Schöner wohnen im schlauen Zuhause: Smart Homes machen es möglich. Weil es dabei im Endeffekt um die Vernetzung von Haushaltstechnik und Haushaltsgeräten geht, muss das Domizil nicht einmal von Angang an als Smart Home ausgelegt sein. Die Nachrüstung ist auch in Altbauten möglich.

Je nachdem, welche Geräte über Funk oder Kabel vernetzt und wie diese gesteuert werden, erlauben die Innovationen leichtere Haushaltsführung, Strom- und Wasserersparnis und mehr Komfort.

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Die meisten Smart Homes können Instruktionen per Smartphone empfangen und ihrerseits Nachrichten schicken. Ist etwa der Rasensprenger vernetzt, können sogar im Auslandsurlaub mit ein paar Bewegungen Gras und Blumen im heimischen Garten begossen werden. Vernetzte Waschmaschinen können Bescheid geben, dass der Waschvorgang beendet ist, so dass anschließend übers Handy entschieden werden kann, ob der Trockenvorgang im Haus gestartet werden soll oder ob die Wäsche später bei gutem Wetter draußen auf die Leine kommt.

Smarte Geschirrspüler können erkennen, woraus die Ladung besteht, und Wassertemperatur sowie Wasserverbrauch entsprechend einstellen.

Schlaue Kühlschränke, die sich merken, was verbraucht wurde und es auf die Handy-Einkaufsliste des Besitzers schicken, bieten häufig ein in die Tür integriertes Tablet, so dass die Benutzer zum Beispiel während des Kochens lesen, chatten oder kostenlos im Casino spielen können.

Koch- und Backrezepte, die beim Zubereiten vom smarten Gerät erklärt werden, ersparen das Umblättern im Kochbuch und verhindern, dass aus Versehen ein wichtiger Schritt vergessen wird.

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Sogar Unterhaltungsgeräte können mit den Haushaltsgeräten vernetzt werden. Wer einen spannenden Film guckt oder sich an der Konsole mit einem Videospiel amüsiert, während der Braten im Ofen brutzelt, kann alarmiert werden, wenn es Zeit ist, in die Küche zu gehen. Gleichzeitig kann der smarte Ofen Fernseher und Computer den Befehl geben, auf Pause zu stellen.

Die Bewohner Deutschlands werden immer älter. Mehr als 18 Millionen Einwohner sind mittlerweile 65 Jahre oder älter. Smart Homes, die vor allem auf Sicherheit ausgelegt sind, erlauben es Senioren häufig, länger unabhängig zu leben und dabei nicht abgeschnitten zu sein.

Das fängt bei kleinen Dingen wie dem Bügeleisen an, das einen Alarm über einen Lautsprecher aussendet, wenn es nicht abgeschaltet wurde. Offene Wasserhähne, die rasch zu Überschwemmungen führen können, oder offen stehende Haustüren können in manchen Systemen ebenfalls gemeldet werden. Die etwaige Benachrichtigung von Nachbarn oder Familie übers Handy ist ebenfalls möglich. Das gilt auch, wenn zu lange keine der regelmäßigen Aktivitäten im Haus stattfindet und zum Beispiel das Licht nicht eingeschaltet wird.

Haushaltsroboter, die den Boden saugen und nach getaner Arbeit selbständig an ihre Ladestation zurückkehren, sind eine weitere Erleichterung, wenn die Zeit knapp ist oder die Hausarbeit körperlich beschwerlich wird.

Auch Sprachassistenten wie Alexa und Siri sind Teile des Smart Homes. Statt den künstlich intelligenten Helfern nur zu befehlen, das Fernsehprogramm zu wechseln oder Lieblingslieder zu spielen, sind sie ebenfalls geeignet, um über den Notruf Hilfe zu alarmieren oder Famlienmitglieder anzurufen.

Wer den ganzen Tag über unterwegs ist, kann über sein Handy die Heizung so regeln, dass sie rechtzeitig vor dem Nachhausekommen hochgefahren wird. Im Urlaub oder bei Zweitwohnsitzen ist es so möglich, an der Heizung zu sparen und sie im Winter dennoch häufig genug einzusetzen, um Frostschäden zu vermeiden.

Geht im vernetzten Haus etwas wichtiges kaputt, während der Besitzer abwesend ist, kann er selbst aus dem Ausland nach einer entsprechenden Benachrichtigung Handwerker rufen. Ist das Smart Home ausreichend vernetzt, kann es auch selbst etwa bei Rohrbrüchen und Bränden die Feuerwehr rufen oder die Polizei informieren, dass mutmaßliche Einbrecher zu Werke sind.

Um sein Smart Home so effizient wie möglich zu halten, lohnt es sich, Systeme zu vergleichen. Dabei kommt es nicht nur auf regelmäßige Updates an, sondern auch darauf, wieviele Geräte vernetzt werden können und ob es sich um ein geschlossenes System oder ein offenes handelt. In einem offenen System lassen sich Geräte verschiedener Hersteller miteinander vernetzen.

Außerdem sollte überlegt werden, welche Innovationen wirklich Sinn machen und welchen Zweck sie erfüllen sollen. Stromersparnis durch schlaue Waschmaschinen und Geschirrspüler sind rasch dahin, wenn jedes einzelne Küchengerät mit vernetzt ist. Es mag Spaß bringen, auf dem Sofa zu sitzen und ohne aufzustehen die Jalousien herunter zu lassen oder der Kaffeemaschine und dem Toaster Befehle zu erteilen. Aber jedes vernetzte Gerät trägt zur Belastung des Netzes bei.

Nachhaltigkeit und Sicherheit stehen bei vielen Leuten obenan, wenn es um die Integration von immer mehr Technologie in ihren Haushalt geht. Aber es gibt auch Bedenken.

Schwachstellen gibt es überall im Internet. Wenn auch die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass die miteinander im Haus verbundenen Geräte zum Ziel von Hackern werden, ist es dennoch nicht ausgeschlossen. Kühlschränke, die verrückt spielen und Türen, die sich nicht mehr öffnen, kreieren zumindest im Film erschreckende Szenarien. Hinzu kommt der Gedanke, was passiert, wenn das Internet ausfällt, von dem das schlaue Netzwerk abhängt.

Weil smarte Technologie von Daten abhängt, ist es zudem wichtig, darauf zu achten, dass die Informationen von der App in die Cloud oder entsprechende Server nur verschlüsselt übertragen werden. Wie die Nutzerdaten gespeichert werden ist ebenfalls eine bedeutsame Frage, wenn es um die Wahl von Geräten und qualifizierten Installateuren geht.

Stimmen Datenschutz und die anderen Fragen rund um die Sicherheit der persönlichen Informationen, sind Smart Homes eine gute Möglichkeit, den Alltag zu vereinfachen und mit etwas Überlegung zudem ökologischer zu gestalten. Schöner Wohnen bedeutet auch, sich das Leben zu erleichtern.

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