Der Name Popup-Blocker gefällt mir genau genommen viel besser weil der Name eigentlich das aussagt für was dieses Browser-Plugin ursprünglich mal gedacht war. Es gibt nun mal Webseiten die es in Sachen Popups maßlos übertrieben haben und auch heute noch tun. Kaum surft man die Webseite an – sie ist noch gar nicht ganz geladen – schon springen mich zwei oder drei Werbefenster an, bei denen ich erst einmal suchen muss wo sie geschlossen werden können. Und selbst das ist nicht immer so einfach möglich.

Anzeige

Ganz ehrlich – solche Webseiten nerven mich ganz besonders und wenn ich sie nicht aufrufen „müsste“ weil ich eben gezielt dort eine Information benötige, dann würde diese Url zeitlebens auf meiner ganz persönlichen Sperrliste landen! Hier ist der Popup-Blocker ein sehr gutes Werkzeug um sich vor der übertriebenen Werbeflut im Internet zu schützen. Ich selbst nutze auch das AdBlock-AddOn für meinen Google Chrome, das gebe ich ganz offen zu. Hierzu weiter unten mehr.

Nicht alle Webmaster pauschal über einen Kamm scheren

Wer einen Popup-Blocker einsetzt verhindert damit auch, dass ganz „normal“ werbetreibende Webmaster um ein paar Euro pro Monat gebracht werden. Mit dem Begriff „normal“ sind hier Webseiten gemeint, die es nicht übertreiben und auch keine lästigen Layer etc. einsetzen sondern einfach nur ein bisschen Refinanzierung betreiben. Sicherlich gibt es auch Webseiten die damit sogar recht gut verdienen. Trotzdem gilt auch hier die Devise „leben und leben lassen“, sie sollte es zumindest.

Werbung auf einem Blog einzusetzen ist meines Erachtens nichts Verwerfliches solange sie die Leserschaft nicht belästigt oder gar behindert wie dies mit vielen Layern der Fall ist. Das schreibe ich jetzt nicht, weil ich seit einigen Wochen auch ein bisschen Werbung betreibe, sondern sehe das ganz global für alle Webmaster mit Ausnahme jener o.g. Gierlappen“.

Gierlappen gibt es aber auf beiden Seiten, sowohl Webmaster sind davon betroffen als auch die Macher von diversen Block-AddOns. Wenn ich lese, dass die Rede davon ist Werbung gegen Geld „durch zu lassen“, dann zeugt dies einerseits eindeutig von massiver Profitgier dieser Programmierstuben, andererseits aber stellen diese sich auf eine Stufe mit denen die Werbung aggressiv einsetzen und die Leser damit belästigen.

Dezente Werbung ist in der Überzahl

Ich habe es über 4 Wochen getestet und meinen AdBlock komplett deaktiviert, sprich alles zugelassen was mich ggf. unangenehm überfallen könnte. Sicher hängt es vom Surfverhalten des jeweiligen Internetnutzers ab auf welchen Seiten er sich bewegt. Das Testergebnis ist für mich sehr ernüchternd ausgefallen, aggressive Werbung ist nicht soweit verbreitet wie uns die Popup-Blocker gerne suggerieren möchten.

Werbung auf Webseiten und deren Vorkommen

Wochenur Popup-Fensternur Layermit Popup und Layermit dezenter Werbungohne Werbung
171112158221
251410171195
311717164235
48914217208
Gesamtzahl314153710859

Von insgesamt 1694 aufgerufenen Webseiten sind 1569 Webseiten völlig ohne Beeinträchtigung für Besucher, 710 Webseiten davon mit Werbung, 859 Webseiten sind ohne Werbeeinblendungen.

Mit aktiviertem AdBlock wären es bei meinem durchgeführten Test gerade mal 125 Seiten gewesen die „gestoppt“ worden wären und somit nicht einmal 8 % aller Webseiten innerhalb von vier Wochen. 710 Webseiten wären blockiert worden ob wohl dies überhaupt nicht angebracht ist da die Werbung nicht störend war. 710 Webmaster hätten darunter „gelitten“, nur weil ich einst mal der Ansicht gewesen bin, dass Werbung generell böse ist. Mein Test hat mich vom Gegenteil überzeugt.

Anzeige

Mein AdBlock bleibt zukünftig deaktiviert. Sollte ich dennoch auf Seiten stoßen die es mit den Werbeeinblendungen übertreiben oder gar den Surfspaß verderben werden diese geblockt und nerven zukünftig nicht mehr.

 

13 Kommentare
  1. Nils
    Nils sagte:

    Damit hast du ja recht aber ich habe einige Webseiten die zum Standard-Besuch gehören und diese haben qualitativ gute Texte aber eine nervtötende Werbung mit Sound!

    Deshalb habe mit AdBlock überhaupt angefangen, leider wie ich jetzt wieder feststellen muss.

