Securitypersonal an den Ausgängen von Bekleidungs- und Elektronikgeschäften gehört längst zum gewohnten Bild. Der Grund ist uns alle bekannt und nachvollziehbar. Ein völlig schräges Bild ist es, wenn die „bulligen“ Wachpersonal auch vor den Ausgängen von Dönerbuden stehen und fafür Sorge tragen, dass niemand etwas mit nach draußen nimmt – obwohl er es bezahlt hat! Wäre heute der 1. April würde man darüber schmunzeln und sich denken – alles klar.

Doch diese Lachnummer gibt es auch über den 1. April hinaus und zwar in Augsburg. Dort hat das städtische Ordnungsamt ein Verbot für den Straßenverkauf von Speisen und Getränken nach 1 Uhr herausgegeben um Partyexzesse in der einzigen Lebensader der Stadt entgegenzuwirken. Um dieses Verbot durchzusetzen patrolliert Sicherheitspersonal durch die Straßen und hintert auch Kunden am Verlassen von Imbissen wenn sie Getränke oder Speisen mit sich führen.

Dieser Schildbürgerstreich soll bewirken, dass Verunreinigungen durch Betrunkene und deren Erbrochenes sowie „Wildpinkler“ in der Flaniermeile ausbleiben. Mit ein Auslöer für dieses städtische Vorgehen sind u.a. Schlägereien die auch schon zu Messerstechereien geführt haben. Ob gerade letzteres seine Ursache im Straßenverkauf findet halte ich für mehr als zweifelhaft.

Einzigster Pluspunkt wenn man so will, es wurden für diese Überwachungstätigkeit 10 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Augsburg schafft es immer wieder mit hirnrissigen Ideen in die Schlagzeilen zu kommen – ist ja nichts Neues :lol: .