Verspätungen im Bahnverkehr gehören ja schon wie die Butter zum Brot. Gerade im letzten Winter konnte da so mancher ein Lied davon singen, auf kalten Bahnsteigen zu stehen und darauf zu hoffen, dass bald ein Zug kommen möge. So manche Erklärungen der Bahn kann ich nicht ganz nachvollziehen. Unser hochmodernes Bahnsystem steigt bei 7 oder 8 Grad unter Null bereits aus, während die Transsibirische Eisenbahn bei weit drunter immer noch rollt.

Per E-Mail erreichte mich nun dieser Erlebnisbericht:

Im ICE München – Hamburg. Die üblichen Erlebnisse sind hoffnungslose Überfüllung wegen Zugausfällen, reservierte Plätze sind weg, defekte Weiche – eine Stunde Verspätung. Von diesem „Standard“ wich meine Fahrt ab, die Toiletten im gesamten Zug waren Mangels Wasser an Bord unbenutzbar, so das Zugpersonal. Was macht man da? Man meldet seine Notdurft beim Zugbegleiter an. An jedem großen Bahnhof legt der ICE eine Pinkelpause ein, in dem er 15 Minuten länger hält als normal.

Man meldet sich beim Zugpersonal ab, rennt auf die Bahnhofstoilette und meldet sich dann wieder zurück. Wenn das 100 andere Fahrgäste auch tun, kann man sich den Toilettenstau vorstellen. Das ganze erinnert irgendwie an Klassenfahrten, ist aber ICE Realität. Bahnfahren kann spannend sein – hoffentlich wurde keiner vergessen.

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Also nicht wundern, wenn es beim Bahnfahren wieder einmal länger dauert, der Bordkaffee muss schließlich irgendwie wieder „entsorgt“ werden :grin: .

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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