StVO Waldweg Saarland

Schon mal von der Anwendung der StVO in mitten eines Waldes gehört, sie gesehen oder gar selbst erlebt? Nein? Nicht schlimm war mir bis vor einigen Tagen auch völlig neu. Doch hier im Saarland scheinen manche Dinge einfach etwas anders gelebt zu werden als im Rest der Republik. So zumindest mein Eindruck bis hier hin.

Erst wenige Tage ist es her, da hatte mein Hund und ich eine solche Lehrstunde in Sachen Straßenverkehrsordnung für Waldwege erhalten.

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Tatort des Vergehens

Wie gesagt ein ganz normaler Waldweg wie man ihn kennt, also nichts besonderes.

Der Sachverhalt

Mein Hund angeleint und schwer mit schnüffeln beschäftigt etwa zwei Meter voraus am linken Wegesrand laufend. Ich selbst – besagte 2 Meter hinter ihm, ebenfalls am linken Wegesrand unterwegs. Wenn ein Hund am schnüffeln ist, so kann das schon auch mal auf die andere Seite des Weges führen.

Der Tatbestand

Widerrechtliche Nutzung des Waldweges auf der falschen Seite. Ähm? Ja genau. Ich habe mich nichts weiter darüber nachdenkend erdreistet, den Waldweg auf der linken anstatt der für Deutschland vorgesehenen rechten (Fahr-)Laufbahnseite zu benutzen. Und dies stieß einem anderen Spaziergänger (Verdacht: es handelte sich um einen Wald-StVO-Beauftragten der saarländischen Regierung) so sauer auf, dass er mich daraufhin ansprach und mich entsprechend zur Ordnung gerufen und belehrt hat. Meinerseits gab es keinerlei Reaktion, nur einen fragenden Blick.

Nein, es ist nicht April gewesen und sein Auftreten war auch sehr bestimmend gewesen, sodass ein eventueller Scherz ausgeschlossen werden konnte. Ob es sich dabei um einen „Abhandengekommenen“ aus Merzig handelte kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, den Eindruck machte er eigentlich nicht. Es fehlte eigentlich nur noch, dass er mich beiseite geschoben hätte um „geradeaus“ weitergehen zu können. So aber macht er einen Bogen um mich, lief halbwegs leise in der Angelegenheit vor sich hin frotzelnd und kopfschüttelnd weiter. Der „gute Mann“ war wegen meines völlig unbedachten, gesellschaftlichen sowie verkehrsrechtlichen Vergehens ganz massiv erregt worden.

Mein vorsichtiges Urteil

Bisher dachte ich, Corona sei eine Lungenkrankheit. Anscheinend kann sich der Virus aber auch einen ¼ Meter weiter oben einnisten und sein Unwesen veranstalten. Ich hab nun ja auch schon ein paar Lenze auf dem Buckel, aber sowas ist mir bisher echt noch nicht unter gekommen. Zum Glück ist das oben gezeigte Bild nur eine Fotomontage und entspricht nicht der Realität. Doch obwohl – weiß man das was so manchem „verschobenen Erfindergeist“ – an den entsprechenden Schaltstellen sitzend – zukünftig noch alles so einfallen wird? Man kann nur recht vorsichtig hoffen…..

4 Kommentare zu „Die StVO für Fuchs, Reh und Wildschwein“

  1. Oder so „Selbst im Wald ist man nicht vor Idioten sicher“.
    Hund? Hund?
    Will sehen. Stell ihn doch mal bitte bitte vor!
    Frohes Weiter-schnüffeln und schönen Sonntag euch! :-)

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