseite den entsprechenden Voraussetzungen entspricht bzw. ob sich darin Fehler befinden die letztlich auch zu Darstellungsproblemen führen können. Suchmaschinen orientieren sich zu einem gewissen Teil auch an den Ergebnissen um eine Seite „einschätzen“ zu können.

Zugegeben, die Validatoren ist zeitweilen schon ein Buch mit sieben Siegeln. Kaum hat man Fehler beseitigt treten wieder neue und andere auf. Eine Seite dauerhaft fehlerfrei zu halten kann ein zeitraubendes Thema werden was meines Erachtens den unzählig vielen Templates geschuldet ist die speziell für WordPress auf dem Markt sind und die Fehler quasi „von der Stange“ mitbringen. Dennoch, eine Kontrolle lohnt allemal.

Google Webmaster Tools und Analytics

Technische Pannen im Blog (Feed, Sitemap, Crawling u.a ) decken die Google Webmastertools auf und informieren auf Wunsch den Webmaster. Ein täglicher Blick ist bei mir der Standard. Google Analytics liefert mir unter Berücksichtigung der Datenschutzbestimmungen die Auskunft über Besucherzahlen auf meiner Seite. Hierzu gibt es zwar Alternativprogramme wie Piwik, das ich auch schon getestet hatte – unter dem Strich kann zuletzt genanntes aber nicht wirklich mit Analytics mithalten.

Direkte Artikelbewertung

ArtikelbewertungEs gibt Plugins die im Blog selbst dem Leser ermöglichen einen Artikel mittels „Sternchen“ zu bewerten. Eine solche Bewertung mag für den Blogbetreiber eine „ganz nette Geste“ sein, bewirken tut sie im Hinblick auf die Bewertung Authorranking) einer Webseite rein gar nichts.

Das ist auch der Grund warum ich selbst diese Bewertungstools nicht einsetze, selbst wenn ich persönlich beim einen oder anderen Artikel in diversen Blogs auch „Sterne vergebe“ wenn dies angeboten wird.

Artikelbewertung in sozialen Netzwerken

Hier wiegt eine Bewertung (Like oder ein + bei Google und Teilen usw.) erheblich mehr. Sie zeigt zwar einerseits dem Autor des Artikel auch nur an, „dieser Beitrag ist gut“, andererseits bemerken auch die Suchmaschinen diese Bewertung und werten dies ihrerseits als ein Plus für den Autor (wieder Stichwort Authorranking). Somit ist die Benutzung dieser gewissermaßen Bewertungstools neben dem „Schulterklopfen“ der Leser auf längere Sicht erheblich wertvoller.

Bei beiden Bewertungsmodellen hängt jedoch alles am Leser und dessen Bereitschaft ab etwas zu Liken und/oder zu Teilen. Ich kann niemanden zwingen einen Beitrag für gut zu befinden, genauso wenig kann ich den Leser aber auch überreden wenn ihm der Beitrag gefallen hat eine Bewertung vorzunehmen. Hier hängt es oftmals an einer gewissen Portion „Faulheit“ auch wenn sich dies vielleicht etwas bös anhört. Man liest, konsumiert die Information und weiter gehts….! Ich gebe zu lange Zeit auch so verfahren zu sein.

Heute denke ich über die Sache dank besseren Verständnisses dafür anders und „like“ auch. Facebook liefert zu diesen Werten auch eine schöne Auswertung sofern man eine Fanpage angelegt hat.

Fazit

Analyse- und Bewertungstools sind wichtig für beide Seite, für Autor und Leser weswegen ich beide Gruppen zum Einsatz bringe. Die Ergebnisse aus diesen Tools sind zwar meist „nur“ ein Berg voller Zahlen – Statistiken eben – trotzdem helfen sie mir gewisse Trends zu erkennen bzw. überhaupt zu erfahren wie sich meine Seite im Netz macht. Die Meinungen über das eine oder andere Tool gehen teils massiv auseinander und nicht jeder Wert des Zahlenbergs hat die gleiche Aussagekraft, weswegen jeder selbst enstcheiden muss welches Tool er einsetzt und welches außen vor bleiben kann.

Wie andere Webmaster verfahren, was sie für sinnvoll halten oder einsetzen ist Thema des heutigen Webmasterfridays. Dort finden sich viele Links zu den unterschiedlichen Meinungen die durchaus lesenswert sind. Man lernt eben nie aus… im Internet und dessen Technik sowieso niemals.