Nach eigenen Worten kam er vom Ortsverband Hamburg-Osdorf des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) und berichtete davon, dass der ASB in Groß Borstel eine Anlaufstelle für Kinder bauen möchte, die dort gespeist und tagesbetreut werden. Ferner soll eine Drogenberatungsstelle entstehen. 

Und für dieses Vorhaben wollte er in den einzelnen Haushalten anfragen, ob es möglich sei ein Päckchen Kaffee oder dergleichen zu spenden. Mir leuchtet zwar überhaupt nicht ein, wie man mit etlichen gespendeten Kaffeepäckchen ein solches Vorhaben realisieren kann, aber er wird schon gewusst haben, was er da laberte. 

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Weiter meinte der Spendensammler, der ASB mache dies, weil Verbände wie das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser-Hilfsdienst oder die Johanniter dies nicht auf die Reihe kriegen und die Jugendämter überlastet seien. Alleine diese Aussage halte ich schon mal für anmaßend und herablassend. 

Mit seiner Abschlussbemerkung, nachdem ich keine Spendenbereitschaft signalisiert hatte, dass sei eine tolle Einstellung, bravo und meine Kinder seien wohl anders gestrickt hat er in mir einen perfekten Eindruck vom Arbeiter-Samariter-Bund und seiner Spendensammler hinterlassen, die es mir künftig „verbieten“, diese Organisation zu unterstützen. 

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Fazit: Überheblichkeit und beleidigende Aussagen fördern die Vertrauenswürdigkeit nicht!

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
18 Kommentare
  1. Bernhard sagte:

    Seriöse Spendensammler gehen nicht hausieren – und wenn sie das doch einmal tun, dann sollten Sie mit einem Ausweisdokument in der Hand dastehen.
    Kam er denn vom ASB? Dann sollten die mal über Ihre Mitarbeiterpolitik nachdenken.

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  2. Thomas sagte:

    Er hatte zum eine Jacke an, wie sie im Retungsdienst verwendet wird mit der Rückenaufschrift ASB. In der Hand Spendenlisten, die das Logo des ASB trugen. Ausweisdokument hatte ich keines gesehen. Wäre es zur Spende gekommen, dann hätte ich mir das schon zeigen lassen.

    Also ich würde mal zu 95% behaupten, er kam tatsächlich vom ASB. Die Mitarbeiterpolitik sollte dort tatsächlich überdacht werden, vorallem der Umgang mit möglichen Spendern.

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  3. Der Klaus sagte:

    ASB? Die schicken mir mindestens 1x im Monat Werbung zu. Das letzte mal eine großformatige fingerdicke Drucksache; eingepackt mit Hochglanzpappe und richtig aufwendig gemacht.

    Die scheinen zu viel Geld zu haben – nicht zu wenig.

    Naja… dafür kam gestern einer vom Roten Kreuz und wollte Geld – weil Ole ja nichts mehr rausrücken würde.
    Der war ganz nett und meinte: „Glauben Sie mir macht das Klinkenputzen Spaß?“, nachdem ich ihm gesagt habe, er soll doch lieber mit seinen Kollegen vor dem Rathaus demonstrieren gehen.

    Er ging dann aber doch wieder lieber Klinken putzen…

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  4. Thomas sagte:

    @Klaus:
    Es ist nichts gegen Werbung zu sagen (wenn nicht in übertriebenen Maße). Und auch das Spendensammeln ist für Institutionen durchaus verständlich. Nur muss dies auf einer Ebene geschehen die nicht fordernd wirkt bzw. bei einer Verneinung anmaßend beleidigend wird. Dafür habe ich kein Verständnis!

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  5. Claudia sagte:

    Bei mir kam gerade auch so einer mit ASB-Uniform und Notizblock unterm Arm. Er betonte immer wieder, dass er „höflich“ um eine Unterstützung für den Aufbau von pädagogischen Mittagstischen im Wert von 1 bis 2 Kaffeepäckchen pro Monat (was sich ja wohl jeder leisten könne). Nachdem ich ihm sagte, dass ich mich um entsprechende Unterstützung bemühen werde, wenn unsere Kinder erst einmal aus dem gröbsten heraus sind, meinte er, dass bis dahin ja schon viele verhungert wären und versuchte mir die Verantwortung für immer mehr verwahrloste Kinder zuzuschieben. Ich bat weiter um Höflichkeit und ihn um Verständnis, dass er sich im Moment mit meiner Antwort zufrieden geben müsse und ich nicht weiter diskutieren wolle. Seine Antwort (im Gehen: Bei ihnen ist ja auch jede Diskussion zwecklos!).
    Ich hab mittlerweile so eine Antipathie gegen die Heinis, dass ich mich gerne direkt beschweren würde. (Jedes Jahr um diese Zeit kommt so einer dahergelaufen und es kommt immer wieder zu unpassenden Kommentaren, die mich stark an der Seriösität zweifeln lassen.)

