Neues Müllsystem passt nicht zu dummen Nutzern

Traurig aber wahr, doch es war genau so zu erwarten. Das neue Müllentsorgungssystem der Firma Innotec (habe darüber berichtet) steht noch nicht einmal 1 Woche und schon geht es los mit der "wilden Entsorgung". Im Altpapiercontainer befinden sich jetzt jene Müllbeutel, welche bisher im Hausmüll gelandet sind.

Somit "sparen" sich diverse Nachbarn die Registrierung der eigentlichen Müllmenge. Sicherlich fällt die Nicht- oder Seltenbenutzung des Systems auf, doch wer zahlt wieder die Rechnung für das Aussortieren des Altpapiercontainers in dem sich jetzt Lebensmittelreste, Plastik, Blech und Glas befinden?

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Wieder die Hausgemeinschaft. Somit ist das neue Müllsystem, welches ich selbst sehr begrüße, leider fast als gescheitert zu betrachten, ehe es richtig begonnen hat. Und die Mülltrennung ist jetzt noch schlechter als vorher. Denn eine Effektivität ist hier nicht wirklich gegeben, wenn ich einerseits eine Ersparnis erziele und andererseits dann "bestraft" werde, schade eigentlich.

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Solche Systeme sind nur dann erfolgreich, wenn alle Nutzer sich an die Vorgaben halten. Die üblichen Rundschreiben der Hausverwaltung bringen aus meiner Sicht absolut nichts, wie sich schon in sehr vielen anderen Belangen bewiesen hat.

Thomas Liedl

Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

2 Kommentare zu “Neues Müllsystem passt nicht zu dummen Nutzern”

  1. Guido sagt:

    Leider werden sich nie alle Nutzer an die vorgaben halten. Im Gegenteil, bis zu 80 Prozent des Mülls, der sonst in den Restmülltonnen landete, wird nun „geziehlt“ über gelbe Säcke entsorgt, welche wahrlos neben den Schleusen liegen und nager und anderes Ungeziefer förmlich einladen. Das so ein System scheitert, muss eigentlich schon vor Beginn abzusehen sein. Der grösste Teil des Mülls der früher direkt in den Restmülltonnen landete wird jetzt von Müllarbeitern erst von der Straße gekratzt und landet anschliessend doch wieder in den Tonnen. Reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme nach dem Motto: Werft euren Müll auf die Strasse, wir kommen und werfen ihn für euch in die Tonnen.
    Ich finde es schade, denn das System wäre super wenn sich nur 50 Prozent an die Regeln halten würden. Aber leider nicht in unseren Städten.Hier gilt nur: Aus den Augen, aus dem Sinn, leider!

  2. Thomas sagt:

    Es leidet auch das Erscheinungsbild jener Straßenzüge die das Innotec-System einsetzen darunter, wenn es aussieht wie bei „Hempels unter dem Sofa“. Und die Tatsache, dass über die herkömmlichen Mülltonnen der Nachbarschaft entsorgt wird, erzürnt auch die Gemüter. Solche System laufen sich schneller tot als man denkt, wenn derartigen Gegebenheiten nicht erfolgreich entgegengetreten wird.

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