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Datenhandel 2.0

Das wird sich der heranwachsende Kaufmann für Marketingkommunikation Yannick Eckl auch nicht so vorgestellt haben, dass er mit seinem geplanten Verkauf von Blogschrott.net eine ordentliche Diskussionswelle ausgelösen wird. Aber denken hätte er sich vielleicht können, dass er mit der Bekanntgabe des Verkaufs u.a. der persönlichen Daten nicht nur Begeisterungsstürme zu erwarten hat!

In Zeiten des brandaktuellen Datenhandels reagiert man doch etwas feinfühliger wenn es darum geht, dass Daten an einen Dritten verkauft werden sollen. Während die einen ihm einen erfolgreichen Weg in sein Berufsleben wünschen hadern andere nicht unverständlich mit der Datenveräußerung Eckl’s. In wie weit sein Vorhaben rechtlich in (Un-)Ordnung mag ich mangels entsprechender Kenntnis nicht beurteilen.

Für meinen persönlichen Geschmack ist der Verkauf eines Blogs nicht in Ordnung. Die Paragraphenschiene lasse ich jetzt mal aussenvor. Ein persönlich geführter Blog ist ein Teil der Person des Autors. Die ihm “anvertrauten” Daten in Form von Kommentaren, Ping- und Trackbacks sollte ein Bloginhaber auch entsprechend vertrauensvoll behandeln, sowohl während des Blogbetriebes als auch bei Stilllgeung bzw. Verkauf der Domain.

Marketing und Datenschutz sind manchmal eben meilenweit voneinander entfernt. Und angesichts der in Aussicht stehenden “Dollars” sieht mancher etwas lässig drüber hinweg. Eine Zweiteilung der Meinungslager hinsichtlich des Datenverkaufs wird immer bestehen bleiben.

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

6 Kommentare zu Datenhandel 2.0

  1. Pingback: Mr. MacTVs Blog » Blog mit oder ohne Maggi?

  2. jan schrieb:

    demnach ist jeder firmenverkauf genauso unstatthaft. schliesslich sind inhabergeführte einzelunternehmen im grunde nichts anderes. hat dein frisör also deine telefonnummer und email so liegt der selbe fall vor, sollte er den laden verkaufen.
    davon abgesehen kann man auch mit einem sql befehl alle emails löschen. bin sicher einen potentiellen käufer interessieren die emails wenig. die 500 leser sind ausserdem feedreader, wieviele kommentatoren es gibt wurde gar nicht gesagt.
    ausserdem sind die meisten mails wohl eh spamadressen die nie abgefragt werden.

  3. Thomas schrieb:

    Firmenverkauf? Einzelunternehmen? Sorry, der Knabe ist 15 Jahre alt. Von einem Unternehmen zu sprechen ist doch etwas sehr weit her geholt. Einen privaten Blog in eine Schublade mit Unternehmen zu stecken….. na ich weiß ja nicht!

    Aber wie ich geschieben hatte

    Eine Zweiteilung der Meinungslager hinsichtlich des Datenverkaufs wird immer bestehen bleiben.

    So auch mit Deiner Sichtweise.

  4. Pingback: Warum der Jungunternehmer Yannick Eckl sein Blog verkaufen darf

  5. jan schrieb:

    rechtlich gesehen macht es keinen unterschied, ob ich als einzelunternehmer eine geschäft verkaufe oder einen privat geführten blog. egal wie alt der besitzer ist. davon ab wird blogschrott als einzelunternehmen betrieben, zumindest für die werbeeinnahmen gilt dies.
    weiss nicht, warum immer so auf dem alter des betriebers rumgeritten wird. zeigt doch nur das jedes kind einen blog betreiben kann.
    vielleicht passt genau das vielen bloggern nicht in dieser ganzen blogschrott welle.

  6. Thomas schrieb:

    @Jan:
    Die rechtliche Seite habe ich bewusst aussenvor gelassen, den Paragarphen-Dschungel kenne ich nicht weit genug um hierzu eine Stellung zu beziehen. Ein Herumreiten auf dem Alter von Yannick kann ich auch nicht feststellen, ich hatte es lediglich erwähnt.

    Zu diesen “vielen Bloggern”, die Du am Ende erwähnt hast zähle ich mich definitiv nicht. Ich betreibe meinen Blog rein zum Hobby und wie Du sehen kannst ohne Werbung, die ich schalten könnte wenn ich das wollen würde. Ich stehe nicht dermaßen auf diese SEO-Geschichte um hier mit allen nur erdenklichen Mitteln Geld zu scheffeln – was andere tun ist mir egal.

    Und das ich mich diesem Thema angenommen habe liegt einzig und allein darin begründet, dass ich einfach meine persönliche Stimme dazu abgeben wollte – nicht mehr und nicht weniger. Und das wiederum ist auch mein gutes Recht.

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