Pädagogische Konfliktlösung an Hamburgs Schulen

Die Sammelleidenschaft unter Kinder ist bei den Fussballbildern nach wie vor ungebrochen. In Anbetracht der bevorstehenden Europameisterschaft gibt es natürlich von Panini wieder ein Sammelheft zur Euro 2008. Es wird getauscht was das Zeug hält und natürlich auch auf den Schulhöfen.

Ein paar Hamburger Schulleiter sind darüber nun so erbost, dass sie das Tauschen in der Schule verboten haben. Die Begründung dazu lautet einhellig:

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Weil die Lehrkräfte immer wieder Streit schlichten müssen, wenn kleiner Schüler von den Größeren abgezockt, bedroht oder gar verprügelt werden.

Einerseits ist es schon mal traurig, wenn ein Schüler den anderen verprügelt, nur weil dieser ein Sammelbild besitzt, das er selbst gerne besitzen würde. Andererseits ist es aber aus Sicht der Schule eine primitive Lösung, einfach die Tauschleidenschaft der Schüler zu verbieten, nur weil ein paar Idioten sich nicht an die guten Sitten erinnern und halten wollen.

Wenn es an den betreffenden Schulen zu solchen Abzockereien und Prügeleien kommt, dann ganz sicherlich nicht nur und ausschließlich wenn es sich um Fussballsammelbilder handelt.

Ich halte es für keine pädagogische Meisterleistung, der Gewaltproblematik an Schulen so zu begegnen, anstatt sich dieser gewaltbereiten Jugendlichen anders habhaft zu machen.

Gerhard Klotz, Schulleiter an der Gesamtschule Heidberg rechtfertigte das Tauschverbot mit den Worten:

Gewalt darf nicht sein. Jedes einzelne weinende Kind braucht Schutz.

Dieser Aussage stimme ich uneingeschränkt zu! Doch 90% der Schüler den Spaß zu verbieten nur weil die restlichen 10% keine gute Kinderstube besitzen und sich nicht unterordnen können, halte ich definitiv für den falschen Lösungsansatz, Gewalt auf dem Schulgelände zu unterbinden!

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Quelle: HH Abendblatt

Thomas Liedl

Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

2 Kommentare zu “Pädagogische Konfliktlösung an Hamburgs Schulen”

  1. Querdenker sagt:

    Das Bildertausche haben wir schon in meiner Schulzeit in den 60 zigern gemacht. Da gab´s noch richtig Klopperei drum, wer überlebte, hatte die besten Bilder ;-)
    Die Weicheier von Heute brauchen ja das rundum-sorglos Paket….

  2. Camgirl sagt:

    Es zeigt ja nur das die Lehrer unfähig sind im Unterrricht den
    Schülern angemessenes soziales Verhalten beizubringen.
    Der Direktor stellt seinem Kollegium so ein Armutszeugnis aus.
    Diese Schulen sollte man als Eltern dann getrost meiden.
    Ist doch gut so weiß man wenigstens gleich wo man seine
    Kinder nicht anmelden sollte und welche Rektoren vom
    Kultusministerium im nächsten Jahr besser abgerufen werden.

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