Kaum wartet man 40 Wochen und 3 Tage, schon bekommt man eine Antwort. Wenn es nicht so ernst wäre, müßte man glatt darüber lachen. 283 Tage benötigte das Jugendamt, um den Vorwurf einer möglichen Kindesmisshandlung aus dem Weg zu räumen. Unzählig viele Telefonate und Briefe mußten hin und her geschickt werden, sogar eine Dienstaufsichtbeschwerde sowie ein Offener Brief waren notwendig, um zuletzt überhaupt noch eine Frage beantwortet zu bekommen. Siehe hierzu auch meinen Eintrag vom 02.05.2007.

Das Gute an der Angelegenheit, der Vorwurf der Kindesmisshandlung ist laut Jugendamt vom Tisch. Das Traurige des ganzen Vorgangs, das Jugendamt wies die Dienstaufsichtbeschwerde als unbegründet zurück. Sie wurde letztlich gestellt, weil zum diesem Zeitpunkt 8 Monate verstrichen waren, ohne dass ich eine definitive Rückmeldung bekommen hatte. In dem jetzt eingegangenen Schreiben heißt es:

 

Herr H. hat fachlich und methodisch völlig korrekt gehandelt. Es besteht kein Anlass, an den glaubwürdigen Aussagen unseres Mitarbeiters zu zweifeln. Ein dienstaufsichtlich relevantes Fehlverhalten ist nicht feststellbar. Ihre Dienstaufsichtsbeschwerde wird daher als unbegründet zurückgewiesen. 

Wenn eine solche Wartezeit als methodisch korrekt betrachtet wird, dann weis ich auch nicht. Aber es war irgendwie klar, dass ein „kleiner Bürger“ gegen den Verwaltungmechanismus keinerlei Chance hat.

Hier stellt sich wirklich die Frage, ob es den Gang zur Behörde wert ist um dort eine derartige Meldung abzusetzen. Mir fällt zu solchen Verwaltungssümpfen wirklich nichts mehr ein.