    Antworten
    • Thomas
      Thomas sagte:

      @Nils: Werbung mit Sound ist natürlich nervig, vor allem wenn man die Seite im Hintergrund geöffnet lässt und es immer wieder anfängt zu „quasseln“.

      @Victor: Willkommen bei Nicht spurlos. Du kannst natürlich auch einzelne Seiten blocken. Du kannst entweder nur einzelne Seiten sperren oder alle sperren und einzelne Seiten wieder davon ausnehmen – also ganz individuell. Ganz interessant vielleicht auch diese Information zu nerviger Werbung im Web.

      @Marco: Auch Dir ein Willkommen. Das Tool gegen übertriebene Layer & Co. einzusetzen ist in meinen Augen auch legitim. Aber alle Seiten generell „abzustrafen“ weil es negative Ausnahmen gibt halte ich eben nicht für die optimale Lösung.

      Antworten
  2. Victor
    Victor sagte:

    Nicht zu vergessen, dass man AdBlock auch für einzelne Seiten abschalten kann. Das mache ich nämlich. Meine Lieblingsblogs, wo ich weiß, die Werbung stört mich nicht, dort ist AdBlock ausgeschaltet. Auf der anderen Seite würde ich mich eher drauf freuen, diesen Weg andersherum zu sehen: Also AdBlock immer aus, und wenn man auf eine nervige Seite kommt, nur für diese Seiten AdBlock zu nutzen. Aber das ist nicht möglich oder?

    Antworten
  3. Marco
    Marco sagte:

    Kann ich mich anschließen, zumal das Adblock Tool oft mal Probleme macht. Auf Webseiten die es mit Layerwerbung übertreiben müssen sehe ich es aber gerechtfertigt.

    Antworten
  4. Steve
    Steve sagte:

    Schöner Artikel und durchaus ein Thema, welches mal thematisiert gehört.

    Ich hatte noch nie eine Adblocker Software installiert und sehe (für mich) auch keine Notwendigkeit. Viele Gründe dafür hast Du bereits aufgeführt.

    Wenn ich auf eine Seite treffe, welche es mit der Werbung (extrem) übertreibt, dann ist die Lösung dafür ganz einfach: es war der erste aber auch letzte Besuch auf dieser Seite.

    Antworten
    • Thomas
      Thomas sagte:

      @Steve: Willkommen bei Nicht spurlos. Eine Thematisierung wird wahrscheinlich nicht ganz einfach sein, weil viele Internetuser generell alle Seiten mit Werbung für „böse“ erachten.

      Antworten
  5. Smolli
    Smolli sagte:

    Auf dem PC habe ich sowohl noScript wie auch einen AdBlocker drauf. Da ich aber momentan eh meistens mit dem iPad surfe – quasi ungeschützt – sehe ich ( abzüglich Flashinhalten) die ganze Werbung. Und so schlimm ist das gar nicht mehr bei den meisten Seiten. Die zu nervigen Besuche ich nur einmal.

    Selbstredend aber, dass ich auf dem PC alle Seiten vom Block ausnehme, die ich für wichtig und hilfreich halte. Und natürlich klicke ich nie aus versehen mal daneben ;)

    Antworten
    • Thomas
      Thomas sagte:

      @Smolli: Willkommen bei Nicht spurlos. Es wäre sicherlich für viele Webmaster erfreulich, wenn mehr Leute feststellen würden, dass die Werbung sooo schlimm nun auch wieder nicht ist. Das wird allerdings ein langer Weg werden vermute ich mal.

      Antworten
    • Thomas
      Thomas sagte:

      @Smolli: Aufwand… ja und nein. Letztlich ist es ein Hobby, das man sich über ein bisschen Werbung refinanziert. Also zumindest hier ist das so gelagert. Blogs die davon wirklich leben können trifft so ein AdBlock natürlich viel härter.

      Wie auch immer, die pauschale Ausfilterei finde ich nicht für gerechtfertigt und nicht fair an.

      Antworten
  6. Blogabfertigung
    Blogabfertigung sagte:

    @ Smolli: Vielleicht, denn erst wenn man sich mit einem Thema beschäftigt hat, kann man es besser beurteilen! :-)

    @ Thomas: Der Link „Werbung gegen Geld durchlassen“ is ja hart! Das is ja wie ein Gefängnisdirektor, der verspricht alle Verbrecher einzusperren, aber gegen Geld können Sie auch freigelassen werden! ;-)

    Antworten
    • Thomas
      Thomas sagte:

      @Blogabfertigung: Dein Vergleich beschreibt es sehr gut. Allein auf solche Ideen zu kommen ist schon kurios, eine Umsetzung kann ich mir durchaus vorstellen, so irrsinnig das auch wäre.

      Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst Dich informieren lassen wenn es Folgekommentare gibt. Du kannst aber auch abonnieren ohne zu kommentieren.