Schuldzuweisungen über Schuldzuweisungen, als ob die jetzt im Nachhinein irgendetwas ändern würden. Die Rede ist von den schwersten Ausschreitungen zum 1. Mai seit Jahrzehnten. Für den Orteil Barmbek wird das sogar als Ausnahmezustand tituliert. Hier lieferten bereits am frühen Vormittag gewalttätige Demonstranten beider Lager massive Ausschreitungen ab.

Was sonst in Berlin-Kreuzberg ablief, verlagerte sich 2008 an die Elbmetropole. Unter Umständen vielleicht auch deswegen, weil man in Kreuzberg damit gerechnet hatte, in Hamburg jedoch (leider) nicht! Überraschend war diesmal auch die rechtsradikale Seite daran beteiligt, überlicherweise sind die standardmäßigen Randalierer bei den linksautonomen Teilnehmern zu suchen! Die Provokationen der Linken sorgten diesmal für eine eher untypische Eskalation. Damit nehme ich niemanden in Schutz, es sind einfach Tatsachen. Fahrzeuge, Autoreifen und Müllbehälter in Brand zu stecken ist eine krankhafte Form der Ablehnung, Ablehnung von was auch immer!

Hinterher ist immer „leicht“ zu diskutieren, was man alles hätte anders und/oder besser hätte organisieren können oder müssen. Fakt ist einfach, dass wenn gewaltbereite Gruppierungen aufeinander treffen, man nie im Voraus sagen kann, welchen Ausgang das nehmen wird.

Solange in Deutschland jedoch Einkesselungen als rechtswidrig dargestellt, oder entschiedenes Vorgehen der Polizeikräfte als kommunistische Handlung bezeichnet werden, muss man sich nicht unbedingt wundern. Greifen Einsatzkräfte durch, sind sie bis Bösen, tun sie es nicht sind es die Dummen. Der Polizei nun die Schuld für die Eskalationen zuschanzen ist einfach zu primitiv als Lösungsansatz.

Wenn dann auch noch Verwaltungsgerichte geplante Auflagen zum Kippen bringen, werden von rechtsstaatlicher Ebene aus derartige Auswüchse förmlich heraufbeschworen!