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Ein guter Schreibstil ist die halbe Miete

Das Thema für einen Beitrag zu finden steht zwar im Vordergrund und braucht ggf. auch eine gewisse Zeit bis es gefunden ist.  Ob ein Text ansprechend wirkt oder nicht hängt in erster Linie von Leser ab, wie heißt es so schön, „die Geschmäcker sind verschieden“.  Doch das beste Thema kann massiv darunter leiden wenn bei der Textform nicht bestimmte Regeln beachtet werden.

Beim Schreiben von Texten darf, nein muss durchaus eine gewisse „persönliche Note“ enthalten sein die sich letztlich durch alle Artikel zieht. Das lässt einen Artikel auch glaubwürdiger erscheinen als wenn mit Unbedacht viele Fremdwörter  gestreut werden oder die Ausdrucksweise eines Blog aus der Kategorie „wie Du und ich“ mit dem Stil einer Doktorarbeit auftritt. Für den besten Stil halte ich es, wenn der Autor beim Schreiben einfach er selbst bleibt und sich ungekünstelt ausdrückt.

Kein Schreibstil wird jedem Leser gleichermaßen gut gefallen. Von daher ist es völlig sinnlos den Versuch zu starten es allen recht machen zu wollen – das wird definitiv nicht gelingen. Im Gegenteil, so ein Versuch kann Texte letztendlich so „unmöglich erscheinen lassen“, dass der Leser den Blog früher verlässt als es dem Autor lieb sein kann. Auch seine Wiederkehr bleibt ungewiss. Gerade dies kann nicht im Sinne eines Blogbetreibers sein.

Ein Augenmerk auf die Rechtschreibung

Tippfehler ist nicht gleich Tippfehler. Es gibt Tippfehler die passieren einfach in der Hitzigkeit des Gefechts und sind in ihrer Entstehung auch vollkommen nachvollziehbar. Hier wird jeder Leser darüber hinweg schauen, es ggf. gar nicht zur Kenntnis nehmen. Jeder von uns hat sie schon gemacht, das passiert auch Profis. Ein Buchstabendreher mindert den Text genauso wenig in seiner Qualität wie es ein doppeltes „und“ tut, es macht ihn im Gegenteil menschlicher.

Das soll jetzt nicht bedeuten, dass derartige Fehler zuhauf vorkommen sollen. Spätestens dann würde man nicht mehr an Tippfehler denken sondern eher an die Schluderei des Autors. Jetzt gibt es aber noch die Tippfehler aus der Rubrik „der lernt es wirklich nimmer mehr“ – die gilt es wirklich zu vermeiden. Es gibt jede Menge Worte die wir nicht täglich benutzen (müssen) und uns in deren Grammatik nicht sicher sind. Ein kleiner Blick in den Duden hilft peinliche Pannen zu verhindern.

Keinesfalls sollten Artikel in der Manier von Chatgesprächen geschrieben werden. lol, rofl & Co. sollen da bleiben wo sie hingehören, bei den Messengern. Ähnlich sehe ich es auch mit einer permanenten Kleinschreibung, sie sieht nicht nur unmöglich aus sondern es entsteht vielmehr der Eindruck, dass sich der Autor keine Zeit nimmt um ordentlich zu schreiben. Die Qualität des Textes muss darunter sicherlich nicht leiden, die Optik desselben stört es ungemein.

Doch bei dem ganzen Thema ist es so wie mit der Bloggerei im allgemeinen Sinne. Mein Blog ist mein Wohnzimmer – und dort kann ich sein wie ich es für richtig halte. Ein paar „eigene Regeln“ hat wohl jeder Blogger in Verwendung. Wie andere Blogger das sehen könnt ihr beim ersten Webmasterfriday  2013 nachlesen… es lohnt sich.

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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7 Kommentare

  1. Gutes und wichtiges Thema. Bei manchen Blogs wundere ich mich doch sehr. Wenn da Artikel klingen wie meine Schulaufsätze im zweiten Schuljahr, dann sollten sich die Betreiber schon fragen, warum sie etwas machen, wobei man schreiben muss.
    Gruß
    Fulano

    • Ein bisschen mehr als der „Aufsatz aus Klasse 2“ sollte es schon sein, stimmt. Schreiben ist natürlich etwas, das nicht jedem Menschen liegt – muss es ja auch nicht. Aber dann – und auch hier sehe ich es wie Du – sollte man sich in jedem Fall ein anderes Hobby suchen. Den Wunsch von jemandem, der das Schreiben nicht ganz so intus hat einen Blog zu betreiben kann ich natürlich auch verstehen…! Es ist eben nicht alles so pauschal zu betrachten.

  2. Ja, ja und noch einmal ja.
    Ich lese auch ab und zu in Blogs wo ich denke: Wie kann man den Artikel SO online setzen?!
    Klar findet man auch bei mir hier und da sicherlich Fehler, aber wenn ich mir bei etwa der Rechtschreibung nicht sicher bin, schaue ich meist im online Duden nach. Wenn ich den Artikel fertig habe, überlese ich ihn meistens noch 1-2x. Wenn nicht sogar öfter. Aber was einem da im Internet ab und an zugemutet wird, da vergeht einem als Leser leider schnell einmal die Lust am Lesen. Aber diese Konsequenz, dass man dann das Blog verlässt, ist der Schreiberling dahinter selbst Schuld.

    • @Alex: Zum Glück bin ich bisher relativ selten über „solche“ Blogs bestolpert in denen der Duden ein Fremdwort ist. Auch so ein Phänomen ist jedoch auch das Schreiben ohne Punkt und Komma – alles am Stück über 50 Zeilen. Geht ja gar nicht. Selbst wenn es an der Konfiguration liegen sollte – kann ja auch passieren – dann müsste der Blogautor DRINGEND für Abhilfe sorgen. Aussterben werden solche „Fälle“ wohl nie.

  3. Kann dir grundsätzlich nur zustimmen. Ich lese viele Blogs eigentlich nur, weil mich der Schreibstil anspricht. Und ich hoffe, dass auch viele Leser meinen Blog vor allem lesen, weil ihnen gefällt, wie ich Sachen verpacke :D.

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