Heute Nacht, von Samstag auf Sonntag wird von Sommerzeit auf Winterzeit (eigentlich Normalzeit) umgestellt, von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr. 

Der Begriff Zeitumstellung ist in Deutschland kein Wort der neueren Zeit. Bereits in der Zeit des deutschen Kaiserreichs von 1916 bis 1918 wurde die Zeitumstellung „getestet“. 1945 galt für einige Monate speziell in der sowjetischen Besatzungszone Berlins sogar Moskauer Zeit. 

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges (1947 bis 1949) ordneten die Besatzungsmächte eine Umstellung der Uhren an. Für rund 6 Wochen zwischen Mai und Juni gab es die Hochsommerzeit, die eine Vorstellung um 2 Stunden vorsah. 

Eine längere Pause für die Uhrenumstellung gab es von 1950 bis 1979. Erst ab 1980 trat ein Gesetz in Kraft, das die Sommerzeit ab 1981 regelte. Bis 1995 galt zwischen dem letzten Sonntag im März und dem letzten Sonntag im September in Deutschland die Sommerzeit. 

Und damit auch die europäische Gemeinschaft zu ihrem Recht kam, wurde ab 1996 die Sommerzeit um 4 Wochen verlängert um die europäischen Zeitumstellungen anzupassen. Somit war der letzte Sonntag im Oktober der Stichtag für die Umstellung zur Normalzeit, was bis heute Bestand hat. 

Geregelt wird dies alles durch das deutsche Zeitgesetz (ZeitG) vom 25.07.1978.