Viele Verwaltungssysteme gibt es in Deutschland, dafür sind wir ja bekannt! Eines dieser Systeme ist das neue Schulnotensystem. Für meinen Geschmack nicht unbedingt förderlich wenn es um die Motivation der Schüler geht. Zumindest die gewählten Begriffe sind glücklich gewählt.

In früheren Zeiten (ja ich weiß ich werde alt) wusste man, eine Klassenarbeit mit einer Sechs unten war schlichtweg sch….! Ungenügend war der wörtliche Begriff für diese Note. Das Wort „Ungenügend“ muss man nicht erläutern um es zu verstehen, die gezeigte Leistung war schlicht und einfach „unter aller Kanone“! Jeder wusste was dies bedeutete.

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Heute werden die Schulnoten zum einen in Stufen von 1 – 6 vergeben, dazu gesellt sich dann noch die Abstufung R1 – R6 und zu guter letzt H1 – H6. Alleine hier stellen sich schon die Nackenhaare auf.

 

Eine R6 meinetwegen erfüllt dann immer noch die grundlegenden Anforderungen. Also für eine grundlegende Anforderung braucht es schon ein wenig mehr bin ich der Ansicht. Jetzt erkläre mal einem Schüler, der nicht unter den Strebern einzuordnen ist, dass diese R6 Mist ist, wenn vorneweg geschrieben steht „grundlegende Anforderungen erfüllt“. Was hat eine Schularbeit denn bitteschön erfüllt, wenn sie mit der eigentlich schlechtesten Note versehen wird?

Am besten finde ich dann, wenn diese „H“ und „R“ Bezeichnungen im Zeugnis gar nicht auftauchen. Warum braucht man sie denn dann um Himmels Willen?

Grundsätzlich werden alle Schüler versetzt, die die Grundanforderungen erfüllen!

Der Satz im Begleitschreiben zu diesem Schulnotensystem gefällt mir richtig gut. Die grundlegenden Anforderungen kann man ja gar nicht „nicht erfüllen“, sieht man sich diese obenstehende Auftstellung an.

Schulnotensystem

Man muss wahrscheinlich wirklich im Kultusministerium sitzen oder Pädagoge sein, will man in diesem System ein wirkliches System erkennen. Wieviele Gremien hier wohl wieder beschäftigt waren um einen derartigen Kladderadatsch zu fabrizieren? Gut dass ich schon so alt bin…… :lol:

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[update]20.10.2008: Mit diesem Notensystem ist es dann eigentlich gar nicht mehr notwendig die Zensuren von Migratenkindern nach oben hin zu beschönigen, die grundlegenden Anforderungen können auch für andere Kulturkreise jederzeit erreicht werden.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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2 Kommentare
  1. Thomas sagte:

    Ob es überall so gehandhabt wird kann ich nicht sagen. Wenn nicht wäre das aber auch wieder ein Schwachsinn. Eine unterschiedliche Benotungsweise bzw. deren Aussagekraft macht es noch undurchsichtiger als es so schon ist.

    Antworten

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