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  6. Thomas sagte:

    @Claudia:
    Mir leuchtet vorallem nicht ein, wenn es um Kinder geht Kaffee zu spendieren. Der ist ja wohl eher für das Personal gedacht…… Ne lass mal, die sollen wo anders hausieren gehen!

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  7. Claudia sagte:

    @Thomas:
    Der meinte wohl eher IM WERT von ein bis zwei Päckchen Kaffee. Aber an diesem Beispiel sieht man, dass die ja scheinbar auf diese Art der Geldeinsammlung richtiggehend trainiert sind Und denen die Sprüche mehr oder weniger beigebracht werden. Bleibt noch zu fragen, ob der Schußkommentar bei erfolglosem Gespräch auch so einstudiert wurde. Ich kann mir, ehrlich gesagt, nicht vorstellen, dass so jemand ansonsten ein Samariter im Dienst ist. Dann würde ich im Notfall lieber einen anderen Notdienst bestellen. Wer weiß, was die einem im Krankenwagen noch alles an den Kopf werfen (jetzt mal so ganz extrem weit gedacht).

    Antworten
  8. Claudia sagte:

    Mir hat es ja keine Ruhe gelassen. Musste dringend nochmal nachforschen und habe folgendes herausbekommen:
    Derjenige, der da an die Haustür klingelt und mit dieser ASB-ÄHNLICHEN Verkleidung bekleidet ist, ist kein ASB-Mitarbeiter, sondern gehört zu einer Drückerkolonne (vom ASB selbst als Werbeagentur bezeichnet), die schlicht weg Mitgliedschaften verkaufen wollen. Die kassieren dann die Mitgliedsbeiträge der ersten 1-2 Jahre als Provision (in der Zeit werden dann ja die Kinder, von denen er mir erzählt hat trotz Spende verhungern). Also wenn jemand wirklich vorhat an den ASB oder eine ähnliche Organisation etwas zu spenden, dann lieber direkt vor Ort oder per Internet. Dann finanziert man wenigstens nicht diese Drückerkolonnen.
    So, jetzt habe ich aber genug zu diesem Thema geschrieben.
    Bis dann mal.

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  9. Markus sagte:

    Wir haben seit 7 Jahren eine Internetseite unserer Organisation, noch nie hat jemand darüber gespendet. Wir versuchen halt durch Veranstaltungen unsere Mitteln zu decken, manchmal gelingt es sehr gut und manchmal eben nicht so gut. Da bei uns nur Ehrenamtliche tätig sind und die Künstler sich in den Dienst der guten Sache stellen, konnten auch wir schon schön helfen. Wir wollten schon einmal eine Agentur beauftragen, aber dies wollten wir uns letztendlich doch nicht leisten (das war uns viel zu teuer und das wollte der Vorstand nicht verantworten). Ich gehe für unseren Verein immer wieder Spenden sammeln in Zusammenhang mit der Ankündigung einer Veranstaltung und kann nur sagen, dass es auch hier nur zwei Arten von Menschen gibt, die gerne geben oder die die neidig sind. Einen unangenehmen Menschen bin ich leider auch begegnet der wollte mich sogar schlagen.

    Antworten
  10. Tommy sagte:

    Bei mir in Hamburg liefen die Spendendrücker vom Malteser gestern auch auf. Da ich genau um die Machenschaften dieser fiesen „Klingel-Gangster“ Bescheid weiß, reagiere ich bei solchen „Ruhestörungen“ seit längerem äusserst agressiv, denn Diese vorgetäuschte Scheinheiligkeit kotzt mich Sowas von an. Die haben dann genau 5 Sekunden Zeit, um aus dem Treppenhaus zu verschwinden,damit meinen Nachbarn nicht auch noch irgendwelche Spendenverträge aufgenötigt werden. Kurzum, es ist immerhin schon mal passiert, dass Die unter übelsten Pöbelattacken die Treppe „runterrutschen“ , und ein so`n Frechling hat vor der Haustür kräftig was auf`s Fressbrett gekriegt, nachdem er mich beschimpfte. Ich kann Jedem nur auf`s Wärmste empfehlen,mit diesem Gesindel ausgesprochen rüde umzugehen, denn Spendendrücker sind generell Abzocker mit ziemlich eigenen Interessen !

    Antworten
    • Thomas sagte:

      @Tommy: Auch wenn ich Deinen Ärger durchaus verstehen kann, aber Deine Reaktionen oder besser vielmehr die Handgreiflichkeiten dazu sind kein geeignetes Mittel. Gewalttätigkeit gegen die Spendensammler oder wie man immer sie betiteln möchte einzusetzen geht doch eindeutig zu weit. Ein paar passende Worte reichen da durchaus, um sich aus dem Gespräch zu entziehen :wink: .

