Startseite » Im Kreuzfeuer » In Venedig patrouilliert die Knigge Polizei

In Venedig patrouilliert die Knigge Polizei

So kann man es auch machen, zahlungsfreudige Touristen zu vertreiben. Ich wusste gar nicht, dass sich Italiener so anstellen können. Bisher sind mir solche merkwürdigen Ideen aus dem Mittelmeerstaat eigentlich nicht geläufig. 

Oder handelt es sich um eine zusätzliche Einnahmequelle für Venedig, die man hier eröffnet hat, weil viele Touristen es nicht mehr einsehen die horrenden Preise zu bezahlen und das Geschäft deswegen zurück ging? 

Anzeige

Essen, ausruhen und sommerlich gekleidet verboten

Wer sich künftig auf dem weltberühmten Markusplatz wagt ein Brötchen zu essen, dem droht eine Geldbuße zwischen 25 und 250 Euro. Taubenfüttern ist auch verboten, das kann ich ja gerade noch einsehen, auch wenn da die Futterhändlerhändler auch manche „goldene Nase“ verdient haben. 

Wer sich bei sommerlichen Temperaturen ohne T-Shirt zeigt, darf auch die Geldbörse zücken und seinen „Obulus“ abdrücken. Und wen es erschöpft hat, die Lagunenstadt zu durchstreifen, der hat sich schon mal auf öffentlichen Plätzen niedergelassen. Künftig gilt die Devise, durchhalten oder zahlen, denn auch das hinsetzen auf öffentlichen Plätzen ist bei Strafe untersagt! 

Anzeige

Sorry Italia, so macht man sich keine Freunde. Und die Begründung, „wir müssen den Gästen Manieren beibringen“, kann ja wohl nicht der Ernst sein. Das Geld der Touristen wollt ihr schon haben, aber zu sehen sein sollen sie nicht oder wie? Wer solche Spinnereien an den Tag befördert muss sich nicht wundern, wenn die „Gelaterias“ und Strandliegen leer bleiben. 

Italien? Schön, aber um jeden Preis muss ich es nicht haben!

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

Artikelempfehlung

Flickr, BY © jmrodri

Schüsseldienst – Dienstleistung oder Abzocke

Bisher musste ich noch nie einen Schlüsseldienst in Anspruch nehmen, nicht weil ein Schlüssel verloren …

14 Kommentare

  1. Auf die busweise herangekarrten, alles andere als „zahlungsfreudigen Touristen“, die in Venedig vergeblich den Eiffelturm oder den Petersdom suchen, aber dafür gerne ihren Müll hinterlassen, können wir gerne verzichten. Wenn’s hilft und vielleicht noch ein paar Euro dabei herausspringen, umso besser :smile:

  2. ich liebe solch wertvollen kommentare :wink:
    nun gut; ich finde es ätzend,denn auf jedem anderen marktplatz darf man sich ja niederlassen…nicht alles steht unter denkmalschutz oä. ü :wink: übrigens: es gibt weitaus schönere städte als venedig :-) also auf in die welt!

  3. @Venedig Blog
    Na dann verzichtet da mal drauf. Ich bin nicht überzeugt davon, dass diese Meinung mit denen der venezianischen Geschäftswelt übereinstimmt. Und wenn es wirklich nur als „Abzocke“ gedacht ist, dann will ich gar nicht schreiben was ich darüber wirklich denke.

    @Silly
    Da hast Du vollkommen recht. Ich war schon in etlichen ital. Städten gewesen und da gabs nirgends das große Gezedere. Aber wenn Venedig meint, bitte….. die mehreren Brücken hat sowieso Hamburg :mrgreen: :mrgreen:

  4. „venezianische Geschäftswelt“ – die meldet sich normalerweise sehr schnell über die lokalen Medien, wenn ihr was nicht paßt. Bisher Stille.

  5. Jo,kommt alle nach Hamburg. Da darfst Du auf dem Rathausmarkt essen, an der Alster feiern, auf den Alstertreppen was trinken und was den Müll betrifft,es gibt genug Hamburger, die Dich darauf hinweisen,dass Du was verloren hast.Kostenlos. :cool:

  6. @Sasjan
    Und das alles ohne Abzocke, wenn das mal kein Grund ist, sein Brötchen in Hamburg zu essen. :twisted:

  7. Obwohl… diesen Sommer waren verdammt viele Touristen da. Kommen wohl alle aus Venedig.

  8. Das sind dann die Busse, die aus Venedig flüchten bzw. jene, auf die sie dort verzichten wollen. Aber sollen sie nur kommen, wir nehmen sie gerne auf. Hamburg ist immer eine Reise wert, ob mit oder ohne Brötchen. :mrgreen:

  9. Das mit den Tauben habe ich ja mitbekommen und kann das auch absolut nachvollziehen aber das ich meine Schnitte nicht mehr essen darf wo ich will geht mir nich in den Kopf
    allerdings ist Venedig sehr schön also finde ich denn ich war schon mal dort ohne das ganze Gesetze Zeug, doch eines finde ich nicht so toll halbnackte Touris egal wo in der Welt etwas Benehmen schadet da keinem egal wo man herkommt, muß man aber nicht gleich unter Strafe stellen das ist dann schon eine Nummer zu heftig

  10. Mit dem Benehmen der Touris ist das eine andere Sache. Da stimme ich Dir auch zu. Aber wer solche Reaktionen zeigt belügt sich selber, denn er hat letztlich die Situation selbst geschaffen.

    Gleiches Beispiel Ballermann, erst bringt man eine „Sauf- und Fressmeile“ ins Laufen, zockt Touris ab und kommt dann daher und verteufelt diese Touris, eben weil sie feiern, saufen und Lärm machen. Sorry sowas ist für mich schizophren!

  11. Das heiß die würden eine ältere Dame, die sich nach dem Stadtrundgang kurz ausruhen will tatsächlich wieder aufscheuchen und dazu noch Geld verlangen?? Das kann man ja fast nicht glauben…

  12. tut mir leid, da hat ein venedig – besucher einiges missverstanden: es stimmt, sich an – nein … auszuziehen als wäre man im strandbad – ist zu bestrafen… und nach venedig zu kommen, um beim „goldenen M“ ein paar menues zu kaufen, am markusplatz zu „campieren“ und dann nett alles papier, plastik und karton liegenzulassen— (macht man doch zu hause auch nicht, oder?) wird ebenso bestraft, meist, nachdem der tourist 3-4mal gebeten wurde, seinen burger und seine coke doch bitte im giardino – ca. 3 minuten entfernt, zu sich zu nehmen… wer nicht hören will, muss fühlen…. richtig so… ich denke, wenn ich heute nach hamburg käme, im bikini in ein museum gehen würde, dann mitten in der stadt mich auf eine decke sässe und dort zum essen begänne, würde man entweder auch strafe verlangen oder – mich zum psychiater bringen….

  13. Die zahlungskräftigen Touristen gesetzteren Alters werden diese Verbote wohl kaum betreffen. Diese pflegen in den Kaffees am Rande des Platzes zu sitzen und Geld auszugeben und nicht auf der Mitte des Platzes zu campen. Win – win – Situation für Venedig und die Touris, die hier einen gepflegten Urlaub verbringen wollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.