Das wird sich der heranwachsende Kaufmann für Marketingkommunikation Yannick Eckl auch nicht so vorgestellt haben, dass er mit seinem geplanten Verkauf von Blogschrott.net eine ordentliche Diskussionswelle ausgelösen wird. Aber denken hätte er sich vielleicht können, dass er mit der Bekanntgabe des Verkaufs u.a. der persönlichen Daten nicht nur Begeisterungsstürme zu erwarten hat!

In Zeiten des brandaktuellen Datenhandels reagiert man doch etwas feinfühliger wenn es darum geht, dass Daten an einen Dritten verkauft werden sollen. Während die einen ihm einen erfolgreichen Weg in sein Berufsleben wünschen hadern andere nicht unverständlich mit der Datenveräußerung Eckl’s. In wie weit sein Vorhaben rechtlich in (Un-)Ordnung mag ich mangels entsprechender Kenntnis nicht beurteilen.

Für meinen persönlichen Geschmack ist der Verkauf eines Blogs nicht in Ordnung. Die Paragraphenschiene lasse ich jetzt mal aussenvor. Ein persönlich geführter Blog ist ein Teil der Person des Autors. Die ihm „anvertrauten“ Daten in Form von Kommentaren, Ping- und Trackbacks sollte ein Bloginhaber auch entsprechend vertrauensvoll behandeln, sowohl während des Blogbetriebes als auch bei Stilllgeung bzw. Verkauf der Domain.

Marketing und Datenschutz sind manchmal eben meilenweit voneinander entfernt. Und angesichts der in Aussicht stehenden „Dollars“ sieht mancher etwas lässig drüber hinweg. Eine Zweiteilung der Meinungslager hinsichtlich des Datenverkaufs wird immer bestehen bleiben.