      Antworten
  11. Andy sagte:

    Der ASB arbeitet mit Werbeagenturen zusammen, die dann wiederum ihrerseits Freiberufliche Aussendienst Mitarbeiter losschicken, um Mitglieder zu werben. Werbeagentur = Drückerkolonne!! Ich weiß es daher, weil ich vor ca.15 Jahren mal für so ne Agentur gearbeitet habe. Die Mitarbeiter werden von erfahrenen Kollegen geschult, mann könnte auch sagen gedrillt, damit sie an der Haustür schön ihren Text runterleiern können. Ich persöhnlich bin nach zwei Monaten ausgestiegen, weil die Art und Weise wie die Leute Manipuliert werden echt hart ist. Wenn jemand in Sanni Uniform an der Tür klingelt….nicht aufmachen, oder mann wird denjenigen nur schwer wieder los. Mann kann heutzutage bei jedem Rettungsdienst direkt Spenden, die werden nicht sagen das das nicht geht.
    An der Haustür geht es nicht, es ist verboten Bargeld zu sammeln, war jedenfalls beim ASB so. Und um noch was zu den Leuten zu sagen die von Tür zu Tür laufen…sind teilweise echt Kaputte existenzen dabei…traurig das es Leute gibt (Drückerbosse) die aus der Not anderer noch fettes Kapital schlagen (Mein Boss hatte nen Fetten Porsche…noch fragen?)

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  12. Scoobz187 sagte:

    Ich habe mit den Kollegen des ASB ja meist durch den Rettungsdienst zu tun. Ich habe jetzt in 3 Bundesländern in 4 Rettungsdiensten gearbeitet und überall war es das gleiche. Die Kollegen vom ASB haben meist den Mund nicht zum grüßen aufbekommen und haben immer eine Grüppchenbildung betrieben. Mir kam auch schon öfter der Gedanke ob das so von der ASB Führung gewollt ist ^^

    Auf jeden Fall sehr komisch.

    MFG

    Antworten
    • Thomas sagte:

      @Scoobz187: Grüppchenbildung wäre ja nicht als so schlimm anzusehen. Sicherlich, Hilfsorganisationen leben letztlich auch von Gemeinschaft, doch das ist eher ein gesellschaftliches Problem in unseren Tagen. Ob das gut und schön ist, drüber muss mann nicht wirklich diskutieren. Hochnäsigkeit ist aber etwas was sich jemand der um Spenden (völlig egal welcher Art) bittet absolut nicht leisten sollte kann. Ist dies von der ASB Führung tatsächlich gebilligt, muss man sich dort nicht wundern wenn die Sammelbüchsen leer und die Mitgliedsanträge unausgefüllt bleiben.

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  13. Andreas sagte:

    Ich kann nur bestätigen das der ASB durch Drückerkolonen Spenden sammelt da ich (leider) auch einmal in eine solche geraten bin . es war vor etwa 7 Jahren .Ich hatte keine Arbeit und habe mich darauf hin auf eine Anzeige in der Zeitung gemeldet ! was ich dort die 3 Monate da ich dort erlebt habe war echt Wahnsinn ! Mann wurde unter Druck gesetzt so viele Mitglieder wie nur moglich zu werben . Ich hatte zum glück meine Wohnung behalten und ging nach 3 Monaten in einer Nacht und Nebelaction als mir ein Tag zuvor Schläge angedroht wurde wenn ich nicht mehr Mitglieder werbe !

    Antworten
  14. Beate sagte:

    Soeben war auch solch ein Spendensammler vom ASB an meiner der Haustür. Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich schon versch. andere Organisationen unterstütze, aber er wollte mir gar nicht zuhören und plapperte mir zwischenrein. Als ich ihm sagte dass wird mir zuviel, antwortete er: ich werde doch wohl noch 2, 3 Euro im Monat spenden könnte. Als ich nein sagte drehte er mürrig ab und schimpfte vor sich hin (ich konnte zum Glück nicht verstehen, was er sagte, da er sehr schnell und undeutlich sprach). Ich sagte ihm als er weiterging nur noch „in solch einem Ton schon mal gar nicht“. Ich gehe davon aus, dass dies auch so eine „Drücker-Type“ war, seriös sah er nicht aus und Benehmen hatte er schon mal gar nicht.

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  15. Yvi sagte:

    Bei mir war soeben ebenfalls der ASB. Habe ihn freundlich abgewiesen.
    Mich aber über diese Praktiken sehr gewundert. Nach entdecken eurer Unterhaltung
    habe ich beim ASB angerufen und „Achtung“: Der war tatsächlich von denen erklärte
    mir die Dame am Telefon!
    Seriös ist das aber nicht!

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    • Thomas Liedl sagte:

      @Yvi: Wenn sich der Mitarbeiter des ASB nach Deiner „Abweisung“ korrekt verhält ist das in Ordnung. Auch andere Organisationen gehen auf diese Weise Spenden sammeln bzw. Mitglieder werben. Das alleine ist noch nicht unseriös, es ist gängige Praxis. Anders sieht es aus, wenn die „Unterhaltung“ wie im Artikel geschildert verläuft, das ist dann nicht nur unseriös sondern unverschämt. Jeder Spendensammler sollte sich eigentlich mit einem „Nein Danke“ ohne patzige Gegenantworten zufrieden geben.

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