Statistik

Zunächst betrachtet ist Monitoring – die Überwachung von Servern und/oder Webseiten – eine empfehlenswerte Angelegenheit. So manchem Provider ein klein wenig auf die Finger schauen, ob die versprochene sowie bezahlte Leistung auch tatsächlich geliefert wird kann nicht schaden. Monitoring mit all seinen Auswertungen dient auch in manchen Fällen als Beweismaterial, wenn es zu Diskussionen mit dem Provider wegen Leistungseinbrüchen kommen sollte.

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Ein interessanter Aspekt sind auch die Alarmmeldungen und Auswertungen die verschickt werden wenn mit der Webseite „etwas nicht stimmt“. Auf diese Weise ist ein schnelles Reagieren möglich und man muss nicht auf die Mitteilung eines Besuchers hoffen. Erreichbarkeit ist schließlich oberstes Gebot für eine Webseite wenn sie zusätzlich etwas monetarisiert worden ist. Zwei dieser Monitoring-Dienste hatte ich bereits selbst ausprobiert, WeMonit und Uptrends. Einen davon – uptrends.com – auch im Rahmen eines Praxistests.

Veränderte Besucherstatistik durch Monitoring

Als Anhaltspunkt für die Auswertung habe ich die Startseite meines Blogs genommen, da diese für das Monitoring standardmäßig die „überwachte“ Seite ist. Bei der Verwendung von WeMonit konnte ich keine Veränderung der Besucherzahlen im Vergleich zur Zeit ohne ein Monitoring-Tool feststellen. Die monatlichen und direkten Aufrufe meiner Startseite lagen durchschnittlich bei ~ 600.

Ein ganz anderes Bild zeigte sich beim Einsatz von Uptrends. In einer ebenfalls 30-tägigen Testphase stieg die Zahl der Startseitenaufrufe um mehr als das 6-fache (!) auf ~ 3900 an. Sehr unwahrscheinlich, dass sich plötzlich so viele Besucher mehr auf die Startseite begeben welche statistisch betrachtet die am „schlechtesten“ besuchte Seite eines Blogs im Vergleich zu den Artikelseiten ist.

Den eindeutigen Beweis dafür, dass Uptrends an diesem rasanten Anstieg „schuld“ ist lieferten die nächsten 30 Tage, die wiederum ohne Monitoring absolviert wurden. Die Zahl der Startseitenbesucher ging von ~ 3900 auf wieder glaubwürdige und alt bekannte ~ 620 Aufrufe im Durchschnitt zurück.

Filterung durch IP´s

Durch die Tatsache, dass die vielen verschiedenen Server die das Monitoring durchführen bei weitem nicht alle einen „falschen Besucher“ generieren nützt auch eine Zählsperre via IP nicht wirklich etwas. Durch den aus datenschutzrechtlichen Gründen resultierenden Wegfall des letzten Oktetts (Nummernsegment) wäre die Durchführung sowieso nicht effektiv genug.

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So gut das Monitoring sein mag, es bringt ggf. auch Nachteile mit sich die unter Umständen negativen Einfluss auf Einnahmequellen nehmen können. Wer Monitoring-Tools einsetzt sollte in jedem Fall die Besucherstatistik im Auge behalten, insbesondere jene der Startseite worauf die meisten Monitoring-Tools zugreifen.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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