Musik ist und bleibt Geschmacksache – Neutralität sollte es nicht sein

Den nächsten Songcontest werde ich mir sicherlich nicht mehr anschauen, soviel steht heute schon mal fest. Nicht deswegen, weil Deutschland mit den No Angels nur 14 Punkten zusammen mit England und Polen die letzten Platz belegt hat und ich deswegen enttäuscht wäre. Dazu verstehe ich zu wenig von Musik. Ich mag es nicht, wenn der Ausgang von Wahlen Abstimmungen einfach zugeschoben wird, ungeachtet der wahren Leistung Darbietung.

Die 12 Punkte aus Bulgarien werte ich nur als Sympathiepunkte für Lucy von No Angels, trotzdem Danke dafür. Auch dass uns die eidgenössische Schweiz mit einem Doppelpunkt bedacht hat möchte ich hier nicht unerwähnt lassen (danke!). Das Kasperletheater von Belgrad hat es erneut wie schon letztes Jahr in Helsiniki belegt, die Punkte werden hauptsächlich unter den Ostblockstaaten verschoben. Das dies selbstverständlich wieder dementiert wird ist ja logisch – wer wird schon gerne beim Schummeln erwischt!

Abstimmungsmodus fragwürdig

25 der 43 teilnehmenden Länder haben es in das Finale des ESC 2008 geschafft. Was haben dann die 18 ausgeschiedenen Nationen an der „Wahlurne“ zu suchen? Alleine 10 dieser 18 Ausscheider sind ebenfalls dem Ostblock zuzuordnen und somit der Punktezuschanzerei „verdächtig“! Durch den russischen Sieg ist nun Russland 2009 Gastgeber des Songcontests. Ich wage mich heute schon zu wetten, dass auch hier wieder der Ostblock die Endrunde unter sich entscheidet und der Gastgeber 2010 höchstwahrscheinlich Armenien, Georigien oder Aserbaidschan lautet!

Aus deutscher, aber auch aus Sicht von manch anderer ungerechtfertigt gescheiterten Nation, würde ich eine erneute Teilnahme ausschließen und den Ost-Contest einfach Ost-Contest sein lassen!