Nichtraucherschutz perfekt – NRW und Thüringen schließen den bundesdeutschen Kreis. In den Niederlanden wird nun ohne Tabak gekifft.

Wer gestern noch zu seinem Bier gemütlich eine Zigarette geraucht hat, kommt ab heute bundesweit nicht mehr in den Genuß dies gemeinsam tun zu können. Seit heute gilt auch in NRW und Thüringen, den letzten bislang geltenden Ausnahmebundesländern, das Rauchverbot in Gaststätten.

Zwar wird es immer wieder bestritten, dass das Rauchverbot an den Umsatzzahlen der Kneipenbesitzer knabbert, die Realität spricht aber andere Worte. Nicht jeder Wirt hat die bauliche Möglichkeit, einfach die Tür zwischen Raucher- und Nichtraucherbereich zu schließen.

Gerade die kleinen, alteingesessenen „Kneipen an der Ecke“, die auf Grund ihrer begrenzen räumlichen Bauart keine Alternative besitzen wird es über kurz oder lang zum Verhängnis werden.

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Dagegen wirkt das Rauchverbot in den Niederlanden etwas sehr skuril. Kiffen erlaubt – aber bitte ohne Tabak. Der Haschischkonsum in den einschlägigen Coffee-Shops in Holland ist weiterhin legal, nur darf in die Joints kein Tabak beigemischt werden. Die benebelten Besucher dieser „Freizeiteinrichtungen“ werdens eh nicht merken. Andere Länder, andere Werte, andere Sitten.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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3 Kommentare
  1. oller Osel sagte:

    Jetzt werden Horden von Nichtrauchern die jetzt qualmfreien Kneipen stürmen. Falls das nicht eintritt, wird ob der Preis des gezapften Bieres den gleichen Verlauf wie der Benzinpreis nehmen.

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  2. Thomas sagte:

    Diese „Horden“ werden ausbleiben, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche! Speziell was die Allerwelt-Meckerer gegen Zigarettenqualm betrifft, so sind die bislang nicht in den entsprechenden Kneipen gewesen und werden zu zukünftig genauso wenig sein.

    Wenn der Nichtraucherschutz dem Wirt nicht den Untergang beschert, der von Dir zitierte Bierpreisverlauf würde es dann allerspätestens schaffen. So manche Traditions-Pinte wird es verdammt schwer haben.

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  3. Gast sagte:

    In meinen Augen (auch als Nichtraucher) ist das wieder nicht zuende gedacht. Viele Shisha-Bars z.B. müssen jetzt um Ihre Existenz bangen oder für eine Sondergenehmigung kämpfen, sonst ist der Ofen aus. Es sollte doch eigentlich jedem Betreiber freigestellt werden, reine Raucherkneipen zu betreiben, sofern der Besucher zu Beginn seines Besuchs drauf hingewiesen wird … Andererseits ist es natürlich auch angenehmen, wenn man Abends in eine Bar geht und nicht sofort von der blauen Wolke und eine Hustenanfall begrüßt wird (bei uns in Niedersachsen gilt das Verbot ja schon ne Weile